Wer keine Balken hat, der macht sich welche. 

Gemütlich soll es werden, das neue Zimmer. Ein Raum mit Holzbalken wirkt irgendwie von sich aus schon gemütlich. Was macht man also, wenn man keine sichtbaren Balken hat? Man baut sich welche. Nun gut, wir hätten auch die echten Deckenbalken freilegen können. Dabei wäre jedoch jegliche Isolierung flöten gegangen. Das war somit keine Option.

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Zurück zum Selbstbaubalken, das Holz ist aus dem Baumarkt. Die Balken haben einen Querschnitt von ca. 50×100. Im hinteren Balken (der ist schon ein wenig älter) wurde noch eine Nut an der Oberseite eingefräst, in der das Kabel für den Anschluss einer Lampe läuft.

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Um die Illusion eines tragenden Balkens noch zu erhöhen, habe ich den Zweiten nicht nur an der Decke befestigt, sondern auch an der Wand weiterlaufen lassen. Gestern kam dann noch die Sparre hinzu. Auf Grund der leichten Dachschräge war der obere Anschluss etwas frickelig aber es hat funktioniert. Ich habe hier nicht mit Holzdübeln gearbeitet. Das Teil ist einfach angeschraubt. Die Schraubenköpfe sind aber im Holz versenkt. Jetzt werde ich noch die eine oder andere Problemstelle mit Holzkitt bearbeiten. Zum Abschluss bekommt das Ganze eine weißliche Lasur, damit die Balken zum Profilholz passen.

Zwischenspiel (Wand #9)

Da sich die LEDs noch etwas Zeit lassen, musste ich mir andere Arbeit suchen. Gut, dass das Zimmer noch 3 weitere Wände hat.

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Die werden mit weiß gewachstem Profilholz verkleidet. Um das Zimmer gemütlicher zu machen, wurde noch ein Balken mit an Wand und Decke gebaut. Der Entschluss, Profilholz zu verwenden, wurde bei einem IKEA-Rundgang gefasst. Eines der Beispielzimmer brachte uns auf den Gedanken.

Und ich muss sagen, die Ecke sieht schon einmal gut aus. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir unter „A-Sortierung“ mehr erwartet habe.

Wer aber denkt, man geht einfach in den Baumarkt und kauft, was man so braucht … nein, nein, mein Freund. In unserem Haus-und-Hof-Baumarkt hatten sie nur die zu kurze Sorte. Mir wurde ein Ersatzprodukt angeboten, welches sie dann nicht gefunden haben. Im Internet konnte ich das trotzdem reservieren (gute 40qm auf Lager). Leider kam kurz darauf der Anruf: „Tut uns leid, aber wir haben das Holz nicht.“. Also alles in einem anderen Markt bestellt. Da wir nun durch die halbe Stadt juckeln mussten, haben wir auch gleich einen Transporter gemietet. Der war dann so dreckig, dass wir uns weigerten, unser Holz direkt auf die Ladefläche zu legen. Da auch die Mitarbeiter des Marktes auch keine Lust hatten, den Besen zu schwingen, wurde alles mit der Palette per Stapler aufgeladen.

Im Endeffekt ist hier alles angekommen und in der Wohnung aufgestapelt. Wir haben jetzt also Baumarktfeeling in den eigenen 4 Wänden.

Es wird also nicht langweilig. Auch wenn ich schon ganz gespannt bin, wie das mit den LEDs hinter der Wand wird.

Wo Alt so richtig gemütlich ist …

Ein Tipp, den wir am Anfang des Urlaubs in Stolberg bekamen, war das Café Alt. Es liegt ein wenig versteckt in der Stubengasse, ganz in der Nähe des Saigerturmes. Dort erwartet den Gast unter Anderem frisch gebackener Kuchen, Kaffee-, Tee- und Trinkschokoladenspezialitäten. Das ist jedenfalls das, was wir selbst probiert hatten. Das ganze Haus ist bis zum Giebel liebevoll ausgebaut. Gerade die Balken im oberen Geschoss haben mich fasziniert. Toll fand ich auch die Lampen an den Wänden. In der Zeichnung ist nur eine davon zu sehen. Es sind die 3 dunklen Bretter an der Rückwand. Hinter diesen ist ein LED-Streifen angebracht. Dadurch hat man schönes indirektes Licht. Danke für die Idee.

Balken im Café Alt
Auch die Einrichtung passt zum Gesamtbild. Ich war aber zu faul, diese noch mit aufzunehmen. Ich habe bei dieser Zeichnung sowieso schon mehrmals Teile ausradiert und neu angefangen, weil ich „mit der Gesamtsituation unzufrieden war“. Inzwischen passt es.

Vielleicht kommen ja beim nächsten Mal auch Tische und Stühle mit aufs Bild. Dass das nicht der letzte Besuch war, ist jedenfalls schon klar.

Leider sind wir in diesem Moment schon wieder zu Hause. Ich habe zwei Zeichnungen, die ich noch fertigstellen muss und eine Idee, für die ein Foto als Vorlage schon da ist. Ach ja, und noch ein Versprechen, das ich gegeben habe. Das Gasthaus Kupfer ist auch noch dran. Das bin ich allein schon für die Menge an guten Tipps, die wir dort erhalten haben, schuldig.