Warum ich noch bei Facebook bin …

Immer wieder denke ich darüber nach, meinen Account bei Facebook zu löschen, mache es dann aber doch nicht. Woran das liegt? Nun, es hat mit dem Zeichnen zu tun.

Letzte Woche erst zeichnete ich das Tor vom Hof der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf. Ich versuchte das Spiel von Licht und Schatten einzufangen. Das Ergebnis seht ihr hier:

Die Zeichnung lud ich im Anschluss bei Facebook in die Gruppe der Berliner Urban Sketcher hoch und bat um Kommentare. Völlig zu Recht bekam ich den Tipp, dass die Kontraste fehlen. Also setzte ich mich heute hin und überarbeitete das Ganze.

Es ist noch nicht ganz so kontrastreich, wie der Vorschlag der Zeichnerin Katrin Merle, aber es hat der Zeichnung gut getan. Jetzt muss ich das nur noch verinnerlichen.

Ohne die Gruppen und die Tipps, die ich mir dort oder auch bei den Treffen vor Ort holen kann, würde ich “im eigenen Saft kochen”. Erst der kritische Blick von Außen bringt weiter. Auf dass ich noch viel lernen kann!

Umgeben von alten Mauern (#VirtualSketch)

Weiter ging es wieder virtuell. Ein zweites Mal bin ich in Spanien zum Zeichnen per StreetView unterwegs.

Die Stadt Lugo war mir vorher nicht bekannt. In der Vorbereitung las ich von einer alten Stadtmauer, noch aus der Zeit der alten Römer. Innerhalb der Mauer brauchte ich eine ganze Weile, um die richtige Position zu finden.

Das ist übrigens ein Punkt, der bei dieser Art des Zeichnens ziemlich nervt. Im realen Leben macht man einfach einen Schritt zur Seite und das Motiv stimmt … am Rechner ist man auf die festen Punkte von StreetView festgelegt.

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Interessiert sich jemand für die Vorlage? Die liegt noch auf dem iPad. Ich hab grad keine Lust, sie rauszusuchen und hochzuladen.

Kirchenjuste in Grünau

Nach den ganzen virtuellen Ausflügen, musste mal wieder etwas „Echtes“ her. Da ich selbst frei und meine Frau einen Termin in Grünau hatte, war das Ziel schnell festgelegt.

An der Grünauer Friedenskirche angekommen, suchte ich mir einen sonnigen Platz mit einer guten Aussicht. Leider musste ich feststellen, dass sonnig nicht warm heißen muss. Nach einiger Zeit war ich recht durchgefroren. Den restlichen Schliff bekam die Zeichnung zu Hause.

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Und wer ist nun die Kirchenjuste? Nun, dabei handelte es sich um die Kaiserin Auguste Victoria. Sie war die Schirmherrin des Kirchenbauvereins, unter dessen Einfluss auch diese Kirche 1904 bis 1906 entstand. Was man durch Wikipedia nicht so alles lernt.

Und das nächste Mal versuche ich, die Turmspitze auch mit aufs Bild zu bekommen.

Elisabeths Hintereingang (#VirtualSketch)

Die nächste Station war Budapest. Nach kurzer Überlegung stand fest, was das Motiv des Tages werden sollte.

Als wir vor einiger Zeit ein Wochenende in dieser Stadt verbrachten, befand sich hinter unserem Hotel die Kirche der St. Elisabeth. Den Anblick wollte ich mir mit der Zeichnung wieder ins Gedächtnis rufen.

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Auf dem Bild sieht man die Rückseite der Kirche.

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Auch wenn ich nicht erfahren habe, wie die anderen Zeichner über die weiß gelassenen Bäume in Madrid dachten. Ich habe es einfach noch einmal getan und es fühlte sich gut an.

Hola amigo! (#VirtualSketch)

Weiter geht’s und keiner kann es halten. Die nächste Station ist wieder in der EU. Genauer gesagt in Spanien. Wir treffen uns in Madrid.

Hier ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Wieder irre ich durch die Straßen und Gassen. Plötzlich stehe ich vor einer der vielen Kirchen. Die Bäume um das Gebäude machen das Ganze spannend.

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Zur Abwechslung lasse ich die Bäume in meiner Zeichnung einfach weiß. Mal schauen, wie das bei den Kollegen so ankommt. Mir gefällt es schon mal.

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Barcelona (#USkVirtual)

Auf nach Barcelona! Offensichtlich hielt der Reiseleiter die Karte falsch und wir landeten auf der griechischen Insel Santorino.

Aber wenn ich schon mal hier bin, … Ein zweites Mal im Rahmen der virtuellen Reisen gab ich noch rasch den Markern eine Chance.

Ich stelle fest, ich bin doch eher der „Bleistifttyp“. Die Marker ziehen erstmal wieder zurück in den Schrank.

In Barcelona dann doch endlich angekommen, irrte ich einen ganze Weile durch die Straßen. Es kam einfach kein Motiv vorbei, das rief: „Zeichne mich!“. Ich wollte gerade aufgeben, da hörte ich es rufen.

Mit dem Bleistift zwischen den Fingern fühlte ich mich deutlich wohler beim Zeichnen. Ich hoffe, das kann man auch sehen.

Neues Buch, neue Wege

Nach einem anstrengenden aber produktiven Inktober habe ich mich jetzt mal wieder aufgerafft zu zeichnen.

Auf der ComicCon in Berlin hatte ich mir ein neues Buch für meine Wege-Zeichnungen gekauft. Das sollte nun zum Einsatz kommen.

Auf die erste Seite des Buches kam ein Titelblatt. Jetzt kann man hier schon einmal sehen, was einen auf den nächsten Seiten erwartet.

Die erste Zeichnung ist der Blick in Richtung Fernsehturm in der Georgenstraße. Eine Ansicht, die ich auf meinem Arbeitsweg recht regelmäßig sehe.

Die zweite Zeichnung zeigt die Bohnsdorfer Dorfkirche. Die hatte es ja schon einmal als Bleistiftzeichnung in die Ausstellung in der Brauerei geschafft.

In beiden Zeichnungen habe ich versucht, mit dem Brushpen Akzente zu setzen. Blöd ist nur, wenn man schon viel Arbeit reingesteckt hat, verliert man die Experimentierfreude. Man hat einfach nur noch Angst alles zu versauen.

Zum Buch noch kurz, so richtig zufrieden bin ich nicht. Die Tusche blutet leicht durch. Für Bleistiftzeichnungen wäre es besser geeignet. Aber ich habe jetzt einmal mit Tusche angefangen, jetzt ist das eben so.

Backsteingotik in Zehlendorf

Auf meiner neuen Freitagszeichnung seht ihr die Paulus-Kirche aus Zehlendorf. Sie wurde 1903 erbaut. Der Architekt orientierte sich an der märkischen Backsteingotik.

Erst hatte ich überlegt, den Blick in die Serie „Wege“ aufzunehmen. Aber der Turm wollte dann doch lieber mit Bleistiften gezeichnet werden.

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Die regelmäßigen freitäglichen Wartezeiten sind jetzt erst einmal für unbestimmte Zeit vorbei. Das heißt natürlich nicht, dass ich aufhöre zu zeichnen. Es wird wahrscheinlich einfach wieder unregelmäßiger.

Unter der Kette

Vom Podcaster Travis J. Dow bekam ich den Tipp, die Kirche „St. Maria unter der Kette“ zu zeichnen. Diese Kirche hatte ich bisher noch nie für voll genommen. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Karlsbrücke.

Als Motiv habe ich den Innenhof mit Blick zum Ausgang gewählt. Aber auch von außen gab es schöne Ansichten.

Danke Travis!

Vor dem Týn

Týn oder das eher bekannte Teyn bezeichnete einen Handelshof in der Prager Altstadt. Hier konnten ausländische Kaufleute übernachten. Außerdem wurden hier auch die Zölle kassiert.

Die daneben befindliche römisch-katholische Kirche bekam daher den Namen „Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn“. Das war den Leuten aber wahrscheinlich zu lang, also kennt man sie unter dem Namen Teynkirche.

Mich fasziniert dieses Gebäude jedes Mal aufs Neue. Vor einigen Jahren habe ich sie schon einmal gezeichnet. Diese Zeichnung hatten wir Freunden zu einem Jubiläum geschenkt. Somit stand für mich bei diesem Pragbesuch das erste Motiv von vornherein fest. In meiner Sammlung durfte sie nicht fehlen.