Im historischen Hafen

Am 18.5. nahm ich an einem Treffen der Urban Sketchers Berlin teil. Wir trafen uns am historischen Hafen in der Mitte von Berlin. Als ich eintraf, hatten sich alle schon ihr erstes Motiv ausgesucht und zeichneten.

Ich setzte mich als Erstes auf die Inselbrücke mit Blick auf den Fernsehturm.

Die ganze Zeit in der Sonne zu sitzen wurde dann doch unangenehm. Also musste ich mir einen schattigen Platz suchen. Hier wurde es für mich historisch, ich meine, persönlich historisch. Wie oft war ich mit meiner Oma im Märkischen Museum? Bestimmt dutzende Male. Die Höhepunkte waren immer die Bären und die Ritterrüstung.

Wieder abgekühlt machte ich mich wieder auf den Weg zum Hafen. Die nächste Station war die Anlegestelle „Fischerinsel“. Hier hatte ich einen schönen Blick unter die Inselbrücke.

Leider störte ich dabei ein Entenpärchen, das ich auch gleich um Entschuldigung gebeten hatte.

Im Anschluss trafen sich die verbliebenen Zeichner noch auf dem Theaterschiff zum Drink&Draw. Die letzte Zeichnung entstand also bei netten Gesprächen und Bier. Dass der Stil nicht so richtig zu den ersten drei Zeichnungen passt, ist gewollt.

Spannend war es auch, den anderen einfach mal über die Schulter zu schauen. Die vielen unterschiedlichen Stile sind einfach faszinierend.

Im Nachhinein muss ich sagen, eine sehr gute Entscheidung, an dem Treffen teilzunehmen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, war es bestimmt nicht das letzte Mal.

Übungen zur Perspektive

In den letzten Tagen zeichne ich in Bus und Bahn in einem Extra-Block. Ich möchte damit das perspektivische Zeichnen trainieren. Was ich bei diesen Zeichnungen auch übe, ist das frühzeitige Aufhören. Damit tue ich mich noch sehr schwer. Bei der Zeichnung unten ist mir das wieder nicht gelungen. Es wurde wieder einmal eine „fertige“ Zeichnung. Nicht, dass das jetzt grundsätzlich schlecht wäre, aber das war nicht das Ziel der Übung.

Materialliste:

  • Papier 90g DIN-A5 (Clairfontaine)
  • Vorzeichnung Bleistift HB (Noname)
  • Bleistift 2B (FaberCastell 9000er Serie)
  • Bleistift 9B (LYRA Rembrandt)
  • Pentel Orenz 0,2 B

Auf zur Kleinseite

Als weiteres Motiv stand die Karlsbrücke auf meinem Plan. Unklar war jedoch, wie die Zeichnung werden sollte. Mein erster Gedanke war eigentlich, die Brücke von der Seite mit dem Hradschin im Hintergrund zu zeichnen.

Spontan entschied ich mich dann jedoch für die Brückentürme der Kleinseite. Während in Richtung Altstadt ein einzelner Turm steht, sind es hier zwei Türme. Diese sind durch einen Torbogen verbunden.

Mit klammen Fingern musste ich mich nach der Vorzeichnung erst einmal, bei einer heißen Schokolade mit meiner Frau, aufwärmen.

Vor dem Týn

Týn oder das eher bekannte Teyn bezeichnete einen Handelshof in der Prager Altstadt. Hier konnten ausländische Kaufleute übernachten. Außerdem wurden hier auch die Zölle kassiert.

Die daneben befindliche römisch-katholische Kirche bekam daher den Namen „Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn“. Das war den Leuten aber wahrscheinlich zu lang, also kennt man sie unter dem Namen Teynkirche.

Mich fasziniert dieses Gebäude jedes Mal aufs Neue. Vor einigen Jahren habe ich sie schon einmal gezeichnet. Diese Zeichnung hatten wir Freunden zu einem Jubiläum geschenkt. Somit stand für mich bei diesem Pragbesuch das erste Motiv von vornherein fest. In meiner Sammlung durfte sie nicht fehlen.

Auf ein Bier beim Ampelmann

Es war Mai. Wir hatten unseren Hochzeitstag.

Zum Abschluss setzten wir uns beim Ampelmann ans Spreeufer und ließen es uns bei einem Bier gut gehen. Während meine Frau das Bier holte (Draußen bei den Liegestühlen ist Selbstbedienung.), packte ich den Block und die Stifte aus.

Ihr seht hier ganz links der Berliner Dom mit Friedrichsbrücke und rechts ein Stück der „Alten Nationalgalerie“. Die Galerie ist Teil der Museumsinsel.

Wer einen Platz zum Verweilen und „Leutegucken“ sucht. Hier ist beides möglich. So leer, wie es auf meiner Zeichnung aussieht, ist es dort sehr selten.

Mainhattan

Wieder mal eine Dienstreise nach Frankfurt am Main. Da meine Verabredung kurzfristig absagen musste, irrte ich etwas planlos durch die Stadt. Nach einem ausgiebigen Besuch im LEGO-Store und im Elbenwald gab es Sushi in einer kleinen Gaststätte.

Auf dem Rückweg zum Hotel „stolperte“ ich über das folgende Motiv.


Die verschnörkelte Laterne vor dem Gebäude der Deutschen Bank war ein interessanter Gegensatz.

Eigentlich wollte ich die Litfaßsäule weglassen, aber das kam mir dann falsch vor.

Auf dem Weg zur Fertigstellung 

Wie schon angekündigt, ich muss noch meine Arbeiten aus dem Urlaub aufarbeiten.

Ihr seht hier den Blick auf Stolberg mit dem Schloss. Ganz links ist noch ein Stück von der Kirche zu sehen. Die hat leider nicht mehr auf die Zeichnung gepasst.

Der Standort war am vermeintlichen unteren Bandweg. Wie wir aber später gelernt haben, der Bandweg biegt vorher ab. Ich hatte hier ja schon geschrieben, die Ausschilderung in der Gegend ist nicht immer so eindeutig. Wir saßen also genaugenommen am „verlängertem Bandweg“.

Wenn ich die Zeichnung fertig habe, werde ich sie hier einstellen.

Wien, nur Wien …

Im April diesen Jahres war ich ein paar Tage dienstlich in Wien. In dieser Stadt könnte ich mich an jeder zweiten Ecke hinsetzen und den Zeichenblock rausholen. Aber dann käme man ja zu nichts Anderem mehr. Und wenn die Firma bezahlt muss man ja auch im Büro erscheinen. Nichtsdestotrotz habe ich auf meinen Streifzügen durch die Stadt ein lohnendes Motiv abseits der Touristenströme gefunden. Eigentlich war ich in dem Moment überhaupt nicht auf der Suche nach einem Zeichenmotiv. Ursprünglich wollte ich ein paar Türen fotografieren. So kam es, dass ich mal wieder auf einem Hinterhof landete und …

20160411_Wien_Schottengasse

Was ihr auf der Zeichnung seht, ist der Durchgang vom ersten Hof zur Schottengasse im 1. Bezirk.

Ich konnte hier schön auf einer Bank sitzen und mich ganz auf das Motiv konzentrieren. Nach einer Weile parkte jedoch jemand mit einem Kleintransporter genau vor meiner Nase. Zum Glück war ich aber schon soweit, dass ich das Ganze bei Frittatensuppe und Schwarzbier in der Stadtbrauerei Schwarzenberg fertigstellen konnte.

Hotel Dünenschloß

Heute habe ich eine neuere Zeichnung. Sie ist erst 4 Jahre alt. Es ist das Hotel Dünenschloß in der Stadt Zinnowitz auf Usedom. (Webseite des Hotels)

Eine Kopie der Zeichnung hängt auch im Treppenhaus des Hotels. Damit ist es die Erste aber auch die Einzige, die öffentlich „ausgestellt“ ist. Naja, wenn man jetzt von diesem Blog hier absieht.

201204___Duenenschloss