Sachsens Leuchttürme

In diesem Urlaub konnte ich meinen Zyklus „Sachsens Leuchttürme“ fertigstellen.

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Da es sich bei dem Moritzburger Leuchtturm, laut Auskunft vor Ort, um den einzigen Leuchtturm in Sachsen handelt, ist es nur eine einzelne Zeichnung.

Dieser Leuchtturm ist einer der ältesten Binnenleuchttürme Deutschlands. Gebaut wurde er sozusagen als Kulisse für nachgestellte Seeschlachten. Aber auch der DEFA-Märchenfilm „Sechse kommen durch die Welt“ aus dem Jahr 1972 wurde teilweise hier gedreht.

Ruhe im Kloster

Wer jetzt Angst hatte, dass ich aus dem Hamleys nicht mehr rausgekommen wäre, der sei hiermit beruhigt. Vier Zeichnungen wurden in Prag angefangen und eine davon ist schon fertig.

Die fertige Zeichnung zeige ich heute.

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Es ist das Kloster Strahov. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet und über die Jahre immer weiter ausgebaut. Laut Wikipedia hat dieses Kloster eine sehenswerte Bibliothek mit zahlreichen Unikaten. Eine der größten Kostbarkeiten ist das „Evangeliar von Strahov“, eine Handschrift aus dem 9./10. Jahrhundert.

Freut euch noch auf das Tor der Karlsbrücke zur Prager Kleinseite, die Teynkirche und (für Travis; ich hoffe, dass du die hier meintest) „St. Maria unter der Kette“.

Dorfkirche Bohnsdorf

Schon lange stand die Bohnsdorfer Kirche auf dem „Zettel“ der noch zu zeichnenden Motive. Es ist eine kleine sehr schöne Kirche. Der alte Dorfplatz bietet aber noch eine Menge weiterer Motive. Bestimmt kommen noch einige Zeichnungen dazu.

Noch vor ein paar Jahren stand vor der Kirche ein großes hölzernes Kreuz. Doch leider war es irgendwann so morsch, dass es umstürzte.

BohnsdorfKirche

Noch ein paar Fakten zu Bohnsdorf:

  • Gründung ca. 12. oder 13. Jahrhundert (wahrscheinlich als slawisches Runddorf)
  • entstanden ist Bohnsdorf als „Sackgassendorf“, es gab keine Durchgangsstraße,
  • Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920,
  • Die Bohnsdorfer Bockwindmühle steht heute im Berliner Technikmuseum.

Kalenderblatt Oktober

Leise rieselt das Laub. Ein Motiv für den Oktober zu finden, war nicht sonderlich schwer. Überall lag Laub auf den Wegen. Leider lassen sich die herbstlichen Farben in einer Bleistiftzeichnung schwer vermitteln. Gerade der Ahorn ist in Bezug auf die Farbgebung im Herbst ja sehr freigiebig.

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Wenn die Natur zurückerobert

Wir waren an diesem Wochenende in Beelitz-Heilstätten. Das eigentliche Ziel war der Baumkronenpfad. Die wirklichen Stars sind jedoch die Ruinen der ehemaligen Heilstättengebäude.

Es ist erstaunlich, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert. Das „Alpenhaus“ hat inzwischen einen Dachwald. Aus vielen Fenstern wachsen Bäume. Es ist eigentlich schon verwunderlich, dass die Gebäude unter der Last noch nicht eingestürzt sind.

Zeichenmotive gibt es dort ohne Ende. Ich wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Das erste Motiv war die ehemalige Liegehalle. Dort konnten die Patientinnen (früher wurde streng auf Geschlechtertrennung geachtet) damals ihre Liegekuren auch bei schlechtem Wetter durchführen. Heute sind nur noch Teile der Rahmenkonstruktion vorhanden.

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Hier konnte ich gemütlich bei einem Becher Kaffee am Tisch sitzen und zeichnen.

Das nächste Motiv sollte eigentlich das Heizkraftwerk werden. Es kam mir aber ein anderes Gebäude dazwischen, die Frauenlungenheilstätte. Sie befindet sich direkt am Weg zum Baumkronenpfad.

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Einerseits tut es einem in der Seele weh, dass diese schönen Häuser langsam verfallen. Andererseits hat gerade dieser Verfall einen gewissen Charme.

Wir waren definitiv nicht das letzte Mal dort. Für das nächste Mal haben wir für uns schon die Führungen durch die Gebäude auf den Plan gesetzt.

Von Frau Amsel beobachtet

Vor ein paar Wochen habe ich den Süßkirschbaum in unserem Garten zurückgeschnitten. Nach einer Weile fühlte ich mich beobachtet. Ich sah mich um und entdeckte eine aufgeplusterte Amseldame, die sich offensichtlich für Baumschnitt interessierte.

Erst dachte ich, ihr geht es nicht so gut. Immer wieder hört man ja vom Usutu-Virus, dem in diesem Jahr schon wieder sehr viele Amseln zum Opfer gefallen sind.

Zum Glück ging es ihr aber gut. Als sie sah, dass ich mich mehr mit ihr als mit dem Baum beschäftigte, ging sie gemächlich in den Nachbargarten. Ich sagte ihr noch, sie solle sich vor den Katzen in Acht nehmen und widmete mich wieder dem Baum.

Cafe Collage

Am letzten Samstag waren wir in Potsdam zum Töpfermarkt. Im Cafe Collage stärkten wir uns. Für mich gab es eine leckere Kartoffelsuppe. In der Wartezeit wollte ich dann rasch eine Zeichnung anfertigen. Da das Essen jedoch recht schnell da war, wurde der Rest zu Hause fertiggestellt.

Wieder habe ich versucht, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es fällt mir schwer. Positiv ist natürlich, dass man so viel schneller das Ergebnis vor sich zu liegen hat.

Ach ja, Tassen wurden auch gekauft. Immerhin war es ja ein Töpfermarkt.

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Müller oder Ludgeri

Vor dieser Frage standen wir an einem Urlaubstag, an dem die Temperaturen weit jenseits der 30°C waren. Jedenfalls waren das gefühlt die beiden kühlsten Orte in Norden.

Da wir keine Lust auf „Shopping“ im Drogeriemarkt hatten, landeten wir in der Kirche. Die hatte ich ja schon von außen gezeichnet. Nun wollten wir sie uns auch von innen betrachten.

Es war überwältigend! So eine Kirche hatten wir noch nicht gesehen. Wir wussten nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Ein paar Eindrücke wollte ich skizzieren und danach auf einem größeren Blatt eine Zeichnung davon anfertigen. Nach 3 Skizzen dachte ich mir jedoch: „Hey, das sieht doch gar nicht mal so schlecht aus!“. Ich entschied mich, die ursprünglichen Skizzen noch ein wenig nachzubearbeiten.

Schon lange wollte ich mir eine Zeichentechnik zulegen, mit der ich schneller zum Ziel komme. Und siehe da, das hier gefällt mir schon mal.

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Ein wenig Schuld an der ganzen Sache ist auch ein Dozent eines Zeichenkurses. Dieser saß in Greetsiel am Nebentisch und erklärte seinen Schülern die Probleme rund um Perspektiven. Dazu zeichnete er mit spielerischer Leichtigkeit Beispielbilder.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich beim Zeichnen in Kleinigkeiten verliere. Dann muss ich aufpassen, nicht ungeduldig zu werden und zu schludern. Möglicher Weise ist das ein Kompromiss, mit dem ich zwischendurch auch mal ein „schnelles“ Bild zeichnen kann.