Wieder einmal war ich virtuell in der Welt unterwegs. Dieses Mal ging es nach Kansas City. Zur Abwechslung wurde gleich das Motiv am “Einstieg” gezeichnet.
Das Gebäude lud förmlich dazu ein, mich ein wenig in der Perspektive zu üben.
Hier hat es sogar ein Auto mit aufs Bild geschafft.
Ein toller Mensch hat uns am 26. April verlassen. Otto Mellies, dessen Stimme mich bereits seit 1980 begleitet. Eine Stimme, die mir immer wieder Gänsehaut verpasst. Die Stimme des Traumzauberbaumes.
Vor kurzem hatten wir uns noch darüber unterhalten, dass wir ihn schon lange nicht mehr getroffen haben. Vielleicht war das sogar am 26., wer weiß?
Otto, sag Grüße an Lacky und Ursula! Die Welt wird dich vermissen.
Weiter ging es wieder virtuell. Ein zweites Mal bin ich in Spanien zum Zeichnen per StreetView unterwegs.
Die Stadt Lugo war mir vorher nicht bekannt. In der Vorbereitung las ich von einer alten Stadtmauer, noch aus der Zeit der alten Römer. Innerhalb der Mauer brauchte ich eine ganze Weile, um die richtige Position zu finden.
Das ist übrigens ein Punkt, der bei dieser Art des Zeichnens ziemlich nervt. Im realen Leben macht man einfach einen Schritt zur Seite und das Motiv stimmt … am Rechner ist man auf die festen Punkte von StreetView festgelegt.
Interessiert sich jemand für die Vorlage? Die liegt noch auf dem iPad. Ich hab grad keine Lust, sie rauszusuchen und hochzuladen.
Nach den ganzen virtuellen Ausflügen, musste mal wieder etwas „Echtes“ her. Da ich selbst frei und meine Frau einen Termin in Grünau hatte, war das Ziel schnell festgelegt.
An der Grünauer Friedenskirche angekommen, suchte ich mir einen sonnigen Platz mit einer guten Aussicht. Leider musste ich feststellen, dass sonnig nicht warm heißen muss. Nach einiger Zeit war ich recht durchgefroren. Den restlichen Schliff bekam die Zeichnung zu Hause.
Und wer ist nun die Kirchenjuste? Nun, dabei handelte es sich um die Kaiserin Auguste Victoria. Sie war die Schirmherrin des Kirchenbauvereins, unter dessen Einfluss auch diese Kirche 1904 bis 1906 entstand. Was man durch Wikipedia nicht so alles lernt.
Und das nächste Mal versuche ich, die Turmspitze auch mit aufs Bild zu bekommen.
Die nächste Station war Budapest. Nach kurzer Überlegung stand fest, was das Motiv des Tages werden sollte.
Als wir vor einiger Zeit ein Wochenende in dieser Stadt verbrachten, befand sich hinter unserem Hotel die Kirche der St. Elisabeth. Den Anblick wollte ich mir mit der Zeichnung wieder ins Gedächtnis rufen.
Auf dem Bild sieht man die Rückseite der Kirche.
Auch wenn ich nicht erfahren habe, wie die anderen Zeichner über die weiß gelassenen Bäume in Madrid dachten. Ich habe es einfach noch einmal getan und es fühlte sich gut an.
Weiter geht’s und keiner kann es halten. Die nächste Station ist wieder in der EU. Genauer gesagt in Spanien. Wir treffen uns in Madrid.
Hier ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Wieder irre ich durch die Straßen und Gassen. Plötzlich stehe ich vor einer der vielen Kirchen. Die Bäume um das Gebäude machen das Ganze spannend.
Zur Abwechslung lasse ich die Bäume in meiner Zeichnung einfach weiß. Mal schauen, wie das bei den Kollegen so ankommt. Mir gefällt es schon mal.
Wir bleiben in England und machen uns auf den Weg in das kleine Städtchen Lulworth. Von diesem Ort hatte ich noch nie etwas gehört.
Auf meinem Streifzug durch Lulworth fand ich ein paar Stellen, die, naja sagen wir mal, interessant waren. Aber es war nix dabei, was mich vom Hocker gehauen hätte.
In der Beschreibung des Ortes hatte ich von einem „Castle“ gelesen. Das klingt doch spannend. Zum Glück gab es auch einen direkten Link dorthin.
Das ist doch mal ein englisches Castle, wie man es sich vorstellt. Dort sitzt der Lord mit seiner Lady beim Tee und fährt anschließend mit dem Ford fort, nur um seinen Schlips zu vergessen.
Um den besten Blick zu erhaschen, lief ich einmal um das Gebäude herum. Eine Seitenansicht ist es dann geworden.
Der Portschlüssel brachte mich auf ein Boot auf der Themse. Der Blick fiel auf die Tower-Bridge.
Es war recht windig, also sprang ich bei der nächsten Gelegenheit an Land und machte mich zu Fuß auf den Weg. Mitten auf der Zufahrt zur Brücke entschied ich mich — das wird es!
Ich ignorierte die hupenden Autofahrer und setzte mich mitten auf die Fahrbahn.
#USkVirtual heißt jetzt #VirtualSketch, sonst ändert sich nix. Es gab ein paar kleine Uneinigkeiten, da Urban Sketching ja bedeutet, dass man vor Ort zeichnet. Also musste das „USk“ aus dem Tag verschwinden.
Wie erwartet, habe ich alle in Sintra (Portugal) wiedergetroffen. Damit ich nicht gleich wieder alleine da stehe, wird es dieses Mal gleich das erste Motiv.
Sollte ich dort wirklich einmal sein, muss ich den kompletten Tag fürs Zeichnen einplanen. Dort ist jede Ecke ein Motiv. Diese Burg ist echt ein Traum.
Von Barcelona aus ging es in die Schweiz nach Bern. Hier trafen wir uns auf einer Brücke.
Aber wie das immer so ist, man guckt in die eine Richtung nach einem Motiv, dreht sich in die andere Richtung und schwuppdiwupp, steht man alleine da. Wieder war guter Rat teuer. Da ich mir aber sicher war, alle in Portugal wiederzusehen, machte ich mir keine weiteren Gedanken.
Nach einigem hin und her fand ich ein Motiv, welches aufs Papier wollte: die Kornhausbrücke.