Monbijou

Während sich der Rest der Familie um die Getränke kümmerte, hielt ich das schattige Plätzchen besetzt. Um Langeweile erst garnicht aufkommen zu lassen, wurde rasch der Bleistift gezückt.

Das Bodemuseum hatte ich ja bereits gezeichnet. Dieses Mal lag der Fokus auf dem Baum, das Museum durfte ein wenig durch die Blätter schimmern.

Im historischen Hafen

Am 18.5. nahm ich an einem Treffen der Urban Sketchers Berlin teil. Wir trafen uns am historischen Hafen in der Mitte von Berlin. Als ich eintraf, hatten sich alle schon ihr erstes Motiv ausgesucht und zeichneten.

Ich setzte mich als Erstes auf die Inselbrücke mit Blick auf den Fernsehturm.

Die ganze Zeit in der Sonne zu sitzen wurde dann doch unangenehm. Also musste ich mir einen schattigen Platz suchen. Hier wurde es für mich historisch, ich meine, persönlich historisch. Wie oft war ich mit meiner Oma im Märkischen Museum? Bestimmt dutzende Male. Die Höhepunkte waren immer die Bären und die Ritterrüstung.

Wieder abgekühlt machte ich mich wieder auf den Weg zum Hafen. Die nächste Station war die Anlegestelle „Fischerinsel“. Hier hatte ich einen schönen Blick unter die Inselbrücke.

Leider störte ich dabei ein Entenpärchen, das ich auch gleich um Entschuldigung gebeten hatte.

Im Anschluss trafen sich die verbliebenen Zeichner noch auf dem Theaterschiff zum Drink&Draw. Die letzte Zeichnung entstand also bei netten Gesprächen und Bier. Dass der Stil nicht so richtig zu den ersten drei Zeichnungen passt, ist gewollt.

Spannend war es auch, den anderen einfach mal über die Schulter zu schauen. Die vielen unterschiedlichen Stile sind einfach faszinierend.

Im Nachhinein muss ich sagen, eine sehr gute Entscheidung, an dem Treffen teilzunehmen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, war es bestimmt nicht das letzte Mal.

Langsam wird es ernst

In der nächsten Woche am Samstag ist es soweit. Zum ersten Mal hängen Zeichnungen von mir in einer Ausstellung. Ich bin schon ganz gespannt.

Wer dies hier noch rechtzeitig liest und in Berlin ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Zeichnen und Bier genießen passt doch recht gut zusammen.

Zur Vernissage am 16. März werden einige Mitglieder der Berliner Urban Sketcher vor Ort sein. Jeder Besucher darf beim geplanten Eventzeichnen mitmachen, den Zeichnern über die Schulter schauen oder einen Blick in die Skizzenbücher wagen.

Wer mit der S-Bahn anreisen möchte, kann bis zum S-Bahnhof Attilastraße fahren und von dort aus den Fußweg an den Gleisen nehmen. Vielleicht kommt demjenigen dann die folgende Brücke bekannt vor.

Das ist eine Zeichnung aus der „Serie“ der Perspektivübungen. Hier habe ich es geschafft, das Ganze mal nicht bis zum Ende zu treiben.

Auf zur Kleinseite

Als weiteres Motiv stand die Karlsbrücke auf meinem Plan. Unklar war jedoch, wie die Zeichnung werden sollte. Mein erster Gedanke war eigentlich, die Brücke von der Seite mit dem Hradschin im Hintergrund zu zeichnen.

Spontan entschied ich mich dann jedoch für die Brückentürme der Kleinseite. Während in Richtung Altstadt ein einzelner Turm steht, sind es hier zwei Türme. Diese sind durch einen Torbogen verbunden.

Mit klammen Fingern musste ich mich nach der Vorzeichnung erst einmal, bei einer heißen Schokolade mit meiner Frau, aufwärmen.

Auf ein Bier beim Ampelmann

Es war Mai. Wir hatten unseren Hochzeitstag.

Zum Abschluss setzten wir uns beim Ampelmann ans Spreeufer und ließen es uns bei einem Bier gut gehen. Während meine Frau das Bier holte (Draußen bei den Liegestühlen ist Selbstbedienung.), packte ich den Block und die Stifte aus.

Ihr seht hier ganz links der Berliner Dom mit Friedrichsbrücke und rechts ein Stück der „Alten Nationalgalerie“. Die Galerie ist Teil der Museumsinsel.

Wer einen Platz zum Verweilen und „Leutegucken“ sucht. Hier ist beides möglich. So leer, wie es auf meiner Zeichnung aussieht, ist es dort sehr selten.