Eine Runde Thüringen

Einige Zeichnungen aus dem letzten Urlaub hatten bereits den Weg hierher geschafft. Neben den „klassischen“ Zeichnungen führten wir wieder ein geschriebenes und ein gezeichnetes Tagebuch.

Hier könnt ihr jetzt die Tageszeichnungen sehen.

Da die Stabilo-Stifte ziemlich durchbluteten, verzichteten wir ab dem 4. Tag auf Farbe. An den restlichen Tagen kamen dann wieder die Tuschestifte von Faber-Castell zum Einsatz.

Inktober, Rote Liste Teil 2

Weiter geht es im Inktober. Heute geht es um die Tage 11 bis 20.

Wer Angst vor Schlangen hat sollte dieses Mal vorsichtig sein (Tag 19).

11. Sour

Die nach dem Kiwi benannte Frucht, ist, solange sie nicht sehr reif ist, etwas sauer. Durch diesen Kunstgriff meisterlicher Hand hatte ich ein passendes Motiv. Das Nationaltier der Neuseeländer hat es leider auch nicht leicht. Eingeschleppte Tiere, wie z.B. Hunde, Katzen und Ratten gefährden den Bestand.

12. Stuck

Die Grüne Meeresschildkröte bleibt häufig in Schleppnetzen der Fischer stecken. Noch mehr macht ihr jedoch der Klimawandel zu schaffen. Je wärmer es ist, umso mehr weibliche Tiere werden geboren. Und als wäre das nicht genug, nicht umsonst wird sie auch Suppenschildkröte genannt.

13. Roof

Katzen laufen doch gern über Dächer, oder? Na dann passen sie doch gut zu diesem Thema. Die Rostkatze lebt in Indien und man ahnt es, sie ist eine bedrohte Art.

14. Tick

Die Zecke, im Englischen „Tick“, ist nicht vom Aussterben bedroht. Es muss also wieder um die Ecke gedacht werden. Tick steht auch für das Häkchen auf einer ToDo-Liste. Und welches Tier sieht aus, wie so ein Häkchen? Ja klar, das Seepferdchen. Viele Seepferdchen werden für Aquarienfreunde gefangen. Außerdem schwindet ihr Lebensraum.

15. Helmet

Ein sehr schöner Vogel ist der Helmhokko. Total verrückt, sein Gefieder färbt bei Regen ab. Wie bei den anderen Motiven in diesem Jahr. Sein Lebensraum wird immer kleiner.

16. Compass

Für das Thema Kompass war von Anfang an das Motiv klar. Es musste eine Taube werden. Die Turteltaube hat als Langstrecken-Zugvogel nicht nur Probleme bei der Beschaffung von Wohnraum. Millionen von ihnen fallen der legalen und illegalen Jagd auf ihrer Reise zum Opfer.

17. Collide

Kollisionen vermeidet die Fledermaus durch Ultraschallortung. Was sie nicht vermeiden kann, ist der Umstand, dass ihnen Wohn- und Winterquartiere fehlen. Wenn dann noch Autobahnen oder Waldrodungen für Kohleförderung dafür sorgen, dass ihr Lebensraum schrumpft, wird es eng.

18. Moon

Der erste Gedanke war der Mondfisch, aber der ist zum Glück nicht gefährdet. Das nächste Tier mit Verbindung zum Mond war dann der Wolf. Das Modell für meine Zeichnung musste seinen Schutzstatus gegen die amerikanische Holzindustrie durchsetzen. In den letzten Jahren wurden die Abschussquoten wieder deutlich erhöht.

19. Loop

Eigentlich wollte ich Schlangen vermeiden. Aber ein anderes Tier ist mir zum Thema Loop nicht eingefallen. Hier ist sie also, die Ringelnatter! Sie leidet unter der Trockenlegung vieler Gebiete. Zum Glück ist sie inzwischen hier streng geschützt.

20. Sprout

Das war der Moment, in dem eine Blume ins Spiel kam. Das Wort „sprießen“ verbindet man ja eher mit Pflanzen als mit Tieren. Das abgebildete Flammende Adonisröschen muss gegen die intensivierte Landwirtschaft ankämpfen.

Zwei Drittel haben wir jetzt geschafft. Drücken wir die Daumen, dass die Ideen nicht ausgehen. Wobei, eigentlich wäre das ja positiv.

Inktober im Zeichen der „Roten Liste“

Als der Inktober vor der Tür stand, hatte ich mal wieder eine „dumme“ Idee. Erneut sollten die Zeichnungen ein gemeinsames Thema haben.

Auf das Thema brachte mich dann ein Besuch im Tierpark Berlin. Gefühlt in fast jeder Beschreibung der Tiere stand das Wort, welches mich jetzt seit ein paar Wochen begleitet: „gefährdet“.

Also machte ich mich auf die Suche nach gefährdeten Tieren und Pflanzen, die zu den Tages-Begriffen passen.

Kleine Warnung, es ist ein Huhn mit dabei.

1. Crystal

Den Auftakt machte die Smaragdeidechse. Ich fand, die passt recht gut zum Begriff Kristall. Hier verwendete ich noch Farben.

2. Suit

Welches Tier passt mehr zum Thema Anzug als ein Pinguin?

3. Vessel

Das war dann schon etwas schwieriger, ein Schiff, ein Gefäß. Nun, Hamster nutzen gern ihre Backentaschen, um gefundenes Futter zu transportieren. Also haben sie das „Gefäß“ immer dabei.

4. Knot

Zum Knoten kam mir die Datenbank des IUCN, der Organisation, die hinter der internationalen Roten Liste steht, zu Hilfe. Dort fand ich den „Knotted Sand Hopper“. Also übersetzt so etwas, wie „Knotiger Sandhüpfer“.

5. Raven

Hier war jetzt mit „Rabe“ schon ein Tier vorgegeben. In meine Liste wurde die Banggai-Krähe aufgenommen.

6. Spirit

Der Geist war jetzt wieder ein Thema, bei dem ich länger überlegen musste. Da der Kauz in alten Erzählungen den Geist eines Menschen zu sich ruft, wenn er stirbt, wurde es wieder ein Vogel, der Fleckenkauz.

7. Fan

Der Fan oder auch der Ventilator war die nächste Aufgabe. An heißen Tagen müssen Bienen dafür sorgen, dass das Wachs im Stock nicht schmilzt. Sie setzen sich vor den Eingang und nutzen ihre Flügel als Ventilatoren.

8. Watch

Eine Uhr? Da könnte ein Zicklein passen. Es wurde aber ein Wieselmaki mit den großen Augen kann er doch gut beobachten. Für eine der möglichen Übersetzungen muss man sich ja entscheiden.

9. Pressure

Zu diesem Thema suchte ich nach Tieren, die tief im Meer leben. Und auch dort plant der Mensch die Tierwelt zu gefährden. An den begehrten Manganknollen in über 4000m Tiefe lebt diese kleine Krakenart.

10. Pick

Hier fiel mir wirklich nur das Huhn ein. Wer hätte gedacht, dass es Sorten gibt, die in Deutschland auf der roten Liste stehen? Ich schon einmal nicht. Stellvertretend ist hier jetzt der Andalusier.

Damit ist ein Drittel des Inktobers schon wieder rum. Ich lerne viel dazu, nicht nur beim Zeichnen.

Ein paar Worte noch zum technischen Part. Ich zeichne in Procreate auf den iPad Pro mit dem Apple Pencil 2. Die Vorzeichnung erfolgt mit dem „Bleistift“ Derwent (in Procreate enthalten) und alles andere mit Inkyboy von Ittai Manero.

Russische Erde in Weimar

Auch ohne Schillers Anwesenheit ist die Weimarer Fürstengruft etwas ganz Besonderes. An der Rückseite des klassizistischen Baus wurde eine Russisch-Orthodoxe Grabkapelle gebaut.

Diese dient der eingeheirateten Maria Pawlowna als Ruhestätte. Vor dem Bau wurden extra mehrere Wagenladungen Erde aus Russland geholt, damit sie ihrem Glauben entsprechend bestattet werden konnte.

Das Besondere ist jedoch, dass in der Gruft ein Durchbruch geschaffen wurde. So können Maria und ihr protestantischer Mann direkt nebeneinanderliegen.

Sachen gibts …!

Für die Zeichnung habe ich mal die Tuschestifte rausgeholt. Der grüne Stift wurde gerade frisch in Weimar in einem Bastel-Laden in der Nähe des Friedhofes gekauft.

Eine 500 und 2 Dichterfürsten

Ein Jubiläum beim Serviervorschlag: der 500ste Beitrag. Leute, wie die Zeit vergeht!

Lange habe ich überlegt, um was es in diesem besonderen Beitrag gehen soll. Die Entscheidung ist gefallen. Wer, wenn nicht die beiden großen Dichter Goethe und Schiller, haben es verdient, das Thema zu sein.

Wir sind zur Zeit mit unserm Wohnmobil unterwegs in Thüringen. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in Weimar. Die erste Zeichnung aus dieser Stadt, war die von Schillers Wohnhaus.

Am darauffolgenden Tag ging es dann zu Goethes Gartenhaus.

Am dritten Tag besuchten wir die Beiden in ihrer derzeitigen Behausung. Aber leider mussten wir erfahren, dass Schiller grad nicht zu Hause ist und niemand weiß, wo er sich herumtreibt. Naja, Künstler eben …!

Das erste Treffen

Wieder gab es bei Ittai Manero einen kostenlosen Pinsel für die App ProCreate.

Der Pinsel “Summer Vibes” macht wirklich Spaß. Die Zeichnung meiner beiden Gespenster ist nur mit diesem Pinsel entstanden. Da die Pinselstärke über den Druck mit dem Stift gesteuert wird, spart man sich das Umschalten. Auch die leicht ausgefransten Ränder haben etwas Besonderes.

Vielleicht treffen sich die Beiden ja in Zukunft mal wieder.

Abgründe!

Heute erreichte uns wieder einmal eine traurige Nachricht. Martin Perscheid lebt nicht mehr. Er wurde nur 55 Jahre alt.

Seine Zeichnungen waren bissig und immer auf den Punkt. Eine laute „Stimme“, die den Wahnsinn dieser Welt anprangerte ist verstummt. „Perscheids Abgründe“ werden uns allen fehlen.

Ach übrigens, wir braten die Fischstäbchen immer noch von allen Seiten!

Bei Enten zu Gast

Abendbrot gab es gestern bei uns außer Haus. Wir packten Wein, Wurst und Kekse ein, schnappten uns die Räder und radelten zur Dahme. Am Ufer des Flusses machten wir es uns gemütlich.

Zweimal bekamen wir Besuch von einer Entenfamilie, die unsere Vorräte, Rucksäcke und Zeichenutensilien intensiv untersuchten.

Trotz dieser Ablenkung konnte ich eine Zeichnung anfertigen.

Erkenntnisse des Abends, wir müssen das öfter machen, der Wein war gut, Enten klauen TUC-Kekse und ich brauche bald einen neuen 9B-Stift.

Ach ja, ich muss wieder ein wenig mehr Sport machen. Von diesem kurzen Ausflug habe ich mir einen kleinen Muskelkater geholt. Das ist kein gutes Zeichen.

5 Bier bitte!

Wer hat an der Uhr gedreht? Am Freitag informierte mich WordPress, dass ich mit dem Serviervorschlag jetzt 5 Jahre dabei bin.

Mein BLOG hat also seinen 5. Geburtstag feiern können. Viel ist seitdem passiert.

  • 15,8 Tausend Aufrufe meiner Seiten
  • 8.698 Besucher waren da und haben die
  • 495 Artikel gesehen
  • 74 Besucher haben sich entschlossen, dem Serviervorschlag zu folgen

Vielen Dank an alle, die mir hier die Treue halten. Na dann … auf die nächsten 5 Jahre.