Tsambika

Heute gibt es nach langer Zeit wieder eine Bleistiftzeichnung. Dieses Mal ein Motiv, welches mir sehr am Herzen liegt. Es ist die Pforte zum Kloster Tsambika auf der Insel Rhodos. Es liegt auf der Spitze eines Berges. Dieses Kloster ist auch heute noch ein Pilgerziel unzähliger Paare, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt. Hier wird die Jungfrau Maria angebetet, dass es mit einer Schwangerschaft doch noch klappt.

Als wir das erste Mal vor 25 Jahren dort waren, war unsere Tochter 2 cm groß. Wir hatten das mit der Schwangerschaft also schon geschafft.

IMG_8561

Trotzdem haben wir das Gefühl, dass irgendjemand seitdem schützend die Hand über uns gehalten hat und wir eine wunderbare Tochter bekamen.

Beim Besuch im April diesen Jahres, war es ein ganz seltsames Gefühl dort oben auf dem Berg. Diese Zeichnung anzufertigen war mir sehr wichtig.

I’m watering in the rain (*sing*)

Machte man sich im alten Griechenland über überflüssige Tätigkeiten lustig, nannte man es „Eulen nach Athen tragen“. Warum? Es gab wohl in Athen schon so viele Eulen, dass es unsinnig war, diese dort auch noch hinzutragen. Außerdem hätten die Eulen, wenn sie es denn gewollt hätten, auch einfach hinfliegen können.

Was hat das jetzt mit meiner folgenden Zeichnung zu tun?

IMG_8723

Der heutige Sonntag ist verregnet. Das ist zum einen schon einmal doof, weil wir die noch nicht ganz trockenen Handtücher draußen auf der Leine gelassen hatten. Zum anderen hat uns die Gartennachbarin leicht ins Staunen gebracht.

Nachdem gestern der Rasen vertikutiert wurde, verteilte sie heute Dünger und Grassamen. So weit so gut. Ungeachtet der Tatsache, dass es in der Nacht geregnet hatte und den ganzen Tag ein Schauer den nächsten jagt, sprengte sie in aller Ruhe ihren Garten. Ja, sie stand mit dem Sprenger im Regen und wässerte den nassen Boden. Es fehlte nur noch der Regenschirm.

Wie kommt man bitte auf solche Ideen?

 

 

Wenn die Spannung zu groß wird

Frau von Storch fühlte sich heute bemüßigt, verschiedene Politiker aufgrund ihrer Beileidsbekundungen zu kritisieren. Ich frage mich, was diese Frau reitet. Was treibt sie und ihre Partei an, die Bevölkerung zu spalten? Wobei, auch aus den Reihen der AfD kamen Worte des Beileids. So richtig abgestimmt ist das nicht.


Immer wieder thematisieren sie den Islam als Wurzel allen Übels. Sie begreifen einfach nicht, dass es ‚den‘ Islam überhaupt nicht gibt. Genausowenig wie ‚das‘ Christentum. Hier würde niemand auf die Idee kommen, z.B. die evangelische Kirche mit radikalen Strömungen im Christentum in einen Topf zu werfen.

Der Islam steht plötzlich für alles Schlechte, nur weil es auch dort Idioten gibt.

Ja klar, jammern ist nicht die Lösung. Menschen jedoch die Hilfe zu versagen, weil Glaubens-„Brüder“ nicht mehr alle beisammen haben, kann auch nicht die Lösung sein. Was soll es denn bringen, die Grenzen zu schließen? Die Terroristen, die als Flüchtlinge getarnt hier auftauchen, finden den Weg zu uns auch durch geschlossene Grenzen.

Das Einzige jedoch, was die sogenannte Alternative schafft, ist Misstrauen im eigenen Land. Jeder, der fremd aussieht, wird verdächtig. Immerhin könnte er ja Moslem sein. Damit wird er, nach alternativer Lesart, zum Terrorverdächtigen. Wo das hinführen kann, haben wir vor ein paar Jahrzehnten schon einmal durch.

Ich hoffe, wir Deutschen rennen nicht wieder den einfachen „Lösungen“ hinterher. Wir dürfen gestriges Gedankengut nicht salonfähig werden lassen.

Erinnerung an Rhodos

Die Idee mit der Glühlampe fand ich so gut, dass ich gleich nach eigenen Ideen gesucht habe. Mal schauen, vielleicht wird ja eine Serie daraus.

Der Zusammenhang mit Rhodos ist leicht erklärt. Am Frühstückstisch auf der Hotelterrasse sitzend, konnten wir auf einen Felsen schauen. Auf diesem wohnten ein paar Bergziegen, die wir auf einer Wanderung auch getroffen hatten.

IMG_7660

Erleuchtung mit Tusche

Schon lange überlege ich, es auch einmal mit Tusche zu probieren. Ich habe mich nur nicht getraut. Jetzt wurden mir zum Geburtstag Tuschestifte geschenkt.

IMG_7589

Da mir auf die Rasche kein Motiv einfiel, durchstöberte ich Pinterest. Und siehe da, ich wurde fündig.

IMG_7588

Etwas in der Art hatte ich dort vor ein paar Tagen schon gesehen und an einer meiner Pinnwände gepinnt.

Beim Zeichnen fühlte ich mich noch etwas unsicher. Dadurch wurde der Umriss der Glühlampe etwas zittrig. Ich denke mal, dass sich das noch mit der Zeit gibt. Mit dem Bleistift habe ich immer noch die Möglichkeit zu korrigieren. Hier muss es gleich stimmen. Vielleicht sollte ich es mit Bob Ross halten: „We don’t make mistakes here, just happy little accidents“.

Die Bögen von Rhodos 

Die Altstadt von Rhodos Stadt ist faszinierend. Man fühlt sich in das Mittelalter zurückversetzt. Jeder Winkel sprüht förmlich vor Geschichte.

Besonders beeindruckend finde ich die Mauerbögen zwischen den Häusern. Aber auch die vielen Pflanzen, die in Ritzen und auf Vorsprüngen wachsen, tragen ihren Teil zum Gesamtbild bei. Nicht zu vergessen, gefühlt tausende von Katzen. Die haben es jedoch nicht auf meine Zeichnung geschafft.

Bei einer Tasse Kaffee im Jivino entstand diese Zeichnung. Wie gesagt, Mauerbögen, Blumen, aber keine Katzen.

Agiou Fanouriou

Griechischer Wein …

In der Altstadt von Rhodos gibt es unzählige Gaststätten. Für uns gab es einen Salat, gegrillten Feta und für jeden ein Glas Rotwein im Pizanias.

Das Essen war hervorragend und die Aussicht „zeichnenswert“.


Hier in der Altstadt könnte ich mich wirklich an fast jeder Ecke hinsetzen und zeichnen. Die zweite Zeichnung ist jedenfalls schon in Arbeit.

Kolymbia – 25 Jahre später

Vor 25 Jahren war Kolymbia auf Rhodos noch ein kleiner Ort mit einer Handvoll Hotels. Das hat sich leider geändert. Heute sind es deutlich mehr Hotels geworden. An der Stelle, an der ich gerade in unserem Hotelzimmer schreibe, war damals noch ein Feld. Aber trotzdem gibt es hier immer noch schöne Ecken.

Direkt am Strand, am Ende der Eukalyptus-Allee, habe ich heute bei einem Bierchen, mal wieder zum Bleistift gegriffen.

Strand, Kolymbia
Ich denke mal, dass ich hier in den nächsten Tagen noch das eine oder andere Motiv finden werde.