Ruhe im Kloster

Wer jetzt Angst hatte, dass ich aus dem Hamleys nicht mehr rausgekommen wäre, der sei hiermit beruhigt. Vier Zeichnungen wurden in Prag angefangen und eine davon ist schon fertig.

Die fertige Zeichnung zeige ich heute.

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Es ist das Kloster Strahov. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet und über die Jahre immer weiter ausgebaut. Laut Wikipedia hat dieses Kloster eine sehenswerte Bibliothek mit zahlreichen Unikaten. Eine der größten Kostbarkeiten ist das „Evangeliar von Strahov“, eine Handschrift aus dem 9./10. Jahrhundert.

Freut euch noch auf das Tor der Karlsbrücke zur Prager Kleinseite, die Teynkirche und (für Travis; ich hoffe, dass du die hier meintest) „St. Maria unter der Kette“.

Dorfkirche Bohnsdorf

Schon lange stand die Bohnsdorfer Kirche auf dem „Zettel“ der noch zu zeichnenden Motive. Es ist eine kleine sehr schöne Kirche. Der alte Dorfplatz bietet aber noch eine Menge weiterer Motive. Bestimmt kommen noch einige Zeichnungen dazu.

Noch vor ein paar Jahren stand vor der Kirche ein großes hölzernes Kreuz. Doch leider war es irgendwann so morsch, dass es umstürzte.

BohnsdorfKirche

Noch ein paar Fakten zu Bohnsdorf:

  • Gründung ca. 12. oder 13. Jahrhundert (wahrscheinlich als slawisches Runddorf)
  • entstanden ist Bohnsdorf als „Sackgassendorf“, es gab keine Durchgangsstraße,
  • Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920,
  • Die Bohnsdorfer Bockwindmühle steht heute im Berliner Technikmuseum.

Wenn die Natur zurückerobert

Wir waren an diesem Wochenende in Beelitz-Heilstätten. Das eigentliche Ziel war der Baumkronenpfad. Die wirklichen Stars sind jedoch die Ruinen der ehemaligen Heilstättengebäude.

Es ist erstaunlich, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert. Das „Alpenhaus“ hat inzwischen einen Dachwald. Aus vielen Fenstern wachsen Bäume. Es ist eigentlich schon verwunderlich, dass die Gebäude unter der Last noch nicht eingestürzt sind.

Zeichenmotive gibt es dort ohne Ende. Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Das erste Motiv war die ehemalige Liegehalle. Dort konnten die Patientinnen (früher wurde streng auf Geschlechtertrennung geachtet) damals ihre Liegekuren auch bei schlechtem Wetter durchführen. Heute sind nur noch Teile der Rahmenkonstruktion vorhanden.

BeelitzHeilstätten1

Hier konnte ich gemütlich bei einem Becher Kaffee am Tisch sitzen und zeichnen.

Das nächste Motiv sollte eigentlich das Heizkraftwerk werden. Es kam mir aber ein anderes Gebäude dazwischen, die Frauenlungenheilstätte. Sie befindet sich direkt am Weg zum Baumkronenpfad.

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Einerseits tut es einem in der Seele weh, dass diese schönen Häuser langsam verfallen. Andererseits hat gerade dieser Verfall einen gewissen Charme.

Wir waren definitiv nicht das letzte Mal dort. Für das nächste Mal haben wir für uns schon die Führungen durch die Gebäude auf den Plan gesetzt.

Cafe Collage

Am letzten Samstag waren wir in Potsdam zum Töpfermarkt. Im Cafe Collage stärkten wir uns. Für mich gab es eine leckere Kartoffelsuppe. In der Wartezeit wollte ich dann rasch eine Zeichnung anfertigen. Da das Essen jedoch recht schnell da war, wurde der Rest zu Hause fertiggestellt.

Wieder habe ich versucht, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es fällt mir schwer. Positiv ist natürlich, dass man so viel schneller das Ergebnis vor sich zu liegen hat.

Ach ja, Tassen wurden auch gekauft. Immerhin war es ja ein Töpfermarkt.

CafeCollage

Müller oder Ludgeri

Vor dieser Frage standen wir an einem Urlaubstag, an dem die Temperaturen weit jenseits der 30°C waren. Jedenfalls waren das gefühlt die beiden kühlsten Orte in Norden.

Da wir keine Lust auf „Shopping“ im Drogeriemarkt hatten, landeten wir in der Kirche. Die hatte ich ja schon von außen gezeichnet. Nun wollten wir sie uns auch von innen betrachten.

Es war überwältigend! So eine Kirche hatten wir noch nicht gesehen. Wir wussten nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Ein paar Eindrücke wollte ich skizzieren und danach auf einem größeren Blatt eine Zeichnung davon anfertigen. Nach 3 Skizzen dachte ich mir jedoch: „Hey, das sieht doch gar nicht mal so schlecht aus!“. Ich entschied mich, die ursprünglichen Skizzen noch ein wenig nachzubearbeiten.

Schon lange wollte ich mir eine Zeichentechnik zulegen, mit der ich schneller zum Ziel komme. Und siehe da, das hier gefällt mir schon mal.

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Ein wenig Schuld an der ganzen Sache ist auch ein Dozent eines Zeichenkurses. Dieser saß in Greetsiel am Nebentisch und erklärte seinen Schülern die Probleme rund um Perspektiven. Dazu zeichnete er mit spielerischer Leichtigkeit Beispielbilder.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich beim Zeichnen in Kleinigkeiten verliere. Dann muss ich aufpassen, nicht ungeduldig zu werden und zu schludern. Möglicher Weise ist das ein Kompromiss, mit dem ich zwischendurch auch mal ein „schnelles“ Bild zeichnen kann.

Bin ein Friesenjung

Bei einem Besuch in Ostfriesland stand natürlich auch der Pilsumer Leuchtturm auf dem Programm. Ohne den gesehen zu haben, wäre ich nicht nach Hause gefahren.

Ich muss sagen, es hatte sich gelohnt. Es ist ein wirklich schöner Leuchtturm. Leider leuchtet er nicht mehr.

Was mich ein wenig gestört hatte, war ein Zaunfeld, an welchem gefühlt tausende „Liebesschlösser“ hingen. Ich kann zum einen diesem Trend nichts abgewinnen, zum anderen störte das das Gesamtbild. Ich habe mir die künstlerische Freiheit gelassen, das einfach wegzulassen.

Wer sich den Leuchtturm übrigens auch von innen betrachten möchte, muss an einem Sonntag dort hin. Dann sind wohl auch Führungen.

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Im Norden in Norden

Unser Sommerurlaub führte uns nach Norden, in die Stadt Norden in Ostfriesland.

Gewohnt haben wir im Stadthotel Smutje. Wenn wir noch einmal in der Gegend sein sollten, dort würden wir wieder „absteigen“. Dieses Hotel ist wirklich eine Empfehlung wert. Das ganze Team sorgt für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Hier nochmal ein „Danke“ dafür.

Woran es in  Ostfriesland auf keinen Fall mangelt: Motive zum Zeichnen. Angefangen habe ich mit der Lutgeri-Kirche direkt in Norden. Gezeichnet habe ich sie sozusagen von der Rückseite aus. Der ehemalige Friedhof bot den besten Blick auf dieses imposante Gebäude.

Ich habe beim Zeichnen wieder versucht, durch die Schatten, Tiefe ins Bild zu bringen. Mir persönlich gefällt, ehrlich gesagt, der Mittlere der 3 Grabsteine fast am besten.

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„Berlin“ in Berlin

In der Tauentzienstraße in Berlin befindet sich, unübersehbar, die Skulptur „Berlin“. Sie wurde anlässlich der 750-Jahr-Feier 1987 erbaut und sollte die Teilung der Stadt symbolisieren.

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Im Hintergrund, Richtung Kurfürstendamm, befindet sich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Köpenick im Monat Mai

Bei unserer gestrigen Schifffahrt von Berlin-Treptow nach Woltersdorf (und zurück), kamen wir auch an Köpenick vorbei. Da ich das Köpenicker Rathaus schon lange zeichnen wollte, fing ich den Blick vom Wasser aus schnell mit einem Foto ein. Abends beim Espresso in einer Bar am Ostkreuz fing ich mit der Zeichnung an und heute auf dem Balkon habe ich sie fertiggestellt.

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Für uns hat das Rathaus auch noch eine persönliche Bedeutung. Hier haben wir am 22. Mai vor 26 Jahren geheiratet. Den Hauptmann haben wir damals nicht getroffen, aber ein Schornsteinfeger lief uns über den Weg. Ganz offensichtlich hat er uns Glück gebracht.

Jag talar inte svenska.

Es war wieder Zeit für einen Städtetrip. Dieses Mal ging es nach Stockholm.

Aber Stockholm machte es uns nicht leicht. Keine Ahnung, warum, aber wir hatten verdrängt, dass es sich hier um eine Großstadt handelt. Irgenwie hatten wir etwas kleines, gemütliches erwartet.

Einmal vom „Vorurteil“ befreit, konnten wir die Schönheit der Stadt dann am zweiten Tag doch genießen. Das fing mit einem Bummel durch das wunderschöne Freilichtmuseum Skansen an, ging mit Gamla Stan weiter und endete bei schwedischer Küche in einem Restaurant in Södermalm. Auch die Wachablösung und eine Besichtigung des Schlosses standen auf dem Plan.

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Gezeichnet habe ich den Blick auf die Nicolaikirche durch eine der vielen Gassen der Altstadt Gamla Stan.

Ach ja, ich spreche übrigens wirklich kein Schwedisch.