Thank god it’s friday

Die Freitagszeichnung dieser Woche zeigt ein Detail des Bahnhofs in Zehlendorf.

Der kleine Baum, der im Widerlager der Brücke wächst, zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Aber das Zusammenspiel von Holz, Stein und Stahl überzeugten mich dann, dieses Motiv zu zeichnen.

Unterm Strich (was für ein Wortspiel) war es auch eine gute Perspektivübung.

Der berühmte Blick

Heute fällt das „Freitagsbild“ mit einer Neuerung auf der Seite zusammen. Es gibt eine neue Kategorie im Menü. Wenn ihr oben auf „Zeichnung“ und dann auf „Tusche“ geht, gibt es dort die Einträge „Glühlampen“ und „Wege“.

Unter „Wege“ findet ihr ab jetzt die neuen Tusche-Zeichnungen mit Wegen. Das kann von Waldwegen, über Straßen bis hin zu Schienen alles Mögliche sein.

Die heutige Freitagszeichnung gehört in diese neue Kategorie. Sie zeigt den, bei den Urban Sketchern in Berlin beliebten, Dussmannblick. Dazu stellt man sich im Kulturkaufhaus in die zweite oder dritte Etage und schaut in Richtung Bahnhof.

Es war einmal ein Güterbahnhof

Am Bahndamm in Zehlendorf steht ein Güterbahnhof. Nur leider kommen hier keine Güter mehr an.

Als ich das Gebäude das erste Mal sah, wusste ich, dass es irgendwann in meinem Zeichenblock landen wird.

Die Wahl des Standortes war etwas schwierig, da das Gelände von einem Zaun umgeben ist und das Tor bis jetzt immer zu war.

(Bleistift auf A5 Clairefontaine CRAY’ON 120 g/m^2)

Rapunzel im Wasserturm

In der Stadt Sayda kennen wir jetzt 3 interessante Dinge. Eine Kirche (geschlossen), ein Wasserturm (auch geschlossen) und eine sehr guten Bäcker (hat gerade Urlaub).

Die Kirche hat es ins gezeichnete Urlaubstagebuch geschafft, den Wasserturm kann man hier sehen.

Mit den umstehenden Bäumen wirkte er ein wenig, wie aus einem Märchen. Es hätte uns nicht verwundert, wenn ein Fenster aufgegangen wäre und Rapunzel ihr Haar herabgelassenen hätte.

Beim Lieblingsitaliener

Wir hatten mal wieder Zeit, zu unserem Lieblingsitaliener Casa Nostra in Steglitz zu gehen. Da das Wetter schön war, saßen wir auf der Terrasse. Die Straße ist von Häusern mit schönen Fassaden gesäumt.

Das Motiv wollte ich schon lange zeichnen. Nun habe ich es geschafft. Was ich auch geschafft habe – rechtzeitig aufzuhören.

Wer die Wahl hat, …

Eben im Wahllokal:

Ein älteres Paar will an einem freien Tisch die Wahlzettel ausfüllen.

Wahlhelferin:

„Entschuldigung, Sie müssen in die Wahlkabine. Da sind auch gerade zwei frei.“

Er:

„WIR WISSEN, WAS WIR WÄHLEN MÜSSEN!“

Wahlhelferin:

„Das ist schön, Sie müssen aber trotzdem in die Wahlkabine.“

Er:

„MEINE FRAU WEISS AUCH WAS SIE WÄHLEN MUSS!“

Wahlhelferin:

„Trotzdem müssen Sie in die Wahlkabine.“

Beide tappen missmutig zu einer Wahlkabine.

Wahlhelferin:

„Bitte beide jeweils in eine, dort ist noch eine frei.“

Beide verschwinden in der Wahlkabine.

Wahlhelferin:

„Bitte nur einer pro Kabine.“

Sie geht in die andere Wahlkabine. Jetzt kann ich ich meinen Wahlschein bekommen. Als ich fertig bin, kommt er aus seiner Wahlkabine und geht zu seiner Frau, offensichtlich um ihr zu helfen.

Er:

„HAST DU ES GEFUNDEN?“

Wahlhelferin:

„Sie dürfen jetzt nicht mit ihrer Frau sprechen!“

Er:

<giftiger Blick>

Schweren Herzens (nicht wirklich) trenne ich mich von diesem Schauspiel und mache mich auf den Heimweg. Also dafür, dass sie ja wussten, was sie wählen müssen, brauchten sie ziemlich lange.

Ehrlich jetzt, es ist doch schlimm, wie einige mit ihren Mitmenschen umgehen. Ist es wirklich so schwer Anstand zu wahren? Bei dem Benehmen kann ich mir gut vorstellen, was die beiden möglicherweise gewählt haben. Das können sie ja auch gern machen, es ist ihr gutes Recht. Aber er hat einfach nicht herumzupöbeln. Wir müssen alles daran setzen, dass diese Mentalität nicht die Oberhand gewinnt.

Im historischen Hafen

Am 18.5. nahm ich an einem Treffen der Urban Sketchers Berlin teil. Wir trafen uns am historischen Hafen in der Mitte von Berlin. Als ich eintraf, hatten sich alle schon ihr erstes Motiv ausgesucht und zeichneten.

Ich setzte mich als Erstes auf die Inselbrücke mit Blick auf den Fernsehturm.

Die ganze Zeit in der Sonne zu sitzen wurde dann doch unangenehm. Also musste ich mir einen schattigen Platz suchen. Hier wurde es für mich historisch, ich meine, persönlich historisch. Wie oft war ich mit meiner Oma im Märkischen Museum? Bestimmt dutzende Male. Die Höhepunkte waren immer die Bären und die Ritterrüstung.

Wieder abgekühlt machte ich mich wieder auf den Weg zum Hafen. Die nächste Station war die Anlegestelle „Fischerinsel“. Hier hatte ich einen schönen Blick unter die Inselbrücke.

Leider störte ich dabei ein Entenpärchen, das ich auch gleich um Entschuldigung gebeten hatte.

Im Anschluss trafen sich die verbliebenen Zeichner noch auf dem Theaterschiff zum Drink&Draw. Die letzte Zeichnung entstand also bei netten Gesprächen und Bier. Dass der Stil nicht so richtig zu den ersten drei Zeichnungen passt, ist gewollt.

Spannend war es auch, den anderen einfach mal über die Schulter zu schauen. Die vielen unterschiedlichen Stile sind einfach faszinierend.

Im Nachhinein muss ich sagen, eine sehr gute Entscheidung, an dem Treffen teilzunehmen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, war es bestimmt nicht das letzte Mal.