7 Tage Griechenland

Zu Weihnachten wurde meine Stiftesammlung mit zusätzlichen Tuschestiften erweitert.

Da Kalligraphie nicht so meine Richtung ist, verschwanden sie erst einmal im Schrank. Dort lagen sie gemeinsam mit einem Block.

Kurz vor dem Urlaub auf Rhodos hatte ich eine Idee, was ich damit machen könnte. In einigen Urlauben hatte ich bereits „Tagebuch“ geschrieben. Vielleicht könnte ich ja zur Abwechslung mal ein Tagebuch zeichnen. Inspiriert von einigen Veröffentlichungen der Urban Sketcher wanderten das Buch und die Stifte in den Rucksack.

Auf die erste Seite kam der Umriss der Insel. Hier wurden so nach und nach die Orte eingetragen, die wir besuchten.

Zaghaft ging es los. Erst einmal musste ich mich an die ungewohnten Stifte herantasten.

Auch beim Essen des ersten griechischen Salat traute ich mich noch nicht so richtig. Der Baum in der Taverne Pizanias in Rhodos-Stadt geht da schon eher in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte.

Am nächsten Tag waren wir in der Umgebung des Hotels unterwegs. Direkt neben einem der Strände ist das „Kapari“. Es gab es für uns ein Bier. Hier musste ich beim Zeichnen auf die Sachen aufpassen, der Wind schien sich sehr dafür zu interessieren.

Nachdem ich mich am Vortag entschieden hatte, für jeden Tag eine Doppelseite zu nehmen, versuchte ich es in Lindos mit einer Zeichnung über beide Seiten. Die Akropolis hatten wir dieses Mal nicht besucht. In drei der unzähligen Dach-Restaurants waren wir.

Für den Sonntag stand die Wanderung nach Tsambika auf dem Programm. Auf dem linken Bild war der erste Berg erklommen und wir konnten unser Ziel in der Ferne schon sehen.

In einem Olivenhain auf dem Rückweg konnten wir die Ziegen dabei beobachten, wie sie die Blätter von den Bäumen klauten.

Über Google Earth hatte ich gesehen, dass es auf der Insel einen recht großen Stausee gibt. Den wollte ich unbedingt sehen. Wir umrundeten ihn mit dem Auto und waren sehr froh, einen Geländewagen genommen zu haben. So kann uns auch niemand vorwerfen, wir hätten ihn nicht artgerecht gehalten.

Weiter ging es dann, nach einem leckeren Salat in Laerma, in Richtung Südspitze. Dort wollte ich noch den Leuchtturm von Prasonisi zeichnen. Leider war die verbindende Sandbank vom Meer überspült. Wir sammelten noch ein wenig Müll auf dem Strand und machten uns dann auf den Rückweg. Einen kurzen Stopp legten wir noch an einer ehemaligen Seidenfabrik ein. Die bekommt aber noch einen eigenen Beitrag.

An unserem letzten ganzen Tag auf Rhodos ging es noch einmal nach Norden. Die erste Station war Kallithea. Hierzu wird es bestimmt auch noch einen Beitrag geben. Von dort aus wollten wir nach Filerimos. Bei einer ungeplanten Zwischenstation in Koskinou entstand noch die Skizze einer Gasse. Hier ein kleiner Tipp: wenn man nur einen griechischen Salat möchte, sollte man sich vom Kellner nicht zu etwas anderem überreden lassen. Es ist einfach schade um das viele Essen.

Filerimos haben wir dann auch noch gefunden. Auch dort könnte man komplette Skizzenbücher füllen.

Auch der schönste Urlaub ist irgendwann zu Ende. Wir haben aber viele schöne Erinnerungen und einige Zeichnungen mit nach Hause genommen. Ein nächster Besuch auf der Insel ist ebenfalls geplant.

Wer zum Zeichnen auf die Insel möchte, dem würde ich mindestens folgende Orte empfehlen:

  • Altstadt von Rhodos-Stadt
  • Lindos
  • Kallithea
  • Filerimos
  • Monolithos
  • Koskinou

Die Reihenfolge ist völlig wertungsfrei. Natürlich gibt es auch noch andere schöne Orte und Landschaften.

Mit der Zeichentechnik konnte ich mich einigermaßen anfreunden. Denke aber, es liegt noch einiges an Übung vor mir. Noch verkrampfe ich ein wenig. Stellenweise fällt das in den Zeichnungen direkt auf. Es macht aber durchaus Spaß, auch einmal über den Tellerrand hinauszuschauen. Stellenweise fühlte ich mich auch durch die Farbauswahl ein wenig eingeschränkt. Auf der anderen Seite half das jedoch auch bei der Konzentration aufs Wesentliche.

Auf zur Kleinseite

Als weiteres Motiv stand die Karlsbrücke auf meinem Plan. Unklar war jedoch, wie die Zeichnung werden sollte. Mein erster Gedanke war eigentlich, die Brücke von der Seite mit dem Hradschin im Hintergrund zu zeichnen.

Spontan entschied ich mich dann jedoch für die Brückentürme der Kleinseite. Während in Richtung Altstadt ein einzelner Turm steht, sind es hier zwei Türme. Diese sind durch einen Torbogen verbunden.

Mit klammen Fingern musste ich mich nach der Vorzeichnung erst einmal, bei einer heißen Schokolade mit meiner Frau, aufwärmen.

Vor dem Týn

Týn oder das eher bekannte Teyn bezeichnete einen Handelshof in der Prager Altstadt. Hier konnten ausländische Kaufleute übernachten. Außerdem wurden hier auch die Zölle kassiert.

Die daneben befindliche römisch-katholische Kirche bekam daher den Namen „Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn“. Das war den Leuten aber wahrscheinlich zu lang, also kennt man sie unter dem Namen Teynkirche.

Mich fasziniert dieses Gebäude jedes Mal aufs Neue. Vor einigen Jahren habe ich sie schon einmal gezeichnet. Diese Zeichnung hatten wir Freunden zu einem Jubiläum geschenkt. Somit stand für mich bei diesem Pragbesuch das erste Motiv von vornherein fest. In meiner Sammlung durfte sie nicht fehlen.

Bin ein Friesenjung

Bei einem Besuch in Ostfriesland stand natürlich auch der Pilsumer Leuchtturm auf dem Programm. Ohne den gesehen zu haben, wäre ich nicht nach Hause gefahren.

Ich muss sagen, es hatte sich gelohnt. Es ist ein wirklich schöner Leuchtturm. Leider leuchtet er nicht mehr.

Was mich ein wenig gestört hatte, war ein Zaunfeld, an welchem gefühlt tausende „Liebesschlösser“ hingen. Ich kann zum einen diesem Trend nichts abgewinnen, zum anderen störte das das Gesamtbild. Ich habe mir die künstlerische Freiheit gelassen, das einfach wegzulassen.

Wer sich den Leuchtturm übrigens auch von innen betrachten möchte, muss an einem Sonntag dort hin. Dann sind wohl auch Führungen.

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Im Norden in Norden

Unser Sommerurlaub führte uns nach Norden, in die Stadt Norden in Ostfriesland.

Gewohnt haben wir im Stadthotel Smutje. Wenn wir noch einmal in der Gegend sein sollten, dort würden wir wieder „absteigen“. Dieses Hotel ist wirklich eine Empfehlung wert. Das ganze Team sorgt für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Hier nochmal ein „Danke“ dafür.

Woran es in  Ostfriesland auf keinen Fall mangelt: Motive zum Zeichnen. Angefangen habe ich mit der Lutgeri-Kirche direkt in Norden. Gezeichnet habe ich sie sozusagen von der Rückseite aus. Der ehemalige Friedhof bot den besten Blick auf dieses imposante Gebäude.

Ich habe beim Zeichnen wieder versucht, durch die Schatten, Tiefe ins Bild zu bringen. Mir persönlich gefällt, ehrlich gesagt, der Mittlere der 3 Grabsteine fast am besten.

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Hoch hinaus

Unser Kurzurlaub im Elbsandsteingebirge ist nun leider schon wieder eine ganze Weile her. Trotzdem erinnern wir uns gern an diese schöne Zeit.

Letzte Woche habe ich auch die dritte Zeichnung von dort fertiggestellt. Begonnen hatte ich sie auf den Schrammsteinen. Ihr seht hier einen Ausblick vom Gipfelweg aus.

Übrigens haben wir unseren Sommerurlaub jetzt gebucht. Es geht zu den Friesen. Dort finden sich ganz bestimmt einige Motive. Wir können also gemeinsam gespannt sein.

Im schönen Pillerseetal 

Im Pillerseetal gleich neben Hochfilzen liegt der beschauliche Campingplatz Maurerhäusl. Neben dem Wohnmobil sitzend habe ich die folgende Zeichnung angefertigt.  Wenn ich die Karte richtig interpretiert habe, gehören die Berge in der Mitte zum Spielberghorn. Jeden Morgen schob sich ein Wolkenband am Fuße des Berges vorbei.

Die Landschaft ist phantastisch. Gestern haben wir eine wunderschöne Wanderung über den Warminger Hochweg gemacht.

Wer Abstand vom Alltag sucht, hier wird er fündig.

Sonne, liebe Sonne …

Ich habe ja nichts gegen gelegentliche Regenschauer. Ein mehrtägiger Dauerregen und das auch noch, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, nee, nicht mein Fall.

Vielleicht haben wir uns nur das falsche Gefährt ausgesucht.

Wenigstens haben wir keinen Keller, der volllaufen kann.

Morgen, ab in den Süden!

Morgen ist es soweit. Lange haben wir uns darauf gefreut. Urlaub! Die Wohnung sieht aus, wie kurz vorm Umzug. Die Meerschweinchen beobachten das Ganze mit leicht skeptischem Blick.

Morgen wird das Wohnmobil abgeholt. Die ganzen Stapel und Häufchen werden verstaut und ab ins Abenteuer.

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Morgen geht es Richtung Südtirol. Natürlich nicht in einem Rutsch. Wir haben ein paar geplante Zwischenstopps, aber das soll uns nicht davon abhalten, an schönen Orten zu verweilen. Unter den einzupackenden Dingen befinden sich natürlich auch meine Zeichenutensilien. Ich werde euch teilhaben lassen.

Morgen, ja morgen geht es los.