Russische Erde in Weimar

Auch ohne Schillers Anwesenheit ist die Weimarer Fürstengruft etwas ganz Besonderes. An der Rückseite des klassizistischen Baus wurde eine Russisch-Orthodoxe Grabkapelle gebaut.

Diese dient der eingeheirateten Maria Pawlowna als Ruhestätte. Vor dem Bau wurden extra mehrere Wagenladungen Erde aus Russland geholt, damit sie ihrem Glauben entsprechend bestattet werden konnte.

Das Besondere ist jedoch, dass in der Gruft ein Durchbruch geschaffen wurde. So können Maria und ihr protestantischer Mann direkt nebeneinanderliegen.

Sachen gibts …!

Für die Zeichnung habe ich mal die Tuschestifte rausgeholt. Der grüne Stift wurde gerade frisch in Weimar in einem Bastel-Laden in der Nähe des Friedhofes gekauft.

Hoch hinaus

Kran /kraːn,Krán/ Substantiv, maskulin [der] Vorrichtung, die aus einer einem Gerüst ähnlichen, fahrbaren Konstruktion mit Führerhaus und einem (beweglichen) Ausleger besteht, die zum Versetzen oder Heben von Lasten oder sperrigen Gegenständen benutzt wird.

Ist das nicht eine schöne Beschreibung, die ich im Internet gefunden habe?

Ich habe den Kran vor unserem Fenster lieber gezeichnet als beschrieben. Und war damit seit einiger Zeit mal wieder auf dem Gebiet des Urban Sketching unterwegs. Das Zeichnen auf dem Tablet für „Every Day in May“ macht Spaß. Aber ein Bleistift ist nun mal ein Bleistift.

Auch unser Farn und die Gerbera haben es in die Zeichnung geschafft.

Uups, eine Burg!

Da ich zur Zeit ja nirgendwo so richtig hinkomme und heute auch das Wetter nicht nach draußen einlud, durchsuchte ich meine Urlaubsfotos.

Dabei stieß ich auf die Burg Eltz. Die hatte es bis heute nicht ins Skizzenbuch geschafft. Also wurde das Papier glatt gestrichen, der Stift gespitzt und es ging los.

Es war absolut beeindruckend, als nach einer kleinen Wanderung durch den Wald, diese Burg plötzlich vor uns lag. Ein überwältigender Moment.

Dort, wo Haselnüsse zaubern!

Wir haben uns ein Wohnmobil zugelegt. An diesem Wochenende wurde es eingeweiht. Die erste Tour mit dem Eigenen. Über Pulsnitz (die Pfefferküchlereien 😉 ) ging es nach Moritzburg. Hier stehen wir nun mit Blick auf das Schloss.

Natürlich spazierten wir ums Schloss. Dieses Mal wählten wir bei der Runde um den Schlossteich eine andere Route als die Male davor. Es boten sich auch hier schöne Ansichten. Die angefrorene Wasseroberfläche spiegelte interessant das Schloss. Das habe ich mal versucht, mit einer Zeichnung einzufangen.

Gezeichnet habe ich das Ganze auf dem iPad Pro in der App Procreate mit dem Apple-Pencil. Langsam komme ich mit den “Bleistiften” dort klar.

Ach ja, der Adventskalender ist zu Hause geblieben. Da müsst ihr euch mit mir zusammen noch ein wenig gedulden, bis das nächste Türchen geöffnet wird.

Die Taube auf dem Dach

Als kleiner Junge liebte ich es, mit meiner Oma zum Dorfteich zu gehen. Sie kannte unzählige Geschichten zu den alten Bauernfamilien.

Besonders hatten es mir damals auch die Taubenhäuser auf den Höfen der Bauern angetan. Damals wohnten dort auch wirklich noch Tauben.

Ende September diesen Jahres hatte ich es endlich geschafft, eines der Taubenhäuser zu zeichnen. Leider kommt man nicht auf den Hof und das Tor war geschlossen. Aber über den Zaun zu schauen, ging ja zur Not auch.

Krämer und ein Tablet

Aus Gründen waren wir an diesem Wochenende mit Freunden in Erfurt. Ich wollte auf jeden Fall zeichnen. Sogar an meinen Skizzenblock hatte ich gedacht.

Die erste Zeichnung, die Krämerbrücke, wurde jedoch überhaupt nicht auf Papier gezeichnet.

Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, weder Papier noch Bleistift waren hier beteiligt. Es ist die erste Zeichnung eines realen Gebäudes, welche ich auf meinem neuen Tablet angefertigt habe.

Das Tablet ist ein 2020er iPad Pro. Gezeichnet wurde mit dem Apple Pencil 2 in der App Procreate.

Es war erst schon ein wenig komisch. Bis ich den für mich passenden „Stift“ gefunden hatte, brauchte ich einen Moment. Der Derwent-Stift ist es im Endeffekt geworden. Der Druckbleistift hingegen war irgendwie komisch. Ich werde jedoch auch weiter ausprobieren.

Ab und zu wunderte ich mich, dass der Stift nicht schrieb. Ich musste jedoch dann jedes Mal feststellen, dass ich auf den Radierer umgeschaltet hatte (Doppelklick auf den Stift). Wirklich beeindruckt bin ich von der Präzision, mit der die Bewegung des Stiftes in eine Linie übersetzt wird. Das ist deutlich besser als bei dem Android-Tablet aus „Every Day in May“.

Spaß hat es gemacht, keine Frage. Das klassische Zeichnen kann es (noch?) nicht ersetzen. Jedoch ist es eine interessante Ergänzung. Zum Beispiel hat man hier die Möglichkeit, die Zeichnung zu duplizieren. So kann man ohne Angst, die Zeichnung zu versauen, experimentieren.

Also keine Angst! Es wird weiterhin echte Bleistiftzeichnungen von mir geben.

Am Domplatz bei einer Himbeerfassbrause ist dann dieses Bild entstanden. Hier jetzt wieder mit Papier und Bleistift.

Bei den alten Rittern

Wir sind wieder zu Hause. Hinter uns liegt eine wunderschöne Tour an der Mosel.

Wer Lust auf alte Burgen hat, sollte sich diese Gegend nicht entgehen lassen. Ein kleiner Tipp an die Zeichner unter euch, wenn ihr vorhabt, im Urlaub zu zeichnen, dann ist es ratsam, auch Papier mitzunehmen. Nimmt man nur die Stifte mit, ist das ein wenig doof. Mir hat dann ein Besuch bei Woolworth geholfen.

Die erste Burg (nach der Festung in Koblenz) war Burg Thurant hoch über dem Ort Alken. Schon der Eingang ist beeindruckend. Sie wird noch von ihren Besitzern bewohnt, kann aber besichtigt werden.

Hier meine Zeichnung vom Eingang. Ich habe mir die Hinweise meiner „Zeichenkollegen“ zu Herzen genommen und war mit dem 8B-Stift nicht sparsam. Dieser ist während der Reise ordentlich geschrumpft. Nachschub wurde geholt, das ist dann aber eine andere Geschichte.

Außerdem ist dies der erste Artikel, den ich auf meinem neuen iPad-Pro mit dem „Magic-Keyboard“ schreibe. Da kommt bestimmt demnächst auch ein Artikel zu diesem Gerät.

Warum ich noch bei Facebook bin …

Immer wieder denke ich darüber nach, meinen Account bei Facebook zu löschen, mache es dann aber doch nicht. Woran das liegt? Nun, es hat mit dem Zeichnen zu tun.

Letzte Woche erst zeichnete ich das Tor vom Hof der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf. Ich versuchte das Spiel von Licht und Schatten einzufangen. Das Ergebnis seht ihr hier:

Die Zeichnung lud ich im Anschluss bei Facebook in die Gruppe der Berliner Urban Sketcher hoch und bat um Kommentare. Völlig zu Recht bekam ich den Tipp, dass die Kontraste fehlen. Also setzte ich mich heute hin und überarbeitete das Ganze.

Es ist noch nicht ganz so kontrastreich, wie der Vorschlag der Zeichnerin Katrin Merle, aber es hat der Zeichnung gut getan. Jetzt muss ich das nur noch verinnerlichen.

Ohne die Gruppen und die Tipps, die ich mir dort oder auch bei den Treffen vor Ort holen kann, würde ich “im eigenen Saft kochen”. Erst der kritische Blick von Außen bringt weiter. Auf dass ich noch viel lernen kann!

Big Apple (#VirtualSketch)

Ich war noch niemals in New York, …! Aber Google macht es möglich.

Zuerst trieb ich mich am vorgeschlagenen Treffpunkt herum. Am Times Square fühlte ich mich jedoch mit meinem Bleistift nicht so richtig wohl. So machte ich mich auf den Weg in den Central Park. Hier fand ich einen Blick in Richtung Times Square, auf dem sogar noch Bäume zu sehen sind.

Mit der Laterne im Vordergrund versuchte ich einen Blickfang als Gegenstück zu den Hochhäusern zu setzen.

I’m going to Kansas City (#VitualSketch)

Wieder einmal war ich virtuell in der Welt unterwegs. Dieses Mal ging es nach Kansas City. Zur Abwechslung wurde gleich das Motiv am “Einstieg” gezeichnet.

Das Gebäude lud förmlich dazu ein, mich ein wenig in der Perspektive zu üben.

Hier hat es sogar ein Auto mit aufs Bild geschafft.