Ruhe im Kloster

Wer jetzt Angst hatte, dass ich aus dem Hamleys nicht mehr rausgekommen wäre, der sei hiermit beruhigt. Vier Zeichnungen wurden in Prag angefangen und eine davon ist schon fertig.

Die fertige Zeichnung zeige ich heute.

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Es ist das Kloster Strahov. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet und über die Jahre immer weiter ausgebaut. Laut Wikipedia hat dieses Kloster eine sehenswerte Bibliothek mit zahlreichen Unikaten. Eine der größten Kostbarkeiten ist das „Evangeliar von Strahov“, eine Handschrift aus dem 9./10. Jahrhundert.

Freut euch noch auf das Tor der Karlsbrücke zur Prager Kleinseite, die Teynkirche und (für Travis; ich hoffe, dass du die hier meintest) „St. Maria unter der Kette“.

Tsambika

Heute gibt es nach langer Zeit wieder eine Bleistiftzeichnung. Dieses Mal ein Motiv, welches mir sehr am Herzen liegt. Es ist die Pforte zum Kloster Tsambika auf der Insel Rhodos. Es liegt auf der Spitze eines Berges. Dieses Kloster ist auch heute noch ein Pilgerziel unzähliger Paare, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt. Hier wird die Jungfrau Maria angebetet, dass es mit einer Schwangerschaft doch noch klappt.

Als wir das erste Mal vor 25 Jahren dort waren, war unsere Tochter 2 cm groß. Wir hatten das mit der Schwangerschaft also schon geschafft.

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Trotzdem haben wir das Gefühl, dass irgendjemand seitdem schützend die Hand über uns gehalten hat und wir eine wunderbare Tochter bekamen.

Beim Besuch im April diesen Jahres, war es ein ganz seltsames Gefühl dort oben auf dem Berg. Diese Zeichnung anzufertigen war mir sehr wichtig.

Auf der Suche nach Spirituellem

Eigentlich war für heute ein Besuch des Ortes Zorge geplant. Aber wir mussten feststellen, dass es nur einen Grund gibt, dort hinzufahren, die Brennerei Hammerschmiede.

Whiskyfass
Hier wird der Harzer Whisky Glen Els gebrannt. Kleiner Tipp, wer hier eine Tour durch die Räume machen will, muss über die Internetseite vorbuchen. Bis zur Führung hatten wir noch 2,5 Stunden Zeit und wollten auch noch etwas essen. Da Zorge hier nicht allzuviel bietet, fuhren wir in den Nachbarort Walkenried. Ein Mitarbeiter von der Hammerschmiede empfahl uns den Fleischer beim Edeka (es war aber ein Norma). Frisch gestärkt machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Kloster. Leider hatten wir inzwischen nur noch eine Stunde Zeit. Also machten wir nur ein paar Fotos und fuhren wieder nach Zorge.

Pünktlich um 15 Uhr ging es dann los. Es war spannend, den Weg des Whiskys von den Zutaten bis zur Etikettierung und Verpackung zu verfolgen. Nach der Führung hat man dann die Möglichkeit die teilweise hochgeistigen Getränke zu verkosten.

Ein paar Euro ärmer machten wir uns wieder auf den Weg zum Kloster, um auch hier noch etwas für den Geist mitzunehmen. Das eigentliche Motiv hatte ich schon gewählt. Die Blickrichtung war erst noch unklar. Hier passte eine Bank gegenüber des Klosters. Auf der Bank dann ganz links sitzend, konnte ich durch das Fenster in der Mitte die Bäume hinter dem Kloster sehen.

Während ich mich in meine Zeichnung vertiefte, machte sich meine Frau auf die Suche nach einer Gaststätte. Aus der Klosterschänke rief sie mich an und gab mir die Speisekarte durch. Für mich sollte es eine Roulade sein. Da die Klöße frisch zubereitet wurden, konnte ich noch etwas weiterzeichnen. Ich war dann aber so vertieft, dass es 8 Anrufe bedurfte, damit ich mich auf den Weg zur Schänke machte.

Das Essen war richtig gut. Wir aßen auch brav auf, immerhin soll sich die Sonne ja mal wieder blicken lassen.