Kurz vor diesem Tag hatte ich einen Bericht über die IG-Nobel-Preise gesehen. Fester Bestandteil der Zeremonie zu Verleihung dieser Preise, ist das Werfen von Papierfliegern.
Tag 10: hope
In jedem Samenkorn steckt die Hoffnung auf ein zukünftiges Leben. Darauf, dass es weitergeht, dass wir nicht vergebens auf dieser Welt sind.
Tag 11: disgusting
Hat sich jemand von euch in letzter Zeit bei Twitter und Facebook umgeschaut? Ich finde ja, dass die Umgangsformen dort immer häufiger ekelhaft sind.
Tag 12: slippery
Um es mit Reinhard Mey zu sagen: „Auch für dich mit dem stolzesten Schritt im Saale, liegt irgendwo schon eine Bananenschale. …“. Lasst uns alle nicht vergessen, dass wir nur arme kleine Würstchen sind!
Tag 13: dune
Bei Düne denke ich an die Ostsee. Der Weg durch die Düne zum Meer ist jedes Mal etwas ganz Besonderes. Ein enger Weg und plötzlich steht man vor unendlicher Weite. Ab und zu braucht man das für die Seele.
Tag 14: armor
Wie eine Rüstung ist der Panzer der Schildkröte. Bei Gefahr kann sie sich zurückziehen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass sie sich auch immer wieder heraustraut.
Tag 15: outpost
Stundenlang stehen die kleinen Erdmännchen auf ihrem Vorposten und beobachten. So können sie bei Gefahr rechtzeitig reagieren. Ziemlich clever die Kleinen!
Tag 16: rocket
Natürlich hätte ich einfach eine Rakete zeichnen können. Heute hatte ich jedoch Lust auf eine Herausforderung. Also wurde es Rocket Raccoon von den Guardians of the Galaxy.
Wieder ist es Oktober. Wieder gibt es eine Liste für den „Inktober“. Damit ich bei dem ganzen privaten Hin und Her auch mithalten kann, werden es in diesem Jahr wieder Glühlampen. Sollte im nächsten Jahr wieder Ruhe eingekehrt sein, versuche ich mich vielleicht wieder an etwas Ungewohntem.
Auch auf ein übergeordnetes Thema habe ich verzichtet. Es geht nur ums Mitmachen.
Genug der Vorrede, auf zu den ersten 8 Zeichnungen!
Tag 1: fish
Ich hoffe ja, der Hai hat nicht alle anderen Fische verspeist. Diese Glühlampe hatte ein ehemaliger Kollege lange Zeit an seinem Whiteboard im Büro.
Tag 2: wisp
Das erste Mal, dass ich mit dem Wort wisp in Berührung kam, war im Zusammenhang „wisp of smoke“. Übersetzungsprogramme boten auch Fetzen oder Strähne an. Die ausgepustete Kerze fand ich jedoch am passendsten.
Tag 3: bulky
Was kann man in eine Lampe stecken, was sperrig oder auch massig ist. Also einen Sack Reis kann man ja wohl als massig bezeichnen. Vielleicht ist ja gerade einer davon in China umgefallen.
Tag 4: radio
Ein Radio hatte ich bereits zum Tag des Radios gezeichnet. Also musste etwas anderes her. Was braucht man für das Radio alles? Zum Beispiel bekommt man ohne Mikrofon keine Sprache hinein.
Tag 5: blade
Mein erster Gedanke war der Vampierjäger aus dem Marvel-Universum. Eine einfache Klinge sollte es auf jeden Fall nicht werden. So wurde es ein Sägeblatt.
Tag 6: rodent
Eigentlich hätte es beim Thema Nagetier ja ein Meerschweinchen werden müssen. Bei den Glühlampen widerstrebt es mir jedoch, das Offensichtliche zu tun. Scheinbar wartete ich jedoch zu lange mit der Entscheidung. Der Biber war schon fast weg.
Tag 7: fancy
Diese Glühlampe sollte also schick werden. Der erste Einfall, den ich hatte, war ein Zylinder. Wenn der nicht schick ist, was dann?
Tag 8: teeth
Zähne … hm! Ach ja, irgendwann kommt der Tag, an dem unsere Zähne getrennt von uns schlafen. Dieses Motiv hatte ich vorher bereits in der App Vectinator auf dem iPad ausprobiert. Ich musste also „nur“ noch abzeichnen.
Zwischenfazit:
Nach 8 Tagen kann ich sagen, nach kleinen Startproblemen läuft es. Ich werde am Ball bleiben. Wobei mir das heutige Thema noch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet.
Schon lange ist es nicht mehr passiert. Heute jedoch war in der Lieferung von Amazon wieder einmal eine LEGO-Minifigur.
Das heißt, genau genommen war sie in einem eigenen Paket. Ich habe keine Ahnung, wie das wieder passieren konnte.
Ein Blick auf das Lichtschwert verriet auch gleich, wer sich da in die Bestellung gemogelt hatte: Mace Windu. Der einzige Jedi mit einem violetten Laser.
Gespielt wurde dieser Charakter in den Filmen übrigens vom wunderbaren Samuel L. Jackson.
Wer kennt es nicht, pochende, ziehende, pulsierende, … Schmerzen im Kopf.
Der 5. September ist, zumindest in Deutschland, der Kopfschmerztag. Dieser soll daran erinnern, dass man diese Schmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Treten sie gelegentlich auf, ist alles im Rahmen. Hat man sie regelmäßig und/oder besonders stark, sollte man mit einem Arzt darüber sprechen.
Für mich ist dieser Tag ein Grund, wieder mit den Glühlampen weiterzumachen. Drücken wir doch diesem kleinen Gespenst die Daumen, dass es seine Kopfschmerzen los wird.
Aus Gründen waren wir an diesem Wochenende mit Freunden in Erfurt. Ich wollte auf jeden Fall zeichnen. Sogar an meinen Skizzenblock hatte ich gedacht.
Die erste Zeichnung, die Krämerbrücke, wurde jedoch überhaupt nicht auf Papier gezeichnet.
Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, weder Papier noch Bleistift waren hier beteiligt. Es ist die erste Zeichnung eines realen Gebäudes, welche ich auf meinem neuen Tablet angefertigt habe.
Das Tablet ist ein 2020er iPad Pro. Gezeichnet wurde mit dem Apple Pencil 2 in der App Procreate.
Es war erst schon ein wenig komisch. Bis ich den für mich passenden „Stift“ gefunden hatte, brauchte ich einen Moment. Der Derwent-Stift ist es im Endeffekt geworden. Der Druckbleistift hingegen war irgendwie komisch. Ich werde jedoch auch weiter ausprobieren.
Ab und zu wunderte ich mich, dass der Stift nicht schrieb. Ich musste jedoch dann jedes Mal feststellen, dass ich auf den Radierer umgeschaltet hatte (Doppelklick auf den Stift). Wirklich beeindruckt bin ich von der Präzision, mit der die Bewegung des Stiftes in eine Linie übersetzt wird. Das ist deutlich besser als bei dem Android-Tablet aus „Every Day in May“.
Spaß hat es gemacht, keine Frage. Das klassische Zeichnen kann es (noch?) nicht ersetzen. Jedoch ist es eine interessante Ergänzung. Zum Beispiel hat man hier die Möglichkeit, die Zeichnung zu duplizieren. So kann man ohne Angst, die Zeichnung zu versauen, experimentieren.
Also keine Angst! Es wird weiterhin echte Bleistiftzeichnungen von mir geben.
Am Domplatz bei einer Himbeerfassbrause ist dann dieses Bild entstanden. Hier jetzt wieder mit Papier und Bleistift.
Wir sind wieder zu Hause. Hinter uns liegt eine wunderschöne Tour an der Mosel.
Wer Lust auf alte Burgen hat, sollte sich diese Gegend nicht entgehen lassen. Ein kleiner Tipp an die Zeichner unter euch, wenn ihr vorhabt, im Urlaub zu zeichnen, dann ist es ratsam, auch Papier mitzunehmen. Nimmt man nur die Stifte mit, ist das ein wenig doof. Mir hat dann ein Besuch bei Woolworth geholfen.
Die erste Burg (nach der Festung in Koblenz) war Burg Thurant hoch über dem Ort Alken. Schon der Eingang ist beeindruckend. Sie wird noch von ihren Besitzern bewohnt, kann aber besichtigt werden.
Hier meine Zeichnung vom Eingang. Ich habe mir die Hinweise meiner „Zeichenkollegen“ zu Herzen genommen und war mit dem 8B-Stift nicht sparsam. Dieser ist während der Reise ordentlich geschrumpft. Nachschub wurde geholt, das ist dann aber eine andere Geschichte.
Außerdem ist dies der erste Artikel, den ich auf meinem neuen iPad-Pro mit dem „Magic-Keyboard“ schreibe. Da kommt bestimmt demnächst auch ein Artikel zu diesem Gerät.
Immer wieder denke ich darüber nach, meinen Account bei Facebook zu löschen, mache es dann aber doch nicht. Woran das liegt? Nun, es hat mit dem Zeichnen zu tun.
Letzte Woche erst zeichnete ich das Tor vom Hof der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf. Ich versuchte das Spiel von Licht und Schatten einzufangen. Das Ergebnis seht ihr hier:
Die Zeichnung lud ich im Anschluss bei Facebook in die Gruppe der Berliner Urban Sketcher hoch und bat um Kommentare. Völlig zu Recht bekam ich den Tipp, dass die Kontraste fehlen. Also setzte ich mich heute hin und überarbeitete das Ganze.
Es ist noch nicht ganz so kontrastreich, wie der Vorschlag der Zeichnerin Katrin Merle, aber es hat der Zeichnung gut getan. Jetzt muss ich das nur noch verinnerlichen.
Ohne die Gruppen und die Tipps, die ich mir dort oder auch bei den Treffen vor Ort holen kann, würde ich “im eigenen Saft kochen”. Erst der kritische Blick von Außen bringt weiter. Auf dass ich noch viel lernen kann!
Lange hatte ich keinen Artikel mehr zu LEGO-Figuren. Deshalb gibt es heute ein kleines Update.
Zur Zeit bin ich von “The Mandalorian” fasziniert. Leider war die Staffel 1 viel zu kurz. Man sieht wunderbare Charaktere in einer Klasse umgesetzten StarWars-Umgebung. Es ist also klar, dass auch Mando mit an meine Sammelwand muss.
Ich habe das Set der Razorcrest, Mandos Raumschiff, bestellt. Da gibt es nur ein Problem. Es ist erst im September verfügbar. Damit mir die Zeit nicht lang wird, gab es heute den “Mandalorian Battle Pack”. Für knappe 13€ bekam ich 4 Figuren. Sie haben zwar die doofen Blaster aber alles Gute ist ja bekanntlich nie beisammen.
Der Monat Mai des Jahres 2020 ist Geschichte. Wieder haben wir für jeden Tag eine Zeichnung angefertigt. Es war ein kleines Ritual geworden. Abends haben wir im Bett noch vor dem Schlafen gezeichnet.
Oftmals war meine Frau schon fertig, wärend ich noch das Motiv suchte. Manchmal war ich auf ihre Stifte und das Papier neidisch. Aber ich wollte das Ganze auf dem Tablet durchziehen. Koste es was es wolle.
Am Tag 16 stand ein Schneebesen oder eine Küchenmaschine auf dem Programm. Bei DUPLO wurde ich fündig.
Der 17. war da schon etwas schwieriger. Es sollten Kaffeebohnen oder ein Teebeutel werden. Hier musste meine Tasse herhalten. Der Teebeutel ist gut darin versteckt.
Das Frühstück, welches am 18. das Thema war, fand ich im ersten Moment schwierig, fand dann jedoch dieses Croissant in der LEGO-City-Reihe.
Jetzt wurde es kompliziert. Die Aufgabe für den 19. Mai war ein Kissen. Das Internet musste wieder helfen. Wie man sieht, ich habe ein Kissen gefunden.
Schuhe oder Bekleidung war das nächste Thema. Da die Minifiguren ihre Bekleidung gleich auf dem Körper haben, wurde es einfach ein Unterkörper.
Der 21. war der Tag der Früchte. Dazu fiel mir nicht so richtig etwas ein. Auch hier half mir mal wieder Tante Google mit einem Obst-Teller aus.
Das Motiv für das Thema des 22. war wieder schnell gefunden. Ein Buch, eine Zeitung oder ein Magazin sollte es werden, der aktuelle LEGO-Katalog wurde es.
Auch wieder ein Motiv, bei dem ich nicht lange nachdenken musste. Am 23. wurde ein Glas gewünscht.
Wo möchtest du gerade sein? Diese Frage sollte zeichnerisch am 24. dargestellt werden. Das war inhaltlich kein Problem. Eine Nacht im LEGO-Store und alle Kästen aufmachen dürfen, ein Traum. Leider ging es technisch in die Hose. Für diese Art von Zeichnung passt die Kombination Samsung-Tablet und App nicht so wirklich.
Am 25. Mai ist Handtuchtag. An diesem Tag feiert man Douglas Adams, den Schöpfer des “Hitchhikers”. Bei der Suche im Internet fand ich das Bild von Marvin als Minifigur. Wenn das nicht passt, was dann?
Am 26. lag ich ein wenig neben dem Thema. Eigentlich war ein Nudelgericht gewünscht. Italienisch wurde es, es gab Pizza.
Der Schlüssel zu Fingernägeln, die nach dem Bauen mit LEGO nicht kaputt sind, ist ein Teiletrenner. Das Thema am 27.: Schlüssel!
Auch in der LEGO-City muss man sich ab und zu die Hände waschen. Da hilft es einen Wasserhahn im Hause zu haben. So war der 28. kein Problem.
Für den 29. sollte es dann Gemüse oder irgendetwas aus dem Kühlschrank werden. Na dann, bei mir gibt es Möhrchen.
Die Blumen für den vorletzten Tag sind noch von früher. Erst jetzt fiel mir auf, dass diese Blumen schon eine Weile nicht mehr produziert werden.
Am letzten Tag war ein Telefon gewünscht. Bei mir wurde es ein kleines Rotes.
Fazit:
Wie man sieht, habe ich Einiges ausprobiert. Von „Bleistift“-Zeichnungen bis hin zu Tusche. Über die Zeit habe ich mich immer mehr eingearbeitet. An den letzten Zeichnungen kann man sehen, womit ich am besten zurechtkam.
Irgendwann fing ich an, Layer zu nutzen. Das ist ein großer Vorteil zum analogen Zeichnen. Man fängt mit einem Bleistift an, die Vorzeichnung zu skizzieren. Hier habe ich mich dann auch getraut, großzügig mit Hilfslinien zu arbeiten. Auf einem neuen Layer habe ich die Vorzeichnung mit der Tuschefeder nachgezogen. Zum „Ausmalen“ habe ich danach einen Layer zwischen den beiden ersten angelegt. Damit musste ich nicht so aufpassen, dass ich die Linien nicht übermale. Als Abschluss dann die Vorzeichnung wegwerfen und die Layer verbinden – fertig. Wichtig ist nur, konzentriert bleiben und beim Zeichnen nicht die Layer verwechseln.
Für:
Layer vereinfachen einiges beim Zeichnen
eine riesige Auswahl an Zeichenutensilen und Farben
die UnDo-Funktion
die Zeichnung oder auch nur Teile davon können auf der Fläche verschoben werden
sehr gute Handballenerkennung
das Digitalisieren für die Veröffentlichung entfällt
Wider:
unpräzises, schwammiges Zeichengefühl
keine Drucksensitivität beim getesteten Gerät
Platz auf dem ActiveTab viel zu klein
die dicke Schutzhülle störte die Handbewegung
ab und zu sprang ein Menü ins Bild
ich hatte keine Option gefunden, in der App das automatische Drehen auszuschalten
Alles in allem war es ein interessanter Ausflug in unbekannte Gebiete. Ich muss feststellen, dass das Zeichnen auf dem Tablet für mich kein Ersatz für Stift und Papier werden wird. Aber als Ergänzung kann ich es mir sehr gut vorstellen. Dafür müsste ich aber mal das Ganze mit einem größeren Gerät ausprobieren. Wenn ich das nächste Mal ein iPad Pro in der Hand habe, werde ich das mal machen. Vielleicht komme ich ja mit dem Stift von Apple auch besser klar.
Ansonsten freue ich mich schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Every Day in May“!
Mit der virtuellen Gondel war ich am 21. April in Venedig unterwegs. Ich wollte etwas abseits zeichnen. Somit schipperte ich gefühlt jeden kleinen Kanal entlang, bis ich ein passendes Motiv fand.
Wieder war eigentlich die größte Herausforderung, die Verzerrung der Perspektive auszugleichen.
Ich finde, es ist mir ganz gut gelungen.
Ansonsten: wir sollten wirklich mal dort hin. Es gibt einige schöne Ecken.