Rechts abbiegen verboten

Mir scheint es so, dass es für so einige Mitbürger wieder in Ordnung ist, rechtes Gedankengut zu hegen. Es wird von „Biodeutschen“ gesprochen. Ich habe die Befürchtung, dass es bis zum Ariernachweis nicht mehr weit ist. Wer gegen rechte Strömungen argumentiert, wird als „linksgrünversifft“ und „Schlafschaf“ bezeichnet. Wer nicht deutlich rechts der Mitte steht, ist linksextrem. Für mich ist Extremismus, rechts oder links, keine Option. Extremisten haben immer die „einfachen Antworten“. Damit können sie zwar am Stammtisch punkten, mit der Realität hat das jedoch sehr wenig zu tun.

Extremismus und Ausländerfeindlichkeit kann keine Lösung sein. Nie!

Wer mit einem „Ich bin zwar kein Nazi, aber …“ anfängt, braucht nicht weiterzusprechen. Unsere Vorfahren konnten sich noch herausreden. „Wir haben ja nicht ahnen können, dass …!“ Das funktioniert bei uns nicht. Wir wissen, was passiert ist. So blind kann doch eigentlich kein Mensch sein!

Hoffen wir alle, dass es sich bei dem derzeitigen Rechtsruck der Gesellschaft, nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Lasst die AfD, wie damals die DVU, in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Das sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig!

20180908_RechtsAbbiegen

Wenn die Spannung zu groß wird

Frau von Storch fühlte sich heute bemüßigt, verschiedene Politiker aufgrund ihrer Beileidsbekundungen zu kritisieren. Ich frage mich, was diese Frau reitet. Was treibt sie und ihre Partei an, die Bevölkerung zu spalten? Wobei, auch aus den Reihen der AfD kamen Worte des Beileids. So richtig abgestimmt ist das nicht.


Immer wieder thematisieren sie den Islam als Wurzel allen Übels. Sie begreifen einfach nicht, dass es ‚den‘ Islam überhaupt nicht gibt. Genausowenig wie ‚das‘ Christentum. Hier würde niemand auf die Idee kommen, z.B. die evangelische Kirche mit radikalen Strömungen im Christentum in einen Topf zu werfen.

Der Islam steht plötzlich für alles Schlechte, nur weil es auch dort Idioten gibt.

Ja klar, jammern ist nicht die Lösung. Menschen jedoch die Hilfe zu versagen, weil Glaubens-„Brüder“ nicht mehr alle beisammen haben, kann auch nicht die Lösung sein. Was soll es denn bringen, die Grenzen zu schließen? Die Terroristen, die als Flüchtlinge getarnt hier auftauchen, finden den Weg zu uns auch durch geschlossene Grenzen.

Das Einzige jedoch, was die sogenannte Alternative schafft, ist Misstrauen im eigenen Land. Jeder, der fremd aussieht, wird verdächtig. Immerhin könnte er ja Moslem sein. Damit wird er, nach alternativer Lesart, zum Terrorverdächtigen. Wo das hinführen kann, haben wir vor ein paar Jahrzehnten schon einmal durch.

Ich hoffe, wir Deutschen rennen nicht wieder den einfachen „Lösungen“ hinterher. Wir dürfen gestriges Gedankengut nicht salonfähig werden lassen.