Weiß auf Schwarz

Wieder habe ich etwas gelernt. Wir alle kennen Scherenschnitte, in denen Motive aus schwarzem Papier ausgeschnitten werden. In der Urform war es jedoch farblich genau umgekehrt. Das Motiv wurde aus weißem Papier ausgeschnitten und dann mit dunklem Papier hinterlegt. Man nennt das auch Weißschnitt.

Im Insel-Verlag ist vor ein paar Tagen „Das Kräuterbuch des Johann Christoph Ende“ erschienen. Es handelt sich hierbei um die Umsetzung einer Handschrift, welche auf ca. 1680 datiert wird.

Die Herausgeberin Renate Schipke hat diese alte Handschrift für die heutige Zeit lesbar gemacht und mit einem Nachwort versehen.

Das Besondere an diesem Kräuterbuch sind die Illustrationen. Diese wurden als Weißschnitt angefertigt. Das macht das Werk einmalig.

Wer also Interesse an alten Heilkräutern hat und sich für kunstvolle Scherenschnitte interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Wo Schiffe gehoben werden

Wir mussten mal raus! Wozu haben wir denn jetzt ein Wohnmobil? Ein langes Wochenende für uns Berliner wurde nun von uns für einen Kurztrip genutzt.

Noch nie war ich am Schiffshebewerk in Niederfinow. Das wurde jetzt nachgeholt. Dieses technische Wunderwerk sollte bei dieser Gelegenheit auch gleich gezeichnet werden. Die Stifte waren eingepackt. Sogar Papier nahm ich dieses Mal mit.

Ganz ehrlich, das Hebewerk ist wirklich gigantisch. Was mir aber fehlte, war eine überzeugende Sicht darauf. Bei einer kleineren Wanderung versuchte ich immer wieder, DEN Blick zu erwischen. Tja, hatte nicht geklappt. Stattdessen war ein verfallender Bauwagen am Wegesrand im Endeffekt interessanter.

So kann es gehen. Vielleicht wird es ja noch etwas mit dem Schiffshebewerk.