Tierische Musikanten und hunderte Gleichgesinnte

Es trug sich zu, dass sich auch in diesem Jahr die Urban Sketcher in einer Stadt zum gemeinsamen Zeichnen trafen. Dieses Mal war es die Stadt Bremen.

Das war für mich die Gelegenheit, diese Stadt kennenzulernen. Zum Glück hat die Firma, für die ich arbeite, in Bremen ein Büro. Wir planten also unseren Aufenthalt so, dass ich von Montag bis Donnerstag dort arbeitete und mich dann am Freitag und das Wochenende auf das Zeichnen konzentrieren konnte.

Einen schönen Stellplatz fanden wir beim „Kuhhirten“ auf dem Werder.

Die Tage vor dem Beginn des Treffens besichtigten meine Frau und ich schon einmal die Stadt und testeten die Gaststätten.

Auf meinen Arbeitsweg lag der Wasserturm, die „umgedrehte Kommode“. Die fand als erstes Motiv ihren Weg aufs Papier.

Auch den Innenhof des Landesgerichtes zeichnete ich bereits in der Woche. Wie sich herausstellte, zum Glück, denn am Wochenende war der Hof verschlossen.

Kurz vor der Anmeldung am Freitag in der Kirche St. Stephani zeichnete ich noch eben diese.

Nach der Anmeldung ging es noch einmal ins Zentrum, Leute treffen und essen gehen. Beim Essen entstand dann eine Skizze durchs Fenster der Gaststätte mit Blick auf das Rathaus und den Dom.

Diese Zeichnung, versuchte ich noch ins ProCreate aufs iPad zu übertragen.

Da mein Sketchwalk am Samstag erst am Nachmittag war, wollte ich noch eine Zeichnung aus dem urigen Viertel „Schnoor“ mitnehmen.

Weiter ging es beim Sketchwalk im „verschwundenen Hafen“.

Die erste Zeichnung dort war ein „Kran“, der eher einem riesigen Staubsauger glich.

Das zweite Motiv des Tages war der Anfang, oder das Ende, des längsten zivilen Bauwerkes Bremens, die Lagerhalle XI, in der früher Baumwolle gelagert wurde.

Danach gab ich dann zwei meiner Zeichnungen für die Ausstellung in der St. Stephani ab.

Auf dem Weg zur Ausstellung am Sonntag führte mich meine Frau noch zu Ecken, die ich auf meinen Streifzügen noch übersehen hatte. Da war zum Beispiel das Gasthaus „Spitzen Gebel“.

Und die Böttcherstraße, die es aber nicht mehr aufs Papier schaffte. Die steht jedoch bei einem nächsten Bremen-Besuch fest auf dem Programm.

Sollte sich jemand vom Orga-Team hierher verirren, vielen Dank für die schönen Tage. Danke an alle anderen, für das Wiedersehen oder Kennenlernen.

Jetzt lasst uns aber alle die Daumen drücken, dass wir 2027 wieder ein Treffen genießen dürfen.

Die fantastischen 4 Tage in Stuttgart

In diesem Jahr trafen sich die Urban Sketcher in Stuttgart. Das war jetzt etwas weiter weg und meine Tochter und ich reisten mit der Bahn an. Das klappte recht gut, bis 1km vorm Stuttgarter Bahnhof waren wir auch noch recht pünktlich. Dann war jedoch leider unser Gleis besetzt.

Egal, wir schafften es noch zum Hotel. Nach einem erlebnisreichen Check-in bewunderten wir die tolle Aussicht aus dem Fenster. Wir schauten genau auf den Hoppenlaufriedhof.

Den Abend verbrachten wir in der Innenstadt mit Abendbrot und der Suche nach Motiven für die nächsten Tage.

Am Freitag entstanden die ersten Zeichnungen in der Umgebung des “Alten Schlosses”.

Wenn die Kirche schon Stiftskirche heißt, muss man sie auch zeichnen.
Wenn Rundes auf Eckiges trifft wird es fordernd.
Auf der Suche nach einem Anspitzer noch rasch gezeichnet.

Mit der ganzen USK-Truppe ging es dann am Abend zum “Drink, Meet and Draw” ins Theaterhaus.

Die Zeit überbrücken, bis wir reindürfen …
Im Foyer gab es viele interessante Motive, Bier, Pizza und Leute zum Reden.

Der Samstag war den einzelnen sogenannten Sketch-Walks gewidmet. Hier trennten sich für den Tag die Wege meiner Tochter und mir. Meine erste Station war der Nordbahnhof.

Ein ehemaliges Eisenbahnerhäuschen, in dem auch mal ein Milchgeschäft war.
Mal ganz anders, und ausbaufähig …

Am Nachmittag traf ich mich dann mit der nächsten Gruppe am Erwin-Schoettle-Platz. Hier überlegte ich eine Weile, ob es die Kirche oder das Feuerwehrhaus wird. Nun, es gab doch tatsächlich einen Platz, wo beide Gebäude aufs Papier passten.

Zurück zur gewohnten Technik mit meinen 8B-Bleistiften.

Am Sonntag spazierten wir noch in Ruhe durch die Stadt und versuchten bei der Ausstellung den einen oder anderen Blick auf die Zeichnungen der anderen Teilnehmer zu erhaschen. Meine Zeichnungen waren nicht dabei, da auf Skizzenbücher eingeschränkt wurde. Ich habe halt eher eine “Loseblattsammlung”.

Der Zug brachte uns am Nachmittag wieder nach Hause. Dieses Mal waren wir überpünktlich und hatten mit einer Feldhockey-Mädchenmannschaft im Zugabteil sogar noch Unterhaltung.

Bei Lemke am Alexanderplatz ließen wir den Abend dann zu 3. ausklingen. Meine Frau hatte uns vom Zug abgeholt.