Ich geh‘ mal rasch zum Konsum!

Hatte ich erwähnt, dass ich eine Idee für mein neues Skizzenbuch habe? Ja? Ich denke, ich habe jetzt lang genug mit der Auflösung gewartet.

Also dann mal los! Der Plan ist, Zeichnungen aus meiner direkten Umgebung in Bohnsdorf (Berlin) anzufertigen. Damit es auch ein wenig herausfordernd wird, werden es Zeichnungen mit Tuschestiften. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Der Arbeitstitel des Ganzen ist „Paradies & Umgebung“. Die Wohnsiedlung hier ist die Arbeiter-Baugenossenschaft „Paradies“.

Hier also der erste Streich!

Ich kann mich zwar nur schwach daran erinnern, die erste Wohnung in Bohnsdorf war über dem Konsum, Buntzelstraße Ecke Paradiesstraße, direkt unterm Dach.

Auf dem Bürgersteig rund um den Konsum lernte ich das Fahrrad- und Rollschuhfahren. Und wenn ein wenig Geld über war, kaufte ich auf dem Heimweg nach der Schule ab und zu etwas Süßes ein.

Nach dem Konsum hatten wir dort einen SPAR, dann kam SCHLECKER und nun ist dort eine Apotheke.

Auf alten Fotos kann man sehen, dass der Vorbau erst später dazu kam. Das eigentliche Haus, stammt (wie so einiges in der Gegend hier) aus der Feder der Brüder Max und Bruno Taut.

Ich werde versuchen, hier eigene Erinnerungen und gegebenenfalls auch Geschichtliches zu den jeweiligen Zeichnungen zu schreiben. Es wird also recht persönlich.

Bei Fischsoljanka und Störtebeker Dunkel

Ein paar Tage dem Alltag entfliehen – Kurzurlaub in Sassnitz auf Rügen. Wir sitzen in einer Fischgaststätte an der Hafenpromenade und genießen die ersten Eindrücke.

Viel zu lange war ich nicht mehr hier auf der Insel.

Beim Blick aus dem Fenster fiel mir der Baum auf. Nach einer schnellen Zeichnung, kann ich ihn mit nach Hause nehmen.

Imagine, Create, Inspire

In einem Geschäft in Friedrichstadt in Nordfriesland fand ich im letzten Jahr ein Skizzenbuch von Letterwish, welches unbedingt mitgenommen werden musste.

Der Einband wirkt ein wenig wie ein Märchenbuch. Auch wenn er im Foto leicht blau wirkt, es ist eigentlich ein dunkles Grün.

Auf dem nächsten Bild kommt die Farbe deutlich besser zur Geltung.

Durch die Art der Bindung kann man die Doppelseiten sehr schön nutzen. Es gibt keine tiefe Spalte zwischen den Seiten. Das Papier (130 g/qm) ist recht glatt und sorgt schon für Vorfreude.

Beim Kauf war mir noch nicht klar, was ich mit dem Buch machen werde. Ich bin ja eher auf Blöcke spezialisiert. Für das „normale“ Urban Sketching passt es für mich eher nicht. Damit ich nicht nach jeder Zeichnung fixieren muss, fallen Bleistiftzeichnungen schon mal raus. Also werden es wohl die Tuschestifte.

Aber was wird es inhaltlich? Da habe ich inzwischen eine Idee, auf die ich mich gerade noch vorbereite und schon mal sammle.

Schauen wir mal …! Gespannt? Ich auch!

Geschichten aus dem alten Berlin

Gern war ich als Kind zu Besuch in der Greifswalder Straße. Dort wohnten meine Oma und meine Tante.

Ich liebte die Ausflüge, die wir unternahmen, das Lesen der Fix&Foxi-Hefte, Canasta und Brettspiele. Gern stöberte ich in der Kammer, dem ehemaligen Zimmer meiner Mutter. Ein wenig Angst hatte ich vor dem Hängeboden, denn meine Oma sang ab und zu, dass dort Gespenster wären. Im Erker stand zu Weihnachten immer der Weihnachtsbaum und das Schlagen der Uhr höre ich heute noch ab und zu.

All diese Erinnerungen kamen hoch, als ich vor ein paar Tagen das Haus zeichnete. Es war mir ein Bedürfnis!

Tanze, tanze Schneemann!

Wenn man von der eigenen Frau und seiner Mutter ein Thema präsentiert bekommt, kann man schon mal darauf eingehen. Beide machten mich auf den “Tag des Schneemanns” aufmerksam.

Eigentlich war ich mir sicher, dass es schon einmal einen Schneemann in einer Glühlampe gab. Bei der Suche in meinen Skizzen-Büchern habe ich jedoch keinen gefunden. Komisch, ich hatte direkt ein Bild vor Augen.

Zur Sicherheit überlegte ich mir ein anderes Motiv als das, was in meinem Kopf spukte.

Olaf! Der kleine süße Schneemann aus Frozen.

Vor kurzem hatte ich auf Disney+ die Serie “Sketchbook” gefunden. In jeder Folge zeigt ein(e) Disney-Zeichner(in), wie die Figuren entstehen. In der ersten Folge ging es um Olaf. Ich kann die Serie nur empfehlen!

Ach ja, Grüße gehen auch an meinen Enkel, der ein absoluter Schneemann-Fan ist!

Wer war das?

Mit seinem kleinen Maulwurf hat Wolf Erlbruch vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Da läuft der kleine Kerl mit dem Haufen auf dem Kopf durch die Gegend um den Verursacher zu finden.

Nun ist sein Zeichner am 11. Dezember leider verstorben. Wir sagen „Danke!“ für die schönen Momente.

Schwere Kunst

Im Sommer dieses Jahres waren wir rein zufällig beim “Tag der offenen Tür” in der Werkstatt des Kunstschmiedes Fritz Kühn. Ich muss auf jeden Fall mal ein Zeichentreffen für die Urban Sketcher hier organisieren.

Vor Ort hatte ich an dem Tag nur ein paar Fotos gemacht. Meine Frau wünschte sich aber, dass ich den Amboss auch zeichne.

So habe ich mich gestern hingesetzt und diese Zeichnung hier nach dem Foto angefertigt.

Erst wollte ich nur den Amboss mit dem Werkzeug zeichnen. Das kam mir dann ein wenig “leer” vor. Im zweiten Schritt deutete ich den Hintergrund nur leicht an. Dadurch verlor der Amboss komischer Weise an Bedeutung im Bild. Erst mit den dunklen Stellen im Hintergrund wurde die Zeichnung so, wie ich sie mir wünschte.

Oft werde ich gefragt, wie lange ich für solche Zeichnungen brauche. Hier habe ich mal darauf geachtet. Es war eine gute Stunde.