Wellpappe und Gurken

In den letzten Wochen lief mir immer wieder das Wort „Upcycling“ über den Weg. Aus dem Bauch heraus fand ich es doof. Ich stellte es auf die gleiche Ebene, auf der sich Bastler jetzt „Maker“ nennen. Nach einer kurzen Suche im Internet bin ich jetzt schlauer.

Es ist nicht einfach nur ein neues Wort für Wiederverwertung, es soll sich ganz klar vom Recycling absetzen. Reiner Pilz von der Burgdorfer Pilz GmbH sagte 1994 in einem Interview mit der Zeitschrift „Salvo“ den folgenden Satz:

“‚Recycling‘‚ I call it down-cycling. They smash bricks, they smash everything. What we need is up-cycling where old products are given more value, not less.‘”

Upcycling spart sich also das „Kaputtmachen“. Na dann – werfen wir die Wellpappe dieses Mal nicht in die Papiertonne, sondern bauen daraus etwas.

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Wir hatten ja noch für unsere Gurkenglas-Lampe eine Abdeckung für die Anschlüsse gesucht. Nun kam meine Frau auf die Idee, dafür die Wellpappe aus der Verpackung der IKEA-Möbel zu nehmen.

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Mit dem Cutter schnitt ich auf der einen Seite ein größeres Loch hinein und entfernte vorsichtig die Innereien.

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Auf der gegenüberliegenden Seite brauchten wir ein kleines Loch für die Zuleitung und einen Schlitz für die Montage.

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Das Ganze vorsichtig angebaut und die Lampe ist komplett. Ist mal etwas Anderes.

Jetzt wollen wir das Ganze noch mit einem größeren Glas probieren, weil wir finden, dass die „Glühlampe“ nicht so richtig wirkt. Demnächst gibt es bei uns also wieder Spreewaldgurken.

Ein Abend bei IKEA

Nun war es soweit. Es konnten die ersten Möbel gekauft werden. Also: „Auf zu IKEA“!

Es war ja bereits klar, dass wir das Tagesbett und die TV-Bank aus der Serie Hemnes wollten. Also liefen wir schon sehr zielgerichtet durch den Laden. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass unser IKEA nicht, wie von uns vermutet, bis 21 Uhr auf hat. Somit wurde das Ende des Einkaufes noch leicht stressig. Eigentlich wollte ich noch nach einem Regalbrett für den Beamer schauen. Das war aber zeitlich nicht mehr drin. Zumal wir das Bett nicht einfach kaufen konnten, sondern noch entscheiden mussten , welche Matratzen wir dazu nehmen.

Um ein paar Euros ärmer, aber zwei Möbelstücke reicher, stapelten wir die Kartons und die beiden Matratzen dann in unser Auto und fuhren nach Hause.

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Jetzt ist das Zimmer schon wieder vollgestellt.

Mit dem Aufbau musste ich am Abend noch anfangen, es „kribbelte“ einfach in den Fingern. Man kann das doch nicht einfach so liegen lassen. Bis zur Seite 3 der Bauanleitung bin ich noch gekommen. Danach unter die Dusche und ins Bett.

Am liebsten hätte ich heute die Arbeit geschwänzt und weitergebaut.

Hoffnungsglück

Vom Werkzeug befreit, des Zimmers Fläche …

Nein, keine Angst, ich höre schon auf.

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Das Zimmer wirkt ohne das ganze Werkzeug fast schon groß. Der Fußboden und die Wände sind entstaubt und das Fenster geputzt.

Jetzt sind noch ein paar Fugen mit Silikon zu versehen und ein weiteres Kapitel ist gelesen. Der nächste Weg führt zu IKEA. Wir haben ja schon lange ein Auge auf das Schlafsofa der Hemnes-Reihe geworfen. Für die Technik ist die Hemnes-TV-Bank geplant. Dann kommt noch das eine oder andere Regal an die Wand.

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An der LEGO-Wand hängt schon mein neuer Kalender. Die „Aufhängung“ habe ich aus LEGO-Teilen gebaut.

An den weißen Teilen mit dem Stück Kabel werden die hinteren Lautsprecher befestigt. Oben sieht man den HDMI-Anschluss und die Steckdose für den Beamer.

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An dieser Wand soll dann die Zeichnung von Sabine ihren Platz finden.

Zwischenspiel (Wand #9)

Da sich die LEDs noch etwas Zeit lassen, musste ich mir andere Arbeit suchen. Gut, dass das Zimmer noch 3 weitere Wände hat.

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Die werden mit weiß gewachstem Profilholz verkleidet. Um das Zimmer gemütlicher zu machen, wurde noch ein Balken mit an Wand und Decke gebaut. Der Entschluss, Profilholz zu verwenden, wurde bei einem IKEA-Rundgang gefasst. Eines der Beispielzimmer brachte uns auf den Gedanken.

Und ich muss sagen, die Ecke sieht schon einmal gut aus. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir unter „A-Sortierung“ mehr erwartet habe.

Wer aber denkt, man geht einfach in den Baumarkt und kauft, was man so braucht … nein, nein, mein Freund. In unserem Haus-und-Hof-Baumarkt hatten sie nur die zu kurze Sorte. Mir wurde ein Ersatzprodukt angeboten, welches sie dann nicht gefunden haben. Im Internet konnte ich das trotzdem reservieren (gute 40qm auf Lager). Leider kam kurz darauf der Anruf: „Tut uns leid, aber wir haben das Holz nicht.“. Also alles in einem anderen Markt bestellt. Da wir nun durch die halbe Stadt juckeln mussten, haben wir auch gleich einen Transporter gemietet. Der war dann so dreckig, dass wir uns weigerten, unser Holz direkt auf die Ladefläche zu legen. Da auch die Mitarbeiter des Marktes auch keine Lust hatten, den Besen zu schwingen, wurde alles mit der Palette per Stapler aufgeladen.

Im Endeffekt ist hier alles angekommen und in der Wohnung aufgestapelt. Wir haben jetzt also Baumarktfeeling in den eigenen 4 Wänden.

Es wird also nicht langweilig. Auch wenn ich schon ganz gespannt bin, wie das mit den LEDs hinter der Wand wird.

Wie aus Daniela Inkontinenzia wurde …

Es gab Zeiten, in denen fließendes Wasser in der Wohnung zu den neuesten Errungenschaften zählte. Ehrlich gesagt, aktuell sehe ich das nicht ganz so positiv.

Als ich mir vor ein paar Tagen in unserer Küche eine nasse Socke holte, ahnte ich noch nicht, was das bedeutet. Ja, es war vor dem Geschirrspüler. Aber wir hatten uns auch kurz vorher die Dichtgummis betrachtet und dachten nun, vielleicht hat sich dabei der Gummi gelöst. Kann ja passieren, wenn man nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Fingern guckt. Nach einer Inspektion der Türabdichtung entschieden wir uns, den nächsten Waschgang zu starten.

Also das Geschirr wurde sauber. Dumm nur, dass es unten aus dem Gerät heraustropfte. Und das nicht wenig.

Heute haben wir das Gerät unter der Arbeitsplatte hervorgeholt. Dabei haben wir einen Aufkleber auf der Oberseite mit dem Namen Daniela gefunden. Jetzt wissen wir wenigstens, wer in den letzten Jahren bei uns abgewaschen hat.

Warum Daniela jetzt Pipi in die Küche macht, ist noch nicht klar. Dummerweise ist der Abflussschlauch fest mit dem Gerät verbunden (Warum fällt mir grad Schwanzus Longus ein?). Es ist somit nicht so einfach, diesen auf Verstopfung zu prüfen. Somit werden wir in den nächsten Tagen bei IKEA aufschlagen. Vielleicht wird uns da geholfen.