„In der Zeitung steht, …

… man hätte ein Mittel gegen Stress gefunden!“ – „Aha, aber was ist Stress?“ – „Das haben sie nicht geschrieben.“

Diese Flens-Werbung fiel uns in unserem Urlaub ein, während wir am Deich saßen und es zum Abendbrot Emser Matjes gab.

Aber der Reihenfolge nach:

Kurz nach dem Start hielten wir schon mal in Linum zum Zeichnen, Kuchenessen und Shoppen. Weiter ging es dann nach Schwerin. Der Stellplatz gegenüber vom Schloss war schon einmal der Teuerste unserer Tour, bis auf ein Stück Parkplatz bot er auch nicht viel. Das hat man davon, wenn man die Preise erst bei der Abreise nachschaut.

Von dort aus ging es weiter Richtung Kiel. In Krummwisch besuchten wir einen Freund auf dem Zeltplatz.

Eben dieser Freund empfahl uns ein paar mögliche nächste Ziele. Wir entschieden uns für Friedrichstadt.

Hier übernachteten wir zweimal. Diese hübsche Stadt hatte einiges zu bieten. Mehr gibt es hier.

In dieser Saison war es uns gelungen, den Landvergnügen-Stellplatzführer zu bestellen. Damit sich das auch gelohnt hat, ging es nun nach Jorg auf den Herzapfelhof.

Direkt neben einem Freibad war der Campingplatz, den wir in Oldenburg ansteuerten. Sollte einem Leser in der Gegend mal das Zeichenmaterial ausgehen, schaut dort mal bei Onken vorbei.

Hatte ich „Landvergnügen“ schon erwähnt? Die nächste Station war das Fairhandelshaus mercado mundial in Schortens. Über die Langsamstraße wanderten wir zur Mühle im Nachbarort Accum.

Ein Schluck Bier gefällig? Jever kannten wir bis dahin nur von grünen Flaschen. Jetzt kennen wir auch die Stadt. Sehr gut essen kann man im Haus der Getreuen.

Auf ans Meer! Jetzt wollten wir endlich ans Wasser. Wir hatten auch Glück. Das Wasser war sogar da! An der Nordsee ist das ja nicht selbstverständlich.

Von Schillig nach Horumersiel waren es nur „ein paar“ Schritte.

„Go West!“ hatten die Pet Shop Boys schon gesungen. Also weiter Richtung Westen. Während der Fahrt hörten wir jedoch Torfrock, das passte mehr in die Gegend. Nächste Station: Dornumer Siel. Hier gab es das eingangs erwähnte Abendbrot am Deich inklusive Sonnenuntergang um 22:04 Uhr.

In Norddeich gab es dann nach einen Eis im Strandkorb einen Ausflug mit den Rädern nach Norden. Wir sind also nach Süden gefahren, um nach Norden zu kommen. Verwirrend! Vor 4 Jahren waren wir schon einmal in Norden zu Gast und ich schenkte dem Hotel damals zum Abschied zwei Zeichnungen. Leider hatte das Hotel zu, die Zeichnungen konnten wir aber an der Wand hängen sehen. Das macht mich ein klein wenig stolz.

Das nächste Ziel war das „Zeicheneldorado“ Greetsiel. Der Stellplatz ist gleich am Ortseingang bei den Zwillingsmühlen. Zum Abend saßen wir am Hafen und schauten den Krabbenfischern bei der Arbeit zu. Wer die Krabben lieber in süß mag, wird beim Nordsee-Bär fündig.

Am nächsten Tag entstanden noch weitere Zeichnung und auch sonst ließen wir es uns gut gehen.

Einen dritten Landvergnügen-Stellplatz fanden wir in der Nähe von Leer in Weener. Ein alter Speicher ist hier zu einem Veranstaltungsort und einer Gaststätte ausgebaut.

Lekker Biertje gab es dann in Groningen, unserer ersten Station in den Niederlanden.

Der Campingplatz war direkt im Stadtpark, keine 3km bis ins Zentrum.

Auf nach Nijmegen! Hier trafen wir gute Bekannte, also nicht, dass wir verabredet gewesen wären. Zufälle gibt es …!

Der nächste Tag sollte im Zeichen des Sommerfestes mit den Kollegen stehen. Naja, jedenfalls dachte ich das. Ich hatte mich aber um einen Tag vertan. Also verbrachten wir den halben Tag im Winkel Center beim shoppen und aßen auf der Firmenterrasse zu Abend (Wein und Käse). Das Fahrzeug auf dem Tagesbild sichert übrigens die Versorgung mit Getränken in der Firma.

Nun aber wirklich Party! Am Vormittag ging es noch kurz in die Stadt und abends feierten wir in größerer Runde. Gleich neben dem Dreirad für die „Tagesgetränke“ ist die Bar für die „Abendgetränke“.

Damit wir es nach der Party nicht zu weit hatten, standen wir gleich auf dem Firmenparkplatz. Das hat man nicht alle Tage. Hier nochmal ein Dankeschön an meinen Arbeitgeber!

Jetzt ging es Richtung Heimat. Die letzte Zwischenstation hieß dann Wolfenbüttel. Hier gibt es einen sehr schönen Stellplatz direkt am Freibad.

Tja, und dann waren 3 Wochen plötzlich vorbei. Eine Menge Erinnerungen und auch einige Zeichnungen haben wir uns mitgebracht.

Ich denke, dass ich meinen „Tagebuch-Stil“ gefunden habe. Vielleicht nehme ich diese Art zu zeichnen auch in mein „Urban Sketcher“-Repertoire auf, wer weiß.

Aber nochmals zur Eingangsfrage – weiß jemand, was „Stress“ ist?

Ach du meine Nase!

Hier kommt gleich noch ein Nachzügler: nachträglich alles Gute zum 60sten Geburtstag, Pitiplatsch!

Am 17. Juni 2022 hatte der kleine Kobold seinen großen Tag. Einen Tag später feierte er seinen Geburtstag mit vielen kleinen und großen Fans im Berliner Tierpark.

Eine Runde Thüringen

Einige Zeichnungen aus dem letzten Urlaub hatten bereits den Weg hierher geschafft. Neben den „klassischen“ Zeichnungen führten wir wieder ein geschriebenes und ein gezeichnetes Tagebuch.

Hier könnt ihr jetzt die Tageszeichnungen sehen.

Da die Stabilo-Stifte ziemlich durchbluteten, verzichteten wir ab dem 4. Tag auf Farbe. An den restlichen Tagen kamen dann wieder die Tuschestifte von Faber-Castell zum Einsatz.

Russische Erde in Weimar

Auch ohne Schillers Anwesenheit ist die Weimarer Fürstengruft etwas ganz Besonderes. An der Rückseite des klassizistischen Baus wurde eine Russisch-Orthodoxe Grabkapelle gebaut.

Diese dient der eingeheirateten Maria Pawlowna als Ruhestätte. Vor dem Bau wurden extra mehrere Wagenladungen Erde aus Russland geholt, damit sie ihrem Glauben entsprechend bestattet werden konnte.

Das Besondere ist jedoch, dass in der Gruft ein Durchbruch geschaffen wurde. So können Maria und ihr protestantischer Mann direkt nebeneinanderliegen.

Sachen gibts …!

Für die Zeichnung habe ich mal die Tuschestifte rausgeholt. Der grüne Stift wurde gerade frisch in Weimar in einem Bastel-Laden in der Nähe des Friedhofes gekauft.

5 Bier bitte!

Wer hat an der Uhr gedreht? Am Freitag informierte mich WordPress, dass ich mit dem Serviervorschlag jetzt 5 Jahre dabei bin.

Mein BLOG hat also seinen 5. Geburtstag feiern können. Viel ist seitdem passiert.

  • 15,8 Tausend Aufrufe meiner Seiten
  • 8.698 Besucher waren da und haben die
  • 495 Artikel gesehen
  • 74 Besucher haben sich entschlossen, dem Serviervorschlag zu folgen

Vielen Dank an alle, die mir hier die Treue halten. Na dann … auf die nächsten 5 Jahre.

EDIM 2021 Teil 3

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

Da habe ich euch doch etwas lange warten lassen. Sorry!

Also; los geht es!

An 15. Tag war Medizin das Thema. Ab einem gewissen Alter mangelt es da nicht an Vorlagen. Voila, hier meine Magentablette.

Weiter geht es mit dem nächsten Thema, zerknülltes Papier. Der erste Versuch endete damit, dass ich den Radierer auf ganz groß gestellt hatte und für einen leeren Arbeitsbereich sorgen musste. Würde ich die Zeichnungen nicht auf dem Tablet machen, das Papier wäre zerknüllt auf dem Boden gelandet. Ein Taschentuch (unbenutzt) wurde dann der Star des Abends.

Beim Thema des nächsten Tages konnte ich mich nicht entscheiden. Zur Auswahl stand ein Pinsel oder ein Stift. Also nahm ich meinen Pinselstift. Dieser wurde mir vom Comic-Zeichner Flix wärmstens empfohlen. Ja, was soll ich sagen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten benutze ich den sehr gern. Danke, Flix!

Eine Interdental-Zahnbürste sollte es am 18. werden. Dafür habe ich in unserem Haushalt kein „Model“ gefunden. Aber Zahnseide war da. Ist das nicht auch sowas?

Am 19. sollte es der Blick aus dem Fenster werden. Nach vorn oder nach hinten? Die Straße oder der Garten? Es wurde die Straße mit unserem Wohnmobil, welches sich schon auf die kommenden Touren freut.

Ein wichtiges Werkzeug ist der Korkenzieher. Daher hatte er es auch auf die Liste von EDIM in diesem Jahr geschafft. Wir haben den immer am Mann / an der Frau, in Form meines Taschenmessers.

Das letzte Thema in diesem Artikel ist ein Gewürzglas. Es wurde eine Mischung aus unserer Salz- und unserer Pfeffermühle.

Der nächste Teil lässt hoffentlich nicht so lange auf sich warten.

Lass es dunkel werden!

Vom 5. bis zum 12. April diesen Jahres ist die International Dark Sky Week. Worum geht es? Ja, wie der Name es schon sagt, es geht um einen dunklen Himmel.

Die Menschen in den Städten dieser Erde kennen heute oftmals keinen dunklen Himmel mehr. In Deutschland muss man Orte, an denen man die Milchstraße sehen kann, schon intensiv suchen.

Inzwischen gibt es den Begriff der Lichtverschmutzung. Wir Menschen machen die Nacht zum Tag. Überall leuchtet es hell.

Inzwischen leben wohl 83% der Menschheit mit einem künstlich erleuchteten Himmel. Das beeinträchtigt nicht nur das Leben des Menschen, auch Tiere leiden darunter. Außerdem ist es eine ziemliche Verschwendung von Energie.

Schaut bitte auf euer Verhalten. Verzichtet auf jedes unnötige Licht und tut der Umwelt einen Gefallen.

Ach ja, das Motiv habe ich von der oben verlinkten Seite ausgeborgt. Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken. Die Idee, das Thema in eine Glühlampe zu packen fand ich jedoch schon reizvoll.

Weiß auf Schwarz

Wieder habe ich etwas gelernt. Wir alle kennen Scherenschnitte, in denen Motive aus schwarzem Papier ausgeschnitten werden. In der Urform war es jedoch farblich genau umgekehrt. Das Motiv wurde aus weißem Papier ausgeschnitten und dann mit dunklem Papier hinterlegt. Man nennt das auch Weißschnitt.

Im Insel-Verlag ist vor ein paar Tagen „Das Kräuterbuch des Johann Christoph Ende“ erschienen. Es handelt sich hierbei um die Umsetzung einer Handschrift, welche auf ca. 1680 datiert wird.

Die Herausgeberin Renate Schipke hat diese alte Handschrift für die heutige Zeit lesbar gemacht und mit einem Nachwort versehen.

Das Besondere an diesem Kräuterbuch sind die Illustrationen. Diese wurden als Weißschnitt angefertigt. Das macht das Werk einmalig.

Wer also Interesse an alten Heilkräutern hat und sich für kunstvolle Scherenschnitte interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Die Wiege des Rundfunks

Am 22.12.1920 wurde in Königs Wusterhausen Geschichte geschrieben.

Um 14 Uhr strahlte man hier die erste Rundfunksendung Deutschlands aus. Vom vorher nur militärisch genutzten Areal wurde ein Weihnachtskonzert gesendet. Das ist doch wirklich ein Fortschritt. Statt Marschbefehl, Musik zum Fest der Liebe.

Das ist doch auf jeden Fall eine Glühlampe wert.

#inktober2020 Teil 4

Und schon ist es wieder vorbei. Wir haben komplett durchgehalten, 31 Tage, 31 Zeichnungen.

Den offiziellen „Survivor Badge“ haben wir uns redlich verdient:

Hier jetzt der vierte Teil meiner Beiträge zum Inktober:

Tag 25: buddy

Ja, bei einem Taucher würde man hier vielleicht ein anderes Motiv erwarten. Ein spontaner Einfall verhinderte dies jedoch. So landete dann die Brille von Buddy Holly in der Lampe.

Tag 26: hide

Bei diesem Thema schaffte es der erste Einfall aufs Blatt. Wer ihn nicht sieht, er hat sich ja versteckt, da ist ein Vogel Strauß.

Tag 27: music

Beim Thema Musik musste ich wieder eine Weile überlegen. Es wurde dann ein Cover einer meiner Lieblingsbands, OMD. Diese CD bekam ich vor ein paar Jahren von der besten Frau der Welt geschenkt. Hier noch einmal ein „Dankeschön“, ich liebe dich!

Tag 28: float

Wieder eine Zeichnung, bei der ich eine Weile überlegt habe. Es wurde ein schwimmender Käfer. Keine Angst, er ist nicht in Seenot. Das Ufer ist nah und direkt nach der Zeichnung flog er auf eine Blume am Rand des Sees.

Tag 29: shoes

Schuhe, aber nicht irgendwelche. Es wurden Schuhe, für die ersten Schritte. Auch wenn es abgedroschen klingt, jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Ich wünsche hiermit insbesondere meinem Enkel eine aufregende, spannende Reise durchs Leben. Du gehst deinen Weg! Da bin ich mir sicher.

Tag 30: ominous

Wieder ein schwieriges Thema. Ich startete dazu einfach mit dem Begriff bei Google eine Bildersuche. Auf einem der Bilder sah ich einen langen dunklen Flur. Das sollte es werden. Als ich jedoch den Stift in die Hand nahm, sah ich dieses Fenster vor mir. Tja, so kann es gehen.

Tag 31: crawl

Das Motiv stand sehr schnell fest. Die Umsetzung dauerte ein wenig länger. Somit ging es mir wie beim Biber. Bevor ich soweit war, hatte sich mein Model fast aus dem Staub gemacht.

Fazit:

Es sind wieder schöne Zeichnungen entstanden. Besonders schön finde ich die unterschiedlichen Zeichentechniken, die sich spontan ergaben. Diese bieten nun Ansatzpunkte, in unterschiedliche Richtungen weiterzumachen. Vielleicht gibt es im nächsten Inktober keine Glühlampen. Ich lasse mich überraschen.

Und vielen Dank auch hier noch einmal an meine Frau. Es war wieder ein schönes Ritual, vor dem Einschlafen gemeinsam zu zeichnen.