Eine Sehfahrt die ist lustig, …

Vorab: der „Schreibfehler“ ist beabsichtigt, es gab wirklich viel zu sehen.

Vor ein paar Tagen entschlossen wir uns, mal wieder eine Brückenfahrt durch Berlin zu machen. Also, Fahrt gebucht und rauf auf die „Pankow“. Da wir noch Zeit bis zum Ablegen hatten, kramte ich meinen Block und die Stifte raus.

„Heute mache ich mal etwas Anderes!“, dachte ich mir und nahm mir nur einen einzigen Stift. Mit dem dicken 8B sollte die komplette Zeichnung entstehen. Eine gewisse Art von Minimalismus. Der Radiergummi sollte auch nicht benutzt werden, aber das habe ich nicht durchgehalten. Zu Hause angekommen, musste ich feststellen, dass ich mir einen kräftigen Fingerabdruck in die Zeichnung gebastelt hatte, der musste weg. So gut es ging. Ich denke, das zählt nicht.

Auf der Zeichnung sieht man die Weidendammer Brücke aus Richtung Reichstagsufer.

Die eigentliche Fahrt war wirklich sehr schön. Wir haben wieder viel Interessantes gehört und gesehen. Was ich zum Beispiel bis dahin nicht wusste, die Panke (Namensgeberin für den Stadtbezirk Pankow) mündet direkt neben der Weidendammer Brücke in die Spree. Es ist auch erstaunlich, wie sehr sich Berlin in den letzten Jahren verändert hat. (Zwischen Jannowitz- und Oberbaumbrücke nicht unbedingt zum Besseren.)

Ach ja, sollte sich unsere Stadtführerin auf meine Seite verirren, dass das Nikolaiviertel „Erichs Disneyland“ genannt wird, war uns komplett neu. Ich kenne niemanden, der das jemals gemacht hat. Aber vielleicht kenne ich ja nur die falschen Leute.

Eine Zeichnung für mich

Wie ich schon in einem LEGO-Beitrag geschrieben habe, war ich im Juni diesen Jahres in Stuttgart auf der ComicCon (Noch mal Danke an meine Tochter für das schöne Wochenende!).

Hier habe ich nicht selbst zum Stift gegriffen, sondern Zeichnen lassen ;-). In diesem Beitrag geht es um eine Zeichnung, die ich von Ingo Römling bekommen habe. Es war beeindruckend, wie so eine Zeichnung entsteht. Und nicht nur das, es gab auch einen Tipp, der mit einem Handschuh zu tun hatte. Dieser lässt nämlich die zeichnende Hand leichter über das Papier gleiten. Das hilft Absätze in Linien zu vermeiden. Ich muss das unbedingt mal ausprobieren.

Jetzt brauche ich nur noch Sabine Wren als LEGO-Minifigur. Das würde das Ganze perfekt machen. Beides muss ich dann irgendwie in/an einem Rahmen kombinieren. Ich werde das Ergebnis hier vorstellen.

Zum Schluss nochmal: „Danke Ingo!“

Und läuft und läuft und läuft …

Heute gibt es mal eine andere Art Zeichnung von mir. Weder Papier noch Bleistift wurden hier verwendet, sondern Plastik und Edding. Es ist mein Motivationszeitchip. Er hat mich heute auf dem Viertelmarathon (klingt irgendwie cooler als 10,5 km) wieder begleitet.

Jetzt ist für den Rest des Tages Entspannung angesagt. Vielleicht kümmere ich mich nachher noch um eine unvollendete Urlaubszeichnung.

General Grievous

Jetzt gab es schon lange keinen Beitrag zum Thema LEGO. Also stelle ich mal wieder eine meiner Minifiguren vor.

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Gestatten, Grievous, General Grievous

Diese Figur musste ich unbedingt haben. Es ist einer meiner Lieblingscharaktere aus StarWars. Leider gab es ihn zu dem Zeitpunkt nur in einem großen Bausatz, der Malevolence. Aber – Weihnachten 2014 war es soweit. Der Kasten lag unterm Weihnachtsbaum. Woher der Weihnachtsmann so etwas immer weiß?

Jedenfalls wohnt er jetzt an meiner Minifigurenwand, möglichst weit weg von den Jedi. Sicher ist Sicher.

Jetzt wird es ganz fein

Der Urlaub ist vorbei und ich war den ersten Tag wieder arbeiten. Zum Feierabend ging es nur mal kurz zum gucken durch die Schreibwarenabteilung. Für meinen Tikky-Stift könnte ich mir mal weichere Minen holen. Und was steht da genau neben diesen? Ein Pentel mit einer Strichstärke von 0,2 mm.

0,2 mm
Nein! Doch! Ooh!

Pentel offen
Den muss ich doch gleich mal ausprobieren. Damit die Spitze nicht abbricht, darf sie nicht aus der Metallführung herausschauen. Und so kann man zeichnen ohne zu kratzen? Ein kurzer Test – er läuft butterweich über das Papier. Hätte ich nicht gedacht. Ein Wunder der Technik.

Anleitung Pentel
Leise hörte ich den Stift flüstern: „Nimm mich mit!“. Ja, warum denn nicht, immerhin hatte ich gerade eben einen ganzen Tag im Büro relativ unbeschadet überstanden. Manchmal muss man sich belohnen.

Pentel ausgepackt
Jetzt muss er sich nur noch im Alltag bewähren.

Wo Alt so richtig gemütlich ist …

Ein Tipp, den wir am Anfang des Urlaubs in Stolberg bekamen, war das Café Alt. Es liegt ein wenig versteckt in der Stubengasse, ganz in der Nähe des Saigerturmes. Dort erwartet den Gast unter Anderem frisch gebackener Kuchen, Kaffee-, Tee- und Trinkschokoladenspezialitäten. Das ist jedenfalls das, was wir selbst probiert hatten. Das ganze Haus ist bis zum Giebel liebevoll ausgebaut. Gerade die Balken im oberen Geschoss haben mich fasziniert. Toll fand ich auch die Lampen an den Wänden. In der Zeichnung ist nur eine davon zu sehen. Es sind die 3 dunklen Bretter an der Rückwand. Hinter diesen ist ein LED-Streifen angebracht. Dadurch hat man schönes indirektes Licht. Danke für die Idee.

Balken im Café Alt
Auch die Einrichtung passt zum Gesamtbild. Ich war aber zu faul, diese noch mit aufzunehmen. Ich habe bei dieser Zeichnung sowieso schon mehrmals Teile ausradiert und neu angefangen, weil ich „mit der Gesamtsituation unzufrieden war“. Inzwischen passt es.

Vielleicht kommen ja beim nächsten Mal auch Tische und Stühle mit aufs Bild. Dass das nicht der letzte Besuch war, ist jedenfalls schon klar.

Leider sind wir in diesem Moment schon wieder zu Hause. Ich habe zwei Zeichnungen, die ich noch fertigstellen muss und eine Idee, für die ein Foto als Vorlage schon da ist. Ach ja, und noch ein Versprechen, das ich gegeben habe. Das Gasthaus Kupfer ist auch noch dran. Das bin ich allein schon für die Menge an guten Tipps, die wir dort erhalten haben, schuldig.

Einmal rund um Stolberg

Stolberg Panorama

Ich habe noch ein paar angefangene Zeichnungen im Block, aber heute gibt es ein paar Fotos rund um Stolberg.

Als Erstes ein Panoramablick mit Schloss und Sankt-Martini-Kirche von „Unteren Bandweg“ aus aufgenommen. Der untere und der obere Bandweg führen um Stolberg herum. Viele Bänke laden ein, den jeweiligen Ausblick zu genießen.

Wenn man am (stillgelegten) Bahnhof startet, läuft man auf dem oberen Bandweg wie durch einen Tunnel aus Bäumen.

Oberer Bandweg

Wundersame Wurzeln regen die Fantasie an und lassen die abenteuerlichsten Tiere entstehen.

Wurzel

Im Bild ist das leider nicht so gut zu erkennen, aber für uns lag dort eine dicke Echse auf dem Stamm.

Minibrücke

Diese „Käferbrücke“ hat mich beeindruckt. Ich hatte sie erst von der anderen Seite aus fotografiert. Das wirkte aber nicht halb so gut, wie von dieser Seite aus. Wenn man aber alles Interessante hätte fotografieren wollen, wir wären nicht allzu weit gekommen.

Pilze

Pilze, Beeren, Schnecken (Was wollen die ganzen Weinbergschnecken eigentlich auf den Bäumen?), Vögel, Füchse und noch viel mehr war zu entdecken. Sogar ein Paketdienstfahrer, der im Wald seine Mittagspause verschlief.

Hunrods EicheAuf dem Weg nach Hainfeld kamen wir an der über 1000 Jahre alten Hunrods Eiche vorbei. Leider sieht die nicht mehr so richtig lebendig aus. Zum Glück wurde 2015 gleich nebenan eine neue Eiche gepflanzt. Die ist mit ihren jetzt 21 Lenzen noch sehr klein, aber wir hoffen mal auf die nächsten 1000 Jahre. Wer will, kann dann ja mal nachschauen, was draus geworden ist.
Weiter durch Hainfeld ging es an einer Wiese vorbei, auf der ein einzelner Baum stand. Der landete später noch im Zeichenblock.

Vorher standen wir aber noch an der Ampel (Viehtrieb?). Sie hat aber nicht auf grün umgeschaltet. Wir sind dann einfach weitergegangen. Es kam auch keiner. Dolles Ding! Interessanter Weise stand in der Gegenrichtung keine Ampel.

Ampel

Danach gab es ein Picknick auf der Wiese.4046319690img_2719

Zu Obst, Wasser und Marzipan gab es die Erkenntnis, dass es nicht sehr klug ist, sich auf Brennnesseln zu setzen. Die Wade brennt jetzt noch. Wieder was von meiner Frau gelernt. „Schau hin, bevor du dich setzt!“ ;-). Seltsamer Weise waren auch nur dort, wo ich saß, die Brennesseln. Als Tee mag ich die Dinger ja wirklich. Aber sonst … es gibt Schöneres.

Weiter ging es wieder Richtung Stolberg. Irgendwann gab es ein Déjà-vu. An dieser Kreuzung waren wir bei unserer Wanderung zum Birkenkopf schon vorbeigekommen.

Da wir so viel vom Stolberger Hirsch gehört hatten, stand der auch noch auf der Liste. Also auf der anderen Straßenseite wieder in den Wald und den Hirsch suchen.

Hirschdenkmal
Hier fällt mir gerade etwas ein, die Gegend um Stolberg herum ist ein wunderbares Wandergebiet. Ohne Karte und/oder Wander-App ist man jedoch schnell länger unterwegs, als gewollt. Auf die Ausschilderung ist in vielen Fällen kein Verlass. Entweder gibt es gar keine Schilder, die Schilder sind missverständlich oder die Zeichen am Weg sind nicht die, die auf den Schildern stehen. So sollte heute ein Weg mit einem gelben Punkt markiert sein, der aber an keinem Baum zu finden war. Gefunden haben wir nur Dreiecke und rote Striche.

Baumpilz
Kurz vor dem Schloss konnten wir an den Wurzeln einer toten Buche noch riesige Pilze bewundern.

Am Schloss angekommen, belohnten wir uns mit einem Stück FriWi-Kuchen. FriWi kann man aber nicht beschreiben, wer die Kekse von früher noch kennt (VEB Feingebäck), die schmecken noch genau so. Der Kuchen und das Eis sind ein Gedicht. Und wer ordentlich gelaufen ist, der darf sich auch verwöhnen.

FriWi-Kuchen
Zum Abendbrot haben wir uns noch in der Fleischerei Schneider eingedeckt. Zusammen mit Sultan-Zwieback von Friwi gab es das in einer der Sitzecken auf dem Hotelgelände bei herrlichem Ausblick. Ach ja, das Bier haben wir uns von der Hotelbar geholt.

Auf der Thyra-Höhe 

Das Hotel Freiwerk steht am Rande von Stolberg auf der Thyra-Höhe. Die Thyra ist ein Flüsschen, welches durch Stolberg fließt. Sie entsteht durch den Zusammenfluss der Lude sowie der Großen und der Kleinen Wilden. Hier oben ist davon jedoch nichts zu sehen. Hier sieht man nur ein paar wenige Häuser und viel Wald. Was man übrigens in den Wäldern auch nicht allzu oft sieht: Menschen. Wer also auf der Suche nach Abgeschiedenheit und Ruhe ist, hier kann man sie finden.

Hotel Freiwerk

Das Hotel ist wirklich sehr empfehlenswert. Der Service, die Zimmer, das Essen, die Aussicht … alles so, wie man es sich für ein paar erholsame Tage wünscht. Für Gäste, die mit Motorrad anreisen steht ein eigener Parkplatz zur Verfügung. Ich bin ja stark am Überlegen, ob ich meins nicht das nächste Mal mitnehme.

Auf der Suche nach Spirituellem

Eigentlich war für heute ein Besuch des Ortes Zorge geplant. Aber wir mussten feststellen, dass es nur einen Grund gibt, dort hinzufahren, die Brennerei Hammerschmiede.

Whiskyfass
Hier wird der Harzer Whisky Glen Els gebrannt. Kleiner Tipp, wer hier eine Tour durch die Räume machen will, muss über die Internetseite vorbuchen. Bis zur Führung hatten wir noch 2,5 Stunden Zeit und wollten auch noch etwas essen. Da Zorge hier nicht allzuviel bietet, fuhren wir in den Nachbarort Walkenried. Ein Mitarbeiter von der Hammerschmiede empfahl uns den Fleischer beim Edeka (es war aber ein Norma). Frisch gestärkt machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Kloster. Leider hatten wir inzwischen nur noch eine Stunde Zeit. Also machten wir nur ein paar Fotos und fuhren wieder nach Zorge.

Pünktlich um 15 Uhr ging es dann los. Es war spannend, den Weg des Whiskys von den Zutaten bis zur Etikettierung und Verpackung zu verfolgen. Nach der Führung hat man dann die Möglichkeit die teilweise hochgeistigen Getränke zu verkosten.

Ein paar Euro ärmer machten wir uns wieder auf den Weg zum Kloster, um auch hier noch etwas für den Geist mitzunehmen. Das eigentliche Motiv hatte ich schon gewählt. Die Blickrichtung war erst noch unklar. Hier passte eine Bank gegenüber des Klosters. Auf der Bank dann ganz links sitzend, konnte ich durch das Fenster in der Mitte die Bäume hinter dem Kloster sehen.

Während ich mich in meine Zeichnung vertiefte, machte sich meine Frau auf die Suche nach einer Gaststätte. Aus der Klosterschänke rief sie mich an und gab mir die Speisekarte durch. Für mich sollte es eine Roulade sein. Da die Klöße frisch zubereitet wurden, konnte ich noch etwas weiterzeichnen. Ich war dann aber so vertieft, dass es 8 Anrufe bedurfte, damit ich mich auf den Weg zur Schänke machte.

Das Essen war richtig gut. Wir aßen auch brav auf, immerhin soll sich die Sonne ja mal wieder blicken lassen.

Besuch bei Henriette

Kennt jemand noch Henriette? Das Doppelkorn-suchende Huhn aus der Werbung? Nun, wir haben sie gestern besucht. Zu finden ist Henriette in Nordhausen in der „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei„. Wenn wir schon mal hier sind, nehmen wir auch an der Führung teil. Bis zum Start der Führung um 14:00 Uhr war noch eine knappe halbe Stunde Zeit. Also, Block und Stifte ausgepackt und losgelegt. Als es dann losgehen sollte waren schon mal die Umrisse auf dem Papier. Noch schnell ein Foto gemacht und dann wurde in die Welt des Kornbrennens eingetaucht.

Die Führung und die anschließende Verkostung waren so kurzweilig und interessant, dass man überhaupt nicht merkte, wie die Zeit verging. Wir konnten gerade noch ein paar Einkäufe tätigen und schon wurde hinter uns abgeschlossen. Somit musste die Zeichnung an Hand des Fotos fertiggestellt werden.

Also, wer schon immer mal Henriette besuchen wollte. Ich kann es nur empfehlen.

„Prost!“