Perspektive im Garten

Gestern wollte ich im Garten eine Skizze zur Übung von Perspektiven zeichnen. Als erstes habe ich mir die umstehenden Häuser betrachtet. Aber so richtig wollte der Funke nicht überspringen.

Dann fiel mein Blick auf unsere Süßkirsche. Was, wenn ich den mal aus der Perspektive der Amsel zeichne, die gerade darunter sitzt?

Materialliste:

  • Papier 90g DIN-A5 (Clairfontaine)
  • Vorzeichnung Bleistift HB (Noname)
  • Bleistift 2B (FaberCastell 9000er Serie)
  • Bleistift 9B (LYRA Rembrandt)

Wenn die Natur zurückerobert

Wir waren an diesem Wochenende in Beelitz-Heilstätten. Das eigentliche Ziel war der Baumkronenpfad. Die wirklichen Stars sind jedoch die Ruinen der ehemaligen Heilstättengebäude.

Es ist erstaunlich, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert. Das „Alpenhaus“ hat inzwischen einen Dachwald. Aus vielen Fenstern wachsen Bäume. Es ist eigentlich schon verwunderlich, dass die Gebäude unter der Last noch nicht eingestürzt sind.

Zeichenmotive gibt es dort ohne Ende. Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Das erste Motiv war die ehemalige Liegehalle. Dort konnten die Patientinnen (früher wurde streng auf Geschlechtertrennung geachtet) damals ihre Liegekuren auch bei schlechtem Wetter durchführen. Heute sind nur noch Teile der Rahmenkonstruktion vorhanden.

BeelitzHeilstätten1

Hier konnte ich gemütlich bei einem Becher Kaffee am Tisch sitzen und zeichnen.

Das nächste Motiv sollte eigentlich das Heizkraftwerk werden. Es kam mir aber ein anderes Gebäude dazwischen, die Frauenlungenheilstätte. Sie befindet sich direkt am Weg zum Baumkronenpfad.

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Einerseits tut es einem in der Seele weh, dass diese schönen Häuser langsam verfallen. Andererseits hat gerade dieser Verfall einen gewissen Charme.

Wir waren definitiv nicht das letzte Mal dort. Für das nächste Mal haben wir für uns schon die Führungen durch die Gebäude auf den Plan gesetzt.

Kalenderblatt Juni

Hier kommt der Juni. Ich wurde inzwischen schon „gerügt“, dass die Zeichnung noch nicht veröffentlicht wurde.

Für diesen Monat habe ich einen Löwenzahn ausgewählt. Mit dieser Pflanze fühle ich mich schon seit meiner Kindheit verbunden. Zum einen durch Peter Lustig und zum anderen habe ich unzählige davon an Kaninchen und Meerschweinchen verfüttert.

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Hoch hinaus

Unser Kurzurlaub im Elbsandsteingebirge ist nun leider schon wieder eine ganze Weile her. Trotzdem erinnern wir uns gern an diese schöne Zeit.

Letzte Woche habe ich auch die dritte Zeichnung von dort fertiggestellt. Begonnen hatte ich sie auf den Schrammsteinen. Ihr seht hier einen Ausblick vom Gipfelweg aus.

Übrigens haben wir unseren Sommerurlaub jetzt gebucht. Es geht zu den Friesen. Dort finden sich ganz bestimmt einige Motive. Wir können also gemeinsam gespannt sein.

Stachelbeere zum Geburtstag

Ich gebe zu, wir als Eltern sind an der Situation nicht ganz unschuldig. Aber das lässt sich im Nachhinein auch nicht mehr ändern. Unsere Tochter hat in der Vorweihnachtszeit Geburtstag.

Nun möchte man sich ja nicht unbedingt einen Strauß Blumen in die weihnachtlich geschmückte Wohnung stellen. Anders herum ist es auch unpassend, ein Weihnachtsgesteck zum Geburtstag zu schenken. Somit gab es meistens Gutscheine für einen Blumenstrauß, der im Laufe das Jahres eingelöst wurde.

Für dieses Jahr hat sie sich eine Stachelbeere für die Terrasse gewünscht. Da man ja jetzt nicht mit leeren Händen erscheinen möchte, musste also besagter Gutschein erstellt werden. Die Bitte meiner Frau war:“Zeichne doch bitte rasch einen Stachelbeerstrauch.“. Nun habe ich inzwischen einen gewissen Anspruch an meine Zeichnungen und „schnell“ geht nicht mehr. Leider findet sich zu dieser Jahreszeit schwerlich ein Strauch mit Blättern in der freien Natur. Daher musste eine Zeichnung von der Wikipedia-Seite als Vorlage herhalten.

Hier das Ergebnis:

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Zeit bringt Rosen, …

Vor einiger Zeit berichtete ich hier von einem neugekauften Bleistift. Die allererste Zeichnung, die ich mit ihm zeichnete, war für einen anderen Blog bestimmt. Auf Diesen bin ich über den WordPress-Reader über das Schlagwort „Zeichnen“ gestoßen. Es handelt sich um den Blog „999 Rosen“ von Martina Wald.

Die Zeichnung wurde dort sogar in die Liste der Gast-Zeichnungen aufgenommen. Vielen Dank an Martina!

Bleistiftzeichnung einer Rose

Ich bereue den Kauf des Stiftes übrigens nicht. Es macht Spaß, mit ihm zu Zeichnen. In den danach entstandenen Zeichnungen habe ich ihn meist für die filigranen Arbeiten benutzt. Wie man jedoch oben sieht, können mit ihm auch komplette Motive entstehen.

Einmal rund um Stolberg

Stolberg Panorama

Ich habe noch ein paar angefangene Zeichnungen im Block, aber heute gibt es ein paar Fotos rund um Stolberg.

Als Erstes ein Panoramablick mit Schloss und Sankt-Martini-Kirche von „Unteren Bandweg“ aus aufgenommen. Der untere und der obere Bandweg führen um Stolberg herum. Viele Bänke laden ein, den jeweiligen Ausblick zu genießen.

Wenn man am (stillgelegten) Bahnhof startet, läuft man auf dem oberen Bandweg wie durch einen Tunnel aus Bäumen.

Oberer Bandweg

Wundersame Wurzeln regen die Fantasie an und lassen die abenteuerlichsten Tiere entstehen.

Wurzel

Im Bild ist das leider nicht so gut zu erkennen, aber für uns lag dort eine dicke Echse auf dem Stamm.

Minibrücke

Diese „Käferbrücke“ hat mich beeindruckt. Ich hatte sie erst von der anderen Seite aus fotografiert. Das wirkte aber nicht halb so gut, wie von dieser Seite aus. Wenn man aber alles Interessante hätte fotografieren wollen, wir wären nicht allzu weit gekommen.

Pilze

Pilze, Beeren, Schnecken (Was wollen die ganzen Weinbergschnecken eigentlich auf den Bäumen?), Vögel, Füchse und noch viel mehr war zu entdecken. Sogar ein Paketdienstfahrer, der im Wald seine Mittagspause verschlief.

Hunrods EicheAuf dem Weg nach Hainfeld kamen wir an der über 1000 Jahre alten Hunrods Eiche vorbei. Leider sieht die nicht mehr so richtig lebendig aus. Zum Glück wurde 2015 gleich nebenan eine neue Eiche gepflanzt. Die ist mit ihren jetzt 21 Lenzen noch sehr klein, aber wir hoffen mal auf die nächsten 1000 Jahre. Wer will, kann dann ja mal nachschauen, was draus geworden ist.
Weiter durch Hainfeld ging es an einer Wiese vorbei, auf der ein einzelner Baum stand. Der landete später noch im Zeichenblock.

Vorher standen wir aber noch an der Ampel (Viehtrieb?). Sie hat aber nicht auf grün umgeschaltet. Wir sind dann einfach weitergegangen. Es kam auch keiner. Dolles Ding! Interessanter Weise stand in der Gegenrichtung keine Ampel.

Ampel

Danach gab es ein Picknick auf der Wiese.4046319690img_2719

Zu Obst, Wasser und Marzipan gab es die Erkenntnis, dass es nicht sehr klug ist, sich auf Brennnesseln zu setzen. Die Wade brennt jetzt noch. Wieder was von meiner Frau gelernt. „Schau hin, bevor du dich setzt!“ ;-). Seltsamer Weise waren auch nur dort, wo ich saß, die Brennesseln. Als Tee mag ich die Dinger ja wirklich. Aber sonst … es gibt Schöneres.

Weiter ging es wieder Richtung Stolberg. Irgendwann gab es ein Déjà-vu. An dieser Kreuzung waren wir bei unserer Wanderung zum Birkenkopf schon vorbeigekommen.

Da wir so viel vom Stolberger Hirsch gehört hatten, stand der auch noch auf der Liste. Also auf der anderen Straßenseite wieder in den Wald und den Hirsch suchen.

Hirschdenkmal
Hier fällt mir gerade etwas ein, die Gegend um Stolberg herum ist ein wunderbares Wandergebiet. Ohne Karte und/oder Wander-App ist man jedoch schnell länger unterwegs, als gewollt. Auf die Ausschilderung ist in vielen Fällen kein Verlass. Entweder gibt es gar keine Schilder, die Schilder sind missverständlich oder die Zeichen am Weg sind nicht die, die auf den Schildern stehen. So sollte heute ein Weg mit einem gelben Punkt markiert sein, der aber an keinem Baum zu finden war. Gefunden haben wir nur Dreiecke und rote Striche.

Baumpilz
Kurz vor dem Schloss konnten wir an den Wurzeln einer toten Buche noch riesige Pilze bewundern.

Am Schloss angekommen, belohnten wir uns mit einem Stück FriWi-Kuchen. FriWi kann man aber nicht beschreiben, wer die Kekse von früher noch kennt (VEB Feingebäck), die schmecken noch genau so. Der Kuchen und das Eis sind ein Gedicht. Und wer ordentlich gelaufen ist, der darf sich auch verwöhnen.

FriWi-Kuchen
Zum Abendbrot haben wir uns noch in der Fleischerei Schneider eingedeckt. Zusammen mit Sultan-Zwieback von Friwi gab es das in einer der Sitzecken auf dem Hotelgelände bei herrlichem Ausblick. Ach ja, das Bier haben wir uns von der Hotelbar geholt.

Harz – Frankenteich

Ja, ich gebe zu, der Eintrag von vorhin war ein wenig geflunkert. Wir sind nicht erst fast im Urlaub.

Wir hatten heute unseren Wanderauftakt. Damit wir uns nicht verlaufen habe ich mir auf meinem Telefon Maps3d installiert. Ich denke mal, die 4,99 waren gut investiert. Wanderrouten bekommt man hier von der Internetseite der Stadt Stolberg als gpx-Datei. So konnten wir zwischendurch immer mal schauen, ob wir noch auf dem geplanten Weg waren.

Wir wollten am Josephskreuz vorbei zum Frankenteich. Hat auch gut geklappt. Als wir uns zwischendurch einmal nur auf die Wegweiser verlassen hatten, liefen wir einen Umweg. Dafür haben wir später abgekürzt, weil wir nicht an der Straße laufen wollten.

Das Kreuz war schon sehr interessant aber so richtig schön war es am Teich. Hier saßen wir ungestört mitten in der Natur und konnten zeichnen.


Es ist noch nicht fertig, aber ich glaube man sieht schon, wo es hingeht.

Nach dem Abendbrot im Gasthaus Kupfer gab es von der Kellnerin noch ein paar Tipps rund um Stolberg und Stellen, an denen es sich lohnen soll, zu zeichnen. Ich bin ja mal gespannt.

Urlaubsvorbereitung

In Vorbereitung auf den Urlaub habe ich für meine Frau einen Skizzenblock gekauft. Damit er nicht so leer ist, habe ich ihr auf dem ersten Blatt eine Sonnenblume gezeichnet.


Die bleibt erst einmal im Block. Zur Sicherheit ist die Zeichnung mit Fixativ bearbeitet.

Ich hoffe, da kommen jetzt noch ganz viele Zeichnungen dazu. Immerhin sind ja noch 49 Seiten frei.

Es ist übrigens ein Block von Schwartz. Das 120g/m2 Papier ist in der Größe A5 und es lässt sich darauf wunderbar zeichnen. Wenn meine Blöcke leer sind, werde ich mir auch diesen holen. Es sei denn, es findet sich etwas noch Besseres.