Schwere Kunst

Im Sommer dieses Jahres waren wir rein zufällig beim “Tag der offenen Tür” in der Werkstatt des Kunstschmiedes Fritz Kühn. Ich muss auf jeden Fall mal ein Zeichentreffen für die Urban Sketcher hier organisieren.

Vor Ort hatte ich an dem Tag nur ein paar Fotos gemacht. Meine Frau wünschte sich aber, dass ich den Amboss auch zeichne.

So habe ich mich gestern hingesetzt und diese Zeichnung hier nach dem Foto angefertigt.

Erst wollte ich nur den Amboss mit dem Werkzeug zeichnen. Das kam mir dann ein wenig “leer” vor. Im zweiten Schritt deutete ich den Hintergrund nur leicht an. Dadurch verlor der Amboss komischer Weise an Bedeutung im Bild. Erst mit den dunklen Stellen im Hintergrund wurde die Zeichnung so, wie ich sie mir wünschte.

Oft werde ich gefragt, wie lange ich für solche Zeichnungen brauche. Hier habe ich mal darauf geachtet. Es war eine gute Stunde.

Keiner muss alleine zeichnen!

Vor ein paar Tagen, fragte ich bei den „Urban Sketcher Berlin“, ob nicht jemand Lust auf ein spontanes Treffen hätte.

Ja, ein paar der Leute hatten Zeit. Einige kannte ich bereits von vergangenen Treffen und/oder unserer Ausstellung in der Brauerei. Ein paar Gesichter waren neu.

Wir schwärmten rund um den Hackeschen Markt aus und verabredeten uns zum abschließenden Zeigen der Zeichnungen in der „Grand Bar“ (Oranienburger Straße 33).

Ich verbrachte die Zeit bis zum Treffen mit einer Zeichenkollegin gleich um die Ecke in einem Café mit Blick auf ein anderes Café.

Kleiner Tipp an Zeichner, die einfach mal mitmachen wollen, schaut mal auf Facebook in unserer Gruppe vorbei. Dort kann jeder solche Treffen ankündigen oder einfach an geplanten Treffen teilnehmen.

Keine Angst, wir beißen nicht und jeder Zeichenstil ist willkommen.

Im Olymp

Meine Infektion mit Corona ist erst einmal Geschichte und wir mussten noch ein Auto zum Vermieter zurückbringen.

Wo wir schon mal unterwegs waren, gönnten wir uns ein Mittagessen in Berlin-Adlershof. Von meinem Platz in der griechischen Gaststätte “Olymp” aus, schaute ich genau auf eine riesige Zimmerpflanze am Fenster.

Das Essen war übrigens auch sehr gut.

Mit einem guten Bier in der Sonne sitzen …

Bei wunderschönem Wetter entschieden sich meine Frau und ich, uns auf dem Köpenicker Schlossplatz noch ein Bier mit Schmalzstulle zu gönnen.

An Motiven zum Zeichnen ist die Altstadt reich. Gleich gegenüber gab es eine schöne Hausecke mit Laterne davor.

Übrigens, auch wenn Köpenick (inzwischen zusammen mit Treptow) „nur“ ein Stadtbezirk von Berlin ist, hatte es damals beim Stadtrecht gegenüber Berlin die Nase um 5 Jahre vorn.

Bei Enten zu Gast

Abendbrot gab es gestern bei uns außer Haus. Wir packten Wein, Wurst und Kekse ein, schnappten uns die Räder und radelten zur Dahme. Am Ufer des Flusses machten wir es uns gemütlich.

Zweimal bekamen wir Besuch von einer Entenfamilie, die unsere Vorräte, Rucksäcke und Zeichenutensilien intensiv untersuchten.

Trotz dieser Ablenkung konnte ich eine Zeichnung anfertigen.

Erkenntnisse des Abends, wir müssen das öfter machen, der Wein war gut, Enten klauen TUC-Kekse und ich brauche bald einen neuen 9B-Stift.

Ach ja, ich muss wieder ein wenig mehr Sport machen. Von diesem kurzen Ausflug habe ich mir einen kleinen Muskelkater geholt. Das ist kein gutes Zeichen.

Spontaner Besuch im Park

Eigentlich war der Tag komplett anders geplant. Das Wohnmobil hatte einen Termin zur Durchsicht. Zum Abend sollten wir es wieder abholen können. Die Zwischenzeit wollten wir uns im Tierpark vertreiben. Wie gesagt, es kam anders. Wir waren kaum aus dem Womo raus, da legte der Techniker schon los und ehe wir uns versahen, war alles erledigt.

Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag? Doch noch in den Tierpark? Doch wo parkt man dort ein Wohnmobil? Also war der Ersatzplan, dass wir Richtung Heimat fahren und einfach mal schauen.

Gleichzeitig sahen wir die Hinweisschilder für die „Gärten der Welt“. Jeder dachte, „Hey, das wäre doch was!“. Also auf nach Marzahn!

Im Park fand ich eine schöne Stelle zum Zeichnen. Die Bank wurde auch gerade frei. So entstand dann die Vorzeichnung.

Zu Hause angekommen fiel mein Blick auf das Tablet. Hm, sollte ich mal? Bei EDIM hatte es doch so gut geklappt …

Gut, das ging dann mal in die Hose. Wahrscheinlich wollte ich einfach zuviel. EDIM und Urban Sketching sind schon unterschiedliche Baustellen.

Von einer Zeichen-Kollegin kam der Tipp es doch ein wenig sanfter angehen zu lassen und da ich die Ausgangsdatei noch in Procreate hatte, machte ich mich an die Arbeit.

Die zweite Version gefällt mir schon besser. Die Technik ist noch ausbaufähig aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Es ist auch relativ selten, dass ein Meister vom Himmel fällt.

Im Anschluss stellte sich die Frage, wie sieht das Ganze aus, wenn ich es in meiner gewohnten Art und Weise umsetze?

Ich denke, man sieht, mit welcher Technik ich mich wohlfühle. Und darum geht es ja hauptsächlich. Was aber nicht heißen soll, dass ich das Zeichnen mit Procreate wieder aufgebe.

Hoch hinaus

Kran /kraːn,Krán/ Substantiv, maskulin [der] Vorrichtung, die aus einer einem Gerüst ähnlichen, fahrbaren Konstruktion mit Führerhaus und einem (beweglichen) Ausleger besteht, die zum Versetzen oder Heben von Lasten oder sperrigen Gegenständen benutzt wird.

Ist das nicht eine schöne Beschreibung, die ich im Internet gefunden habe?

Ich habe den Kran vor unserem Fenster lieber gezeichnet als beschrieben. Und war damit seit einiger Zeit mal wieder auf dem Gebiet des Urban Sketching unterwegs. Das Zeichnen auf dem Tablet für „Every Day in May“ macht Spaß. Aber ein Bleistift ist nun mal ein Bleistift.

Auch unser Farn und die Gerbera haben es in die Zeichnung geschafft.

Es schneit, es schneit …

Seit langer Zeit hat es in Berlin mal wieder geschneit. Nach dem Frühstück drehten wir eine Runde, um den Schnee unter den Füßen knirschen zu hören.

Die Zeichnung ist auf dem iPad in Procreate entstanden. Verwendet habe ich für die Zeichnung den Pinsel „Feine Spitze“ aus dem Set Tusche. Nur bei meinem Kürzel nahm ich mit „Tuschzeichner“ einen anderen Pinsel.

Die Taube auf dem Dach

Als kleiner Junge liebte ich es, mit meiner Oma zum Dorfteich zu gehen. Sie kannte unzählige Geschichten zu den alten Bauernfamilien.

Besonders hatten es mir damals auch die Taubenhäuser auf den Höfen der Bauern angetan. Damals wohnten dort auch wirklich noch Tauben.

Ende September diesen Jahres hatte ich es endlich geschafft, eines der Taubenhäuser zu zeichnen. Leider kommt man nicht auf den Hof und das Tor war geschlossen. Aber über den Zaun zu schauen, ging ja zur Not auch.