Imagine, Create, Inspire

In einem Geschäft in Friedrichstadt in Nordfriesland fand ich im letzten Jahr ein Skizzenbuch von Letterwish, welches unbedingt mitgenommen werden musste.

Der Einband wirkt ein wenig wie ein Märchenbuch. Auch wenn er im Foto leicht blau wirkt, es ist eigentlich ein dunkles Grün.

Auf dem nächsten Bild kommt die Farbe deutlich besser zur Geltung.

Durch die Art der Bindung kann man die Doppelseiten sehr schön nutzen. Es gibt keine tiefe Spalte zwischen den Seiten. Das Papier (130 g/qm) ist recht glatt und sorgt schon für Vorfreude.

Beim Kauf war mir noch nicht klar, was ich mit dem Buch machen werde. Ich bin ja eher auf Blöcke spezialisiert. Für das „normale“ Urban Sketching passt es für mich eher nicht. Damit ich nicht nach jeder Zeichnung fixieren muss, fallen Bleistiftzeichnungen schon mal raus. Also werden es wohl die Tuschestifte.

Aber was wird es inhaltlich? Da habe ich inzwischen eine Idee, auf die ich mich gerade noch vorbereite und schon mal sammle.

Schauen wir mal …! Gespannt? Ich auch!

Geschichten aus dem alten Berlin

Gern war ich als Kind zu Besuch in der Greifswalder Straße. Dort wohnten meine Oma und meine Tante.

Ich liebte die Ausflüge, die wir unternahmen, das Lesen der Fix&Foxi-Hefte, Canasta und Brettspiele. Gern stöberte ich in der Kammer, dem ehemaligen Zimmer meiner Mutter. Ein wenig Angst hatte ich vor dem Hängeboden, denn meine Oma sang ab und zu, dass dort Gespenster wären. Im Erker stand zu Weihnachten immer der Weihnachtsbaum und das Schlagen der Uhr höre ich heute noch ab und zu.

All diese Erinnerungen kamen hoch, als ich vor ein paar Tagen das Haus zeichnete. Es war mir ein Bedürfnis!

Tanze, tanze Schneemann!

Wenn man von der eigenen Frau und seiner Mutter ein Thema präsentiert bekommt, kann man schon mal darauf eingehen. Beide machten mich auf den “Tag des Schneemanns” aufmerksam.

Eigentlich war ich mir sicher, dass es schon einmal einen Schneemann in einer Glühlampe gab. Bei der Suche in meinen Skizzen-Büchern habe ich jedoch keinen gefunden. Komisch, ich hatte direkt ein Bild vor Augen.

Zur Sicherheit überlegte ich mir ein anderes Motiv als das, was in meinem Kopf spukte.

Olaf! Der kleine süße Schneemann aus Frozen.

Vor kurzem hatte ich auf Disney+ die Serie “Sketchbook” gefunden. In jeder Folge zeigt ein(e) Disney-Zeichner(in), wie die Figuren entstehen. In der ersten Folge ging es um Olaf. Ich kann die Serie nur empfehlen!

Ach ja, Grüße gehen auch an meinen Enkel, der ein absoluter Schneemann-Fan ist!

Wer war das?

Mit seinem kleinen Maulwurf hat Wolf Erlbruch vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Da läuft der kleine Kerl mit dem Haufen auf dem Kopf durch die Gegend um den Verursacher zu finden.

Nun ist sein Zeichner am 11. Dezember leider verstorben. Wir sagen „Danke!“ für die schönen Momente.

Schwere Kunst

Im Sommer dieses Jahres waren wir rein zufällig beim “Tag der offenen Tür” in der Werkstatt des Kunstschmiedes Fritz Kühn. Ich muss auf jeden Fall mal ein Zeichentreffen für die Urban Sketcher hier organisieren.

Vor Ort hatte ich an dem Tag nur ein paar Fotos gemacht. Meine Frau wünschte sich aber, dass ich den Amboss auch zeichne.

So habe ich mich gestern hingesetzt und diese Zeichnung hier nach dem Foto angefertigt.

Erst wollte ich nur den Amboss mit dem Werkzeug zeichnen. Das kam mir dann ein wenig “leer” vor. Im zweiten Schritt deutete ich den Hintergrund nur leicht an. Dadurch verlor der Amboss komischer Weise an Bedeutung im Bild. Erst mit den dunklen Stellen im Hintergrund wurde die Zeichnung so, wie ich sie mir wünschte.

Oft werde ich gefragt, wie lange ich für solche Zeichnungen brauche. Hier habe ich mal darauf geachtet. Es war eine gute Stunde.

Keiner muss alleine zeichnen!

Vor ein paar Tagen, fragte ich bei den „Urban Sketcher Berlin“, ob nicht jemand Lust auf ein spontanes Treffen hätte.

Ja, ein paar der Leute hatten Zeit. Einige kannte ich bereits von vergangenen Treffen und/oder unserer Ausstellung in der Brauerei. Ein paar Gesichter waren neu.

Wir schwärmten rund um den Hackeschen Markt aus und verabredeten uns zum abschließenden Zeigen der Zeichnungen in der „Grand Bar“ (Oranienburger Straße 33).

Ich verbrachte die Zeit bis zum Treffen mit einer Zeichenkollegin gleich um die Ecke in einem Café mit Blick auf ein anderes Café.

Kleiner Tipp an Zeichner, die einfach mal mitmachen wollen, schaut mal auf Facebook in unserer Gruppe vorbei. Dort kann jeder solche Treffen ankündigen oder einfach an geplanten Treffen teilnehmen.

Keine Angst, wir beißen nicht und jeder Zeichenstil ist willkommen.

Schloss oder nicht Schloss …

Wieder waren wir auf unserer Pulsnitz/Moritzburg-Tour mit unserem Wohnmobil. Erst wurden die Pfefferkuchenvorräte aufgefüllt und dann nachgeschaut, ob das Schloss noch steht. Und ja, es steht noch!

Es sollte aber nicht wie immer das Schloss aufs Papier. Dieses Mal nicht! Die Tür vom „Landhof zu Moritzburg“ hat doch auch mal ein Portrait verdient, oder?

So wirklich kann man dem Schloss dann doch nicht widerstehen. Aber ich strenge mich an, eher ungewohnte Perspektiven zu finden.