Inktober, Rote Liste Teil 3

Mit Erschrecken fiel mir vor ein paar Tagen ein, dass ich hier noch den 3. Teil der Inktober-Zeichnungen schulde.

Nun also frisch ans Werk und nachgeholt:

21. Fuzzy

Ist er nicht flauschig der Kleine? Nur leider schrumpft auch für den Roten Panda der Lebensraum. Da hilft auch das niedliche Aussehen nichts.

22. Open

In der offenen Welt der Arktis hat der Eisbär eigentlich keine Feinde. Naja, bis auf uns Menschen. Der Klimawandel kommt diesen wundervollen Tieren auch nicht gelegen. Ihnen schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Füßen weg.

23. Leak

Ein Leck in der Staumauer würde den Aalen helfen, auf ihrem Weg zwischen der Sargassosee und ihren Geburtsstätten. Aber auch der Fischfang, insbesondere auch auf die Jungfische, die Glasaale, gefährdet sie.

24. Extinct

Für diesen Tag stand das Tier von Anfang an fest, der Dodo. Nach seiner Entdeckung hatte diese Vogelart nicht mehr viel Zeit auf der Erde. Dem Vogel wurde sein fehlender Fluchtinstinkt zum Verhängnis. Seefahrern war er eine willkommen Abwechslung auf dem Speiseplan.

25. Splat

Das Platschen einer Walfluke auf dem Wasser ist sehr beeindruckend. Der Walfang und der immer stärkere Verkehr auf den Weltmeeren sorgt leider dafür, dass es immer weniger dieser imposanten Tiere gibt.

26. Connect

Im Hochzeitsflug greift das Libellen-Männchen seine Auserwählte fest im Nacken. Verbunden sehen sie aus, wie ein Herz. Aber auch diese schillernden Schönheiten haben es heutzutage ebenfalls nicht mehr leicht.

27. Spark

Ganz früher glaubten die Menschen, dass die Hautsekrete des Feuersalamanders Feuer löschen und sie die Flammen unbeschadet überstehen würden. Heute weiß man es besser. Durch den Schwund seines Lebensraumes kann diese Erkenntnis ihm jedoch nicht wirklich helfen. Die Bestände sind weiterhin gefährdet.

28. Crispy

Crispy leaf, das Herbstlaub auf dem Boden, raschelt, wenn der Gartenschläfer hindurchläuft. Aber er wäre nicht in dieser Serie, wäre er nicht gefährdet. Sein Verbreitungsgebiet ist bereits stark geschrumpft.

29. Patch

Wie eine Patch-Work-Decke sieht die Haut des Nashorns aus. Diese Art, das Java-Nashorn, kann wohl nicht mehr gerettet werden. Dafür sind sie bereits zu wenige Tiere.

30. Slither

An Land rutschen sie ein wenig unbeholfen. Im Wasser bewegen sie sich jedoch dann ziemlich elegant. Das ist das Element der Robben. Doch gerade für die Mönchsrobbe muss der Schutz deutlich ausgebaut werden, damit sie nicht aussterben.

31. Risk

Es war mir wichtig, in dieser Serie einen Hai mit dabeizuhaben. Eines der größten und auch brutalsten Probleme ist das Finning. Gefangenen Haien werden die Flossen abgetrennt und die Tiere wieder ins Wasser geworfen. Aber auch sonst wird er stark bejagt. Isst jemand von meinen Lesern „Schillerlocke“? Auch das ist Hai! Man gefährdet damit nicht nur den Bestand dieser Tiere, sondern auch seine Gesundheit. Mit Methyl-Quecksilber ist nicht zu spaßen.

Inktober 2021 war anstrengend, hauptsächlich das Finden der Motive. Aber auch die Erkenntnis, wie viele Tierarten in ihren Beständen gefährdet sind, ist schon recht deprimierend.

Technisch muss ich sagen, dass ich mich mit dem Tablet und der Software Procreate immer besser fühle. Und die Pinsel von Ittai Manero machen ebenfalls richtig Spaß. Vielen Dank dafür nach Spanien!

Bei Enten zu Gast

Abendbrot gab es gestern bei uns außer Haus. Wir packten Wein, Wurst und Kekse ein, schnappten uns die Räder und radelten zur Dahme. Am Ufer des Flusses machten wir es uns gemütlich.

Zweimal bekamen wir Besuch von einer Entenfamilie, die unsere Vorräte, Rucksäcke und Zeichenutensilien intensiv untersuchten.

Trotz dieser Ablenkung konnte ich eine Zeichnung anfertigen.

Erkenntnisse des Abends, wir müssen das öfter machen, der Wein war gut, Enten klauen TUC-Kekse und ich brauche bald einen neuen 9B-Stift.

Ach ja, ich muss wieder ein wenig mehr Sport machen. Von diesem kurzen Ausflug habe ich mir einen kleinen Muskelkater geholt. Das ist kein gutes Zeichen.

Es schneit, es schneit …

Seit langer Zeit hat es in Berlin mal wieder geschneit. Nach dem Frühstück drehten wir eine Runde, um den Schnee unter den Füßen knirschen zu hören.

Die Zeichnung ist auf dem iPad in Procreate entstanden. Verwendet habe ich für die Zeichnung den Pinsel „Feine Spitze“ aus dem Set Tusche. Nur bei meinem Kürzel nahm ich mit „Tuschzeichner“ einen anderen Pinsel.

Barcelona (#USkVirtual)

Auf nach Barcelona! Offensichtlich hielt der Reiseleiter die Karte falsch und wir landeten auf der griechischen Insel Santorino.

Aber wenn ich schon mal hier bin, … Ein zweites Mal im Rahmen der virtuellen Reisen gab ich noch rasch den Markern eine Chance.

Ich stelle fest, ich bin doch eher der „Bleistifttyp“. Die Marker ziehen erstmal wieder zurück in den Schrank.

In Barcelona dann doch endlich angekommen, irrte ich einen ganze Weile durch die Straßen. Es kam einfach kein Motiv vorbei, das rief: „Zeichne mich!“. Ich wollte gerade aufgeben, da hörte ich es rufen.

Mit dem Bleistift zwischen den Fingern fühlte ich mich deutlich wohler beim Zeichnen. Ich hoffe, das kann man auch sehen.

Perspektive im Garten

Gestern wollte ich im Garten eine Skizze zur Übung von Perspektiven zeichnen. Als erstes habe ich mir die umstehenden Häuser betrachtet. Aber so richtig wollte der Funke nicht überspringen.

Dann fiel mein Blick auf unsere Süßkirsche. Was, wenn ich den mal aus der Perspektive der Amsel zeichne, die gerade darunter sitzt?

Materialliste:

  • Papier 90g DIN-A5 (Clairfontaine)
  • Vorzeichnung Bleistift HB (Noname)
  • Bleistift 2B (FaberCastell 9000er Serie)
  • Bleistift 9B (LYRA Rembrandt)

Bäume und Gräber

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, in den Kletterpark in Bad Saarow zu gehen. Die Tür stand auch offen. Leider waren wir aber offensichtlich zu früh dran. Der Saisonstart ist erst in einer Woche.

Zeit für eine Zeichnung war aber trotzdem. Auf dem Gelände des Kletterparks befand sich vor langer Zeit die Begräbnisstätte der Familie Bonserie. Nach Plünderungen 1945 wurden die „Bewohner“ umgebettet und das Gelände verfiel. Auf der Zeichnung ist das ehemalige Mausoleum zu sehen.

Materialliste:

  • Papier 170g DIN-A5 (Boesner)
  • Vorzeichnung Bleistift HB (Noname)
  • Bleistift 2B, 8B (FaberCastell 9000er Serie)
  • Pentel Orenz 0,2 B

Sachsens Leuchttürme

In diesem Urlaub konnte ich meinen Zyklus „Sachsens Leuchttürme“ fertigstellen.

IMG_4250_Mobu_Lt

Da es sich bei dem Moritzburger Leuchtturm, laut Auskunft vor Ort, um den einzigen Leuchtturm in Sachsen handelt, ist es nur eine einzelne Zeichnung.

Dieser Leuchtturm ist einer der ältesten Binnenleuchttürme Deutschlands. Gebaut wurde er sozusagen als Kulisse für nachgestellte Seeschlachten. Aber auch der DEFA-Märchenfilm „Sechse kommen durch die Welt“ aus dem Jahr 1972 wurde teilweise hier gedreht.

Kalenderblatt Oktober

Leise rieselt das Laub. Ein Motiv für den Oktober zu finden, war nicht sonderlich schwer. Überall lag Laub auf den Wegen. Leider lassen sich die herbstlichen Farben in einer Bleistiftzeichnung schwer vermitteln. Gerade der Ahorn ist in Bezug auf die Farbgebung im Herbst ja sehr freigiebig.

IMG_1750

Wenn die Natur zurückerobert

Wir waren an diesem Wochenende in Beelitz-Heilstätten. Das eigentliche Ziel war der Baumkronenpfad. Die wirklichen Stars sind jedoch die Ruinen der ehemaligen Heilstättengebäude.

Es ist erstaunlich, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert. Das „Alpenhaus“ hat inzwischen einen Dachwald. Aus vielen Fenstern wachsen Bäume. Es ist eigentlich schon verwunderlich, dass die Gebäude unter der Last noch nicht eingestürzt sind.

Zeichenmotive gibt es dort ohne Ende. Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Das erste Motiv war die ehemalige Liegehalle. Dort konnten die Patientinnen (früher wurde streng auf Geschlechtertrennung geachtet) damals ihre Liegekuren auch bei schlechtem Wetter durchführen. Heute sind nur noch Teile der Rahmenkonstruktion vorhanden.

BeelitzHeilstätten1

Hier konnte ich gemütlich bei einem Becher Kaffee am Tisch sitzen und zeichnen.

Das nächste Motiv sollte eigentlich das Heizkraftwerk werden. Es kam mir aber ein anderes Gebäude dazwischen, die Frauenlungenheilstätte. Sie befindet sich direkt am Weg zum Baumkronenpfad.

IMG_4249_Beelitz

Einerseits tut es einem in der Seele weh, dass diese schönen Häuser langsam verfallen. Andererseits hat gerade dieser Verfall einen gewissen Charme.

Wir waren definitiv nicht das letzte Mal dort. Für das nächste Mal haben wir für uns schon die Führungen durch die Gebäude auf den Plan gesetzt.

Von Frau Amsel beobachtet

Vor ein paar Wochen habe ich den Süßkirschbaum in unserem Garten zurückgeschnitten. Nach einer Weile fühlte ich mich beobachtet. Ich sah mich um und entdeckte eine aufgeplusterte Amseldame, die sich offensichtlich für Baumschnitt interessierte.

Erst dachte ich, ihr geht es nicht so gut. Immer wieder hört man ja vom Usutu-Virus, dem in diesem Jahr schon wieder sehr viele Amseln zum Opfer gefallen sind.

Zum Glück ging es ihr aber gut. Als sie sah, dass ich mich mehr mit ihr als mit dem Baum beschäftigte, ging sie gemächlich in den Nachbargarten. Ich sagte ihr noch, sie solle sich vor den Katzen in Acht nehmen und widmete mich wieder dem Baum.