Fliesen – mal anders

Nachdem fast alle Wände ihre Verkleidung bekommen hatten, war nur noch der Schornstein übrig. Dort starrte uns noch der nackte Putz an.

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In der ersten Version unserer Planung waren für die Wand Klinker geplant. Vor einiger Zeit hatte ich in einem Baumarkt Klinkerimitat aus Schaumstoff gesehen. Die hatten auf der Rückseite einfach einen Klebestreifen. Wie wir jedoch erfuhren, lagen die Dinger wohl wie Blei in den Regalen. Daher werden sie inzwischen nicht mehr angeboten. Richtige Klinker-„Fliesen“ wollte ich nicht nehmen. Das war mir zuviel Arbeit. Die auch noch angebotenen Foto-Tapeten hatten uns nicht richtig überzeugt.

Irgendwann saß ich dann im Zimmer und meinte einfach nur zu Spaß, dass ich die Wand jetzt mit Lego-Platten bekleben werde. Je öfter wir darüber nachdachten, umso besser fanden wir die Idee. Und einige Zeit später stand ich dann im Lego-Store und kaufte 11 Grundplatten (Nr. 10701). Mit den bereits vorhandenen vier Platten reichte es dann für den Schornstein. Die schmale Seite bekommt 5 und die breite Seite entsprechend 10 Platten.

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Der nächste zu klärende Punkt war dann die Frage der Befestigung. Hier fiel die Wahl, nach einiger Internetrecherche, auf Acryl. Das hat den Charme, dass man das im Falle des Falles auch wieder ab bekommt. Bis zu diesem Zeitpunkt hält es jedoch sehr gut.

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Das Kleben war recht problemlos. Wichtig ist es, den Rand komplett zu umranden. Sonst hält das Ganze nicht richtig.

Damit die Abstände zwischen den Platten stimmen, benutzte ich Lego-Steine als „Fliesenkreuze“. Die sind jedoch inzwischen wieder abgenommen.

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Inzwischen wohnen schon ein paar Minifiguren an der Wand zur Probe.

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Abschließend muss ich jetzt noch die „Umrahmung“ fertigstellen und die restlichen Ixel mit Leisten versehen.

Die Wände sind also bald fertig und der Fußboden kann angefangen werden. Das wird ja auch langsam Zeit.

Das Streichergebnis (Wand#16)

Damit hier niemand denkt, dass es im Zimmer nicht weitergeht, hier eine „Wasserstandsmeldung“. Ich bin nicht nur mit dem Öffnen des Adventskalenders beschäftigt.

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Die Wand ist jetzt einmal mit Acrylfarbe geweißt. Leider schlägt noch der Baum durch. Ich werde es mir am Samstag mal bei Tageslicht anschauen, denke jedoch, dass ich noch einen zweiten Durchgang machen werde.

Für den noch „nackten“ Schornstein habe ich am Montag schon das Material für die Verkleidung geholt. Das wird jedoch erst nach dem Streichen der LED-Wand angebracht. Sonst habe ich da gleich Farbkleckse drauf. Was es wird … lasst euch überraschen. Der Beitrag darüber wird dann eine Art Crossover-Folge.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen (Wand #15)

Nachdem die „Baumplatte“ an der Wand befestigt war, konnten auch die Seiten zugeschnitten und angebracht werden.

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Die beiden heraushängenden schwarzen Kabel sind für die hinteren Lautsprecher der Heimkinoanlage vorgesehen. Der baumelnde Schalter sollte eigentlich das LED-Licht steuern. Das hat er auch gemacht, jedenfalls bis ich ihn in die dafür vorgesehene Ausfräsung eingesetzt hatte. Seit dem Zeitpunkt will er nicht mehr. Verbinde ich die Kontakte direkt, leuchtet der Baum. Der LED-Streifen funktioniert also noch.

Die Wand wird jetzt noch gestrichen und danach ist der Schornstein dran. Hier haben wir uns auch eine ausgefallene Wandverkleidung ausgedacht. Lasst euch überraschen. (Kleiner Tipp: Es hat mit einer meiner Leidenschaften zu tun.)

Es ist fast vollbracht (Wand #14)

Die Sperrholzplatte ist an der Wand. Endlich! Die HDMI- und die Strom-Steckdose sind auch angeschlossen.

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So sieht es recht unspektakulär aus. Leider sieht man die Stellen, an denen das Kunstharz vom Holz aufgesaugt wurde. Wir kommen also um das Streichen nicht herum. Schade, aber nicht zu ändern. Wie schon geschrieben, sollte es ein nächstes Mal geben, werden die Nuten als Erstes dünn ausgepinselt. Vielleicht sieht es ja dann besser aus.

Jetzt aber, Licht aus! Spot an! Tada!

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Im Dunkeln mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung sieht es Klasse aus. So hatte ich es mir vorgestellt. Uns gefällt es.

Jetzt noch die Flächen links und rechts verkleiden, das Ganze weiß bepinseln und der nächste Abschnitt ist fertig.

Wenn für die Steckdose kein Platz ist (Wand #13)

Bevor die Sperrholzplatte an der Wand befestigt werden kann, müssen alle Kabel und Anschlüsse verlegt werden. Damit unsere Heimkino-Anlage das Bild zum (noch zu beschaffenden) Beamer bringen kann, habe ich auch ein HDMI-Kabel verlegt. Damit da nicht einfach ein Kabel aus der Wand hängt, sollte dort eine Steckdose hin. Nun kann man im Internet auch die eine oder andere HDMI-Steckdose kaufen. Die haben alle jedoch einen gravierenden Nachteil. Hinten hängt ein Stück Kabel mit einer Buchse raus. Es wird also recht viel Platz zwischen Dose und Wand benötigt. Bei Leichtbau kein Problem, bei einer Ziegelwand schon doof.

Die Lösung war eine simple HDMI-Eckkupplung für 4 Euro und ein paar Zerquetschte.

Mit dem Dremel habe ich ein entsprechendes Loch in die Platte gefräst und die Kupplung mit Heißkleber auf der Rückseite befestigt – fertig ist die Selbstbau-Steckdose. Ich denke mal, dass ich auch noch etwas zwischen der Kupplung und der Wand befestigen werde. Nicht, dass sich das Ding mal nach hinten rausdrücken lässt.


Damit der schwarze Rand nicht so auffällt, wird der noch weiß angemalt. Ich denke mal, das sollte mit einem weißen Edding funktionieren.


Ach ja, vor dem Einbau hatte ich das Ganze getestet. Wäre ja blöd, wenn alles zusammengebaut ist und da kein Signal ankommen würde.

P.S. Wir hatten gestern schon einmal probeweise die Sperrholzplatte mit dem Baum vor der Wand zu stehen. Sieht wirklich gut aus.

So sprach der Herr es werde Licht, … (Wand #12)

… doch er fand den Schalter nicht.

Es war nicht leicht einen Wandschalter für den LED-Baum zu finden. Ich habe lange im Internet gesucht. Eine Fernbedienung wollte ich nicht. Im Zweifelsfall liegt die unter irgendeinem der vielen Kissen oder in einer Ritze der Schlafcouch. Somit musste es „installierbar“ sein. Ein weiterer Punkt, der die Auswahl einschränkte, war der Fakt, dass ich keine RGB-LEDs verbaut habe. Damit wir uns auch beim weißen Licht entspannen können, sind es RGBW-Streifen. Auf diesen sind neben den farbigen LEDs auch welche in einem warmen Weißton.

Nach dem Lesen vieler Rezensionen und einer Rückversicherung bei meiner Tochter, ist es dann dieser hier geworden: RGBW-LED-Controller.

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Er war per Post recht schnell bei mir und wurde auch gleich ausgepackt und angeschlossen.

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Nachdem ich verstanden habe, dass es sich um einen Touch-Schalter handelt, war er auch einfach zu bedienen. Man darf nicht drücken, nur berühren. Jede Grundfarbe ist einzeln auswählbar (die 4 unteren Tasten). Das Licht ist dann über die Schaltflächen oben in der Mitte auch dimmbar. Steht der Sinn nach Besonderem, kann über den Farbkreis eine Mischfarbe gewählt werden.

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Die äußeren Tasten der oberen Reihe schalten die „Programme“ durch. Damit kann man die Lämpchen blinken lassen sowie harte oder weiche Farbwechsel einstellen. Ist man im Programmmodus, steuern die „Dimm-Tasten“ die Geschwindigkeit.

Der erste Eindruck ist schon einmal sehr gut. Ich hoffe, dass sich der Schalter später auch im Alltag bewährt.

Wer keine Balken hat, der macht sich welche. 

Gemütlich soll es werden, das neue Zimmer. Ein Raum mit Holzbalken wirkt irgendwie von sich aus schon gemütlich. Was macht man also, wenn man keine sichtbaren Balken hat? Man baut sich welche. Nun gut, wir hätten auch die echten Deckenbalken freilegen können. Dabei wäre jedoch jegliche Isolierung flöten gegangen. Das war somit keine Option.

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Zurück zum Selbstbaubalken, das Holz ist aus dem Baumarkt. Die Balken haben einen Querschnitt von ca. 50×100. Im hinteren Balken (der ist schon ein wenig älter) wurde noch eine Nut an der Oberseite eingefräst, in der das Kabel für den Anschluss einer Lampe läuft.

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Um die Illusion eines tragenden Balkens noch zu erhöhen, habe ich den Zweiten nicht nur an der Decke befestigt, sondern auch an der Wand weiterlaufen lassen. Gestern kam dann noch die Sparre hinzu. Auf Grund der leichten Dachschräge war der obere Anschluss etwas frickelig aber es hat funktioniert. Ich habe hier nicht mit Holzdübeln gearbeitet. Das Teil ist einfach angeschraubt. Die Schraubenköpfe sind aber im Holz versenkt. Jetzt werde ich noch die eine oder andere Problemstelle mit Holzkitt bearbeiten. Zum Abschluss bekommt das Ganze eine weißliche Lasur, damit die Balken zum Profilholz passen.

Es werde Licht (Wand #11)

Es geht Schlag auf Schlag. Gestern noch auf dem Fußboden, heute schon an der Wand.


Sollte der Klebestreifen auf der Unterseite nicht ausreichen, wird das Ganze vom Heißkleber gehalten. Den habe ich auf Anraten meiner Tochter alle 10 Zentimeter angebracht.

Nachdem alles angebracht war, erfolgte ein weiterer Funktionstest.

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Ja, so soll es aussehen. Nun noch die Farben:

Rot:

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Check!

Blau:

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Check!

Grün:

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Che… – Nee, warte mal, was ist denn das? Da haben sich ein paar LEDs entschieden zu streiken. Das gibt es doch nicht. Mist!

So kann das nicht bleiben. Aber es wäre ja langweilig, wenn es einfach funktioniert hätte.

Ansonsten, auf jeden Fall schon einmal herrliche Farben. 

Es wird ernst (Wand #10)

Die LEDs sind da. Ein Netzteil und zwei 5m-Streifen RGBW-LEDs. Aber in der gelieferten Form passt es leider nicht so zu meinem Plan.

Die Streifen müssen also zerschnitten und mit Zwischenstücken wieder zusammengesetzt werden. Da ich zwar mit dem Lötkolben umgehen kann, jedoch mit LEDs noch nicht gearbeitet habe, holte ich mir professionelle Hilfe ins Haus. Meine Tochter arbeitet an einem sehr bekannten Theater hier in Berlin und hat dort regelmäßig damit zu tun.

So top hätten meine Lötstellen nicht ausgesehen. Und langsamer wäre ich auch gewesen. Ich habe aber genau aufgepasst. Das nächste Mal probiere ich das selber.

Ein erster Funktionstest – Daumen hoch! Es funktioniert, vielen Dank für die tatkräftige Hilfe.

Jetzt muss das Ganze nur noch an die Wand.

Zwischenspiel (Wand #9)

Da sich die LEDs noch etwas Zeit lassen, musste ich mir andere Arbeit suchen. Gut, dass das Zimmer noch 3 weitere Wände hat.

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Die werden mit weiß gewachstem Profilholz verkleidet. Um das Zimmer gemütlicher zu machen, wurde noch ein Balken mit an Wand und Decke gebaut. Der Entschluss, Profilholz zu verwenden, wurde bei einem IKEA-Rundgang gefasst. Eines der Beispielzimmer brachte uns auf den Gedanken.

Und ich muss sagen, die Ecke sieht schon einmal gut aus. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir unter „A-Sortierung“ mehr erwartet habe.

Wer aber denkt, man geht einfach in den Baumarkt und kauft, was man so braucht … nein, nein, mein Freund. In unserem Haus-und-Hof-Baumarkt hatten sie nur die zu kurze Sorte. Mir wurde ein Ersatzprodukt angeboten, welches sie dann nicht gefunden haben. Im Internet konnte ich das trotzdem reservieren (gute 40qm auf Lager). Leider kam kurz darauf der Anruf: „Tut uns leid, aber wir haben das Holz nicht.“. Also alles in einem anderen Markt bestellt. Da wir nun durch die halbe Stadt juckeln mussten, haben wir auch gleich einen Transporter gemietet. Der war dann so dreckig, dass wir uns weigerten, unser Holz direkt auf die Ladefläche zu legen. Da auch die Mitarbeiter des Marktes auch keine Lust hatten, den Besen zu schwingen, wurde alles mit der Palette per Stapler aufgeladen.

Im Endeffekt ist hier alles angekommen und in der Wohnung aufgestapelt. Wir haben jetzt also Baumarktfeeling in den eigenen 4 Wänden.

Es wird also nicht langweilig. Auch wenn ich schon ganz gespannt bin, wie das mit den LEDs hinter der Wand wird.