Krämer und ein Tablet

Aus Gründen waren wir an diesem Wochenende mit Freunden in Erfurt. Ich wollte auf jeden Fall zeichnen. Sogar an meinen Skizzenblock hatte ich gedacht.

Die erste Zeichnung, die Krämerbrücke, wurde jedoch überhaupt nicht auf Papier gezeichnet.

Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, weder Papier noch Bleistift waren hier beteiligt. Es ist die erste Zeichnung eines realen Gebäudes, welche ich auf meinem neuen Tablet angefertigt habe.

Das Tablet ist ein 2020er iPad Pro. Gezeichnet wurde mit dem Apple Pencil 2 in der App Procreate.

Es war erst schon ein wenig komisch. Bis ich den für mich passenden „Stift“ gefunden hatte, brauchte ich einen Moment. Der Derwent-Stift ist es im Endeffekt geworden. Der Druckbleistift hingegen war irgendwie komisch. Ich werde jedoch auch weiter ausprobieren.

Ab und zu wunderte ich mich, dass der Stift nicht schrieb. Ich musste jedoch dann jedes Mal feststellen, dass ich auf den Radierer umgeschaltet hatte (Doppelklick auf den Stift). Wirklich beeindruckt bin ich von der Präzision, mit der die Bewegung des Stiftes in eine Linie übersetzt wird. Das ist deutlich besser als bei dem Android-Tablet aus „Every Day in May“.

Spaß hat es gemacht, keine Frage. Das klassische Zeichnen kann es (noch?) nicht ersetzen. Jedoch ist es eine interessante Ergänzung. Zum Beispiel hat man hier die Möglichkeit, die Zeichnung zu duplizieren. So kann man ohne Angst, die Zeichnung zu versauen, experimentieren.

Also keine Angst! Es wird weiterhin echte Bleistiftzeichnungen von mir geben.

Am Domplatz bei einer Himbeerfassbrause ist dann dieses Bild entstanden. Hier jetzt wieder mit Papier und Bleistift.

Bei den alten Rittern

Wir sind wieder zu Hause. Hinter uns liegt eine wunderschöne Tour an der Mosel.

Wer Lust auf alte Burgen hat, sollte sich diese Gegend nicht entgehen lassen. Ein kleiner Tipp an die Zeichner unter euch, wenn ihr vorhabt, im Urlaub zu zeichnen, dann ist es ratsam, auch Papier mitzunehmen. Nimmt man nur die Stifte mit, ist das ein wenig doof. Mir hat dann ein Besuch bei Woolworth geholfen.

Die erste Burg (nach der Festung in Koblenz) war Burg Thurant hoch über dem Ort Alken. Schon der Eingang ist beeindruckend. Sie wird noch von ihren Besitzern bewohnt, kann aber besichtigt werden.

Hier meine Zeichnung vom Eingang. Ich habe mir die Hinweise meiner „Zeichenkollegen“ zu Herzen genommen und war mit dem 8B-Stift nicht sparsam. Dieser ist während der Reise ordentlich geschrumpft. Nachschub wurde geholt, das ist dann aber eine andere Geschichte.

Außerdem ist dies der erste Artikel, den ich auf meinem neuen iPad-Pro mit dem „Magic-Keyboard“ schreibe. Da kommt bestimmt demnächst auch ein Artikel zu diesem Gerät.