Eine 500 und 2 Dichterfürsten

Ein Jubiläum beim Serviervorschlag: der 500ste Beitrag. Leute, wie die Zeit vergeht!

Lange habe ich überlegt, um was es in diesem besonderen Beitrag gehen soll. Die Entscheidung ist gefallen. Wer, wenn nicht die beiden großen Dichter Goethe und Schiller, haben es verdient, das Thema zu sein.

Wir sind zur Zeit mit unserm Wohnmobil unterwegs in Thüringen. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in Weimar. Die erste Zeichnung aus dieser Stadt, war die von Schillers Wohnhaus.

Am darauffolgenden Tag ging es dann zu Goethes Gartenhaus.

Am dritten Tag besuchten wir die Beiden in ihrer derzeitigen Behausung. Aber leider mussten wir erfahren, dass Schiller grad nicht zu Hause ist und niemand weiß, wo er sich herumtreibt. Naja, Künstler eben …!

Bei Enten zu Gast

Abendbrot gab es gestern bei uns außer Haus. Wir packten Wein, Wurst und Kekse ein, schnappten uns die Räder und radelten zur Dahme. Am Ufer des Flusses machten wir es uns gemütlich.

Zweimal bekamen wir Besuch von einer Entenfamilie, die unsere Vorräte, Rucksäcke und Zeichenutensilien intensiv untersuchten.

Trotz dieser Ablenkung konnte ich eine Zeichnung anfertigen.

Erkenntnisse des Abends, wir müssen das öfter machen, der Wein war gut, Enten klauen TUC-Kekse und ich brauche bald einen neuen 9B-Stift.

Ach ja, ich muss wieder ein wenig mehr Sport machen. Von diesem kurzen Ausflug habe ich mir einen kleinen Muskelkater geholt. Das ist kein gutes Zeichen.

Spontaner Besuch im Park

Eigentlich war der Tag komplett anders geplant. Das Wohnmobil hatte einen Termin zur Durchsicht. Zum Abend sollten wir es wieder abholen können. Die Zwischenzeit wollten wir uns im Tierpark vertreiben. Wie gesagt, es kam anders. Wir waren kaum aus dem Womo raus, da legte der Techniker schon los und ehe wir uns versahen, war alles erledigt.

Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag? Doch noch in den Tierpark? Doch wo parkt man dort ein Wohnmobil? Also war der Ersatzplan, dass wir Richtung Heimat fahren und einfach mal schauen.

Gleichzeitig sahen wir die Hinweisschilder für die „Gärten der Welt“. Jeder dachte, „Hey, das wäre doch was!“. Also auf nach Marzahn!

Im Park fand ich eine schöne Stelle zum Zeichnen. Die Bank wurde auch gerade frei. So entstand dann die Vorzeichnung.

Zu Hause angekommen fiel mein Blick auf das Tablet. Hm, sollte ich mal? Bei EDIM hatte es doch so gut geklappt …

Gut, das ging dann mal in die Hose. Wahrscheinlich wollte ich einfach zuviel. EDIM und Urban Sketching sind schon unterschiedliche Baustellen.

Von einer Zeichen-Kollegin kam der Tipp es doch ein wenig sanfter angehen zu lassen und da ich die Ausgangsdatei noch in Procreate hatte, machte ich mich an die Arbeit.

Die zweite Version gefällt mir schon besser. Die Technik ist noch ausbaufähig aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Es ist auch relativ selten, dass ein Meister vom Himmel fällt.

Im Anschluss stellte sich die Frage, wie sieht das Ganze aus, wenn ich es in meiner gewohnten Art und Weise umsetze?

Ich denke, man sieht, mit welcher Technik ich mich wohlfühle. Und darum geht es ja hauptsächlich. Was aber nicht heißen soll, dass ich das Zeichnen mit Procreate wieder aufgebe.

Hoch hinaus

Kran /kraːn,Krán/ Substantiv, maskulin [der] Vorrichtung, die aus einer einem Gerüst ähnlichen, fahrbaren Konstruktion mit Führerhaus und einem (beweglichen) Ausleger besteht, die zum Versetzen oder Heben von Lasten oder sperrigen Gegenständen benutzt wird.

Ist das nicht eine schöne Beschreibung, die ich im Internet gefunden habe?

Ich habe den Kran vor unserem Fenster lieber gezeichnet als beschrieben. Und war damit seit einiger Zeit mal wieder auf dem Gebiet des Urban Sketching unterwegs. Das Zeichnen auf dem Tablet für „Every Day in May“ macht Spaß. Aber ein Bleistift ist nun mal ein Bleistift.

Auch unser Farn und die Gerbera haben es in die Zeichnung geschafft.

Wo Schiffe gehoben werden

Wir mussten mal raus! Wozu haben wir denn jetzt ein Wohnmobil? Ein langes Wochenende für uns Berliner wurde nun von uns für einen Kurztrip genutzt.

Noch nie war ich am Schiffshebewerk in Niederfinow. Das wurde jetzt nachgeholt. Dieses technische Wunderwerk sollte bei dieser Gelegenheit auch gleich gezeichnet werden. Die Stifte waren eingepackt. Sogar Papier nahm ich dieses Mal mit.

Ganz ehrlich, das Hebewerk ist wirklich gigantisch. Was mir aber fehlte, war eine überzeugende Sicht darauf. Bei einer kleineren Wanderung versuchte ich immer wieder, DEN Blick zu erwischen. Tja, hatte nicht geklappt. Stattdessen war ein verfallender Bauwagen am Wegesrand im Endeffekt interessanter.

So kann es gehen. Vielleicht wird es ja noch etwas mit dem Schiffshebewerk.

Uups, eine Burg!

Da ich zur Zeit ja nirgendwo so richtig hinkomme und heute auch das Wetter nicht nach draußen einlud, durchsuchte ich meine Urlaubsfotos.

Dabei stieß ich auf die Burg Eltz. Die hatte es bis heute nicht ins Skizzenbuch geschafft. Also wurde das Papier glatt gestrichen, der Stift gespitzt und es ging los.

Es war absolut beeindruckend, als nach einer kleinen Wanderung durch den Wald, diese Burg plötzlich vor uns lag. Ein überwältigender Moment.

Dort, wo Haselnüsse zaubern!

Wir haben uns ein Wohnmobil zugelegt. An diesem Wochenende wurde es eingeweiht. Die erste Tour mit dem Eigenen. Über Pulsnitz (die Pfefferküchlereien 😉 ) ging es nach Moritzburg. Hier stehen wir nun mit Blick auf das Schloss.

Natürlich spazierten wir ums Schloss. Dieses Mal wählten wir bei der Runde um den Schlossteich eine andere Route als die Male davor. Es boten sich auch hier schöne Ansichten. Die angefrorene Wasseroberfläche spiegelte interessant das Schloss. Das habe ich mal versucht, mit einer Zeichnung einzufangen.

Gezeichnet habe ich das Ganze auf dem iPad Pro in der App Procreate mit dem Apple-Pencil. Langsam komme ich mit den “Bleistiften” dort klar.

Ach ja, der Adventskalender ist zu Hause geblieben. Da müsst ihr euch mit mir zusammen noch ein wenig gedulden, bis das nächste Türchen geöffnet wird.

Die Taube auf dem Dach

Als kleiner Junge liebte ich es, mit meiner Oma zum Dorfteich zu gehen. Sie kannte unzählige Geschichten zu den alten Bauernfamilien.

Besonders hatten es mir damals auch die Taubenhäuser auf den Höfen der Bauern angetan. Damals wohnten dort auch wirklich noch Tauben.

Ende September diesen Jahres hatte ich es endlich geschafft, eines der Taubenhäuser zu zeichnen. Leider kommt man nicht auf den Hof und das Tor war geschlossen. Aber über den Zaun zu schauen, ging ja zur Not auch.

Krämer und ein Tablet

Aus Gründen waren wir an diesem Wochenende mit Freunden in Erfurt. Ich wollte auf jeden Fall zeichnen. Sogar an meinen Skizzenblock hatte ich gedacht.

Die erste Zeichnung, die Krämerbrücke, wurde jedoch überhaupt nicht auf Papier gezeichnet.

Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, weder Papier noch Bleistift waren hier beteiligt. Es ist die erste Zeichnung eines realen Gebäudes, welche ich auf meinem neuen Tablet angefertigt habe.

Das Tablet ist ein 2020er iPad Pro. Gezeichnet wurde mit dem Apple Pencil 2 in der App Procreate.

Es war erst schon ein wenig komisch. Bis ich den für mich passenden „Stift“ gefunden hatte, brauchte ich einen Moment. Der Derwent-Stift ist es im Endeffekt geworden. Der Druckbleistift hingegen war irgendwie komisch. Ich werde jedoch auch weiter ausprobieren.

Ab und zu wunderte ich mich, dass der Stift nicht schrieb. Ich musste jedoch dann jedes Mal feststellen, dass ich auf den Radierer umgeschaltet hatte (Doppelklick auf den Stift). Wirklich beeindruckt bin ich von der Präzision, mit der die Bewegung des Stiftes in eine Linie übersetzt wird. Das ist deutlich besser als bei dem Android-Tablet aus „Every Day in May“.

Spaß hat es gemacht, keine Frage. Das klassische Zeichnen kann es (noch?) nicht ersetzen. Jedoch ist es eine interessante Ergänzung. Zum Beispiel hat man hier die Möglichkeit, die Zeichnung zu duplizieren. So kann man ohne Angst, die Zeichnung zu versauen, experimentieren.

Also keine Angst! Es wird weiterhin echte Bleistiftzeichnungen von mir geben.

Am Domplatz bei einer Himbeerfassbrause ist dann dieses Bild entstanden. Hier jetzt wieder mit Papier und Bleistift.