Mit einem guten Bier in der Sonne sitzen …

Bei wunderschönem Wetter entschieden sich meine Frau und ich, uns auf dem Köpenicker Schlossplatz noch ein Bier mit Schmalzstulle zu gönnen.

An Motiven zum Zeichnen ist die Altstadt reich. Gleich gegenüber gab es eine schöne Hausecke mit Laterne davor.

Übrigens, auch wenn Köpenick (inzwischen zusammen mit Treptow) „nur“ ein Stadtbezirk von Berlin ist, hatte es damals beim Stadtrecht gegenüber Berlin die Nase um 5 Jahre vorn.

Rheinsberg, der zweite Tag

Nachdem ich mich nach dem Frühstück noch einmal hingelegt hatte, wurde ich erst um 14 Uhr wieder wach. Auch wenn man sie von seinem Enkel überreicht bekommt, macht eine Erkältung nicht so richtig Spaß.

Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, noch eine Runde durch Rheinsberg zu drehen.

Draußen war es dazu noch kalt, so dass ich keine richtige Lust auf Urban Sketching hatte. Beim Warten auf das Abendessen wollte aber dennoch eine Zeichnung aufs Papier. Also besorgte ich mir rasch im Internet eine Vorlage und los ging es.

Inktober, Rote Liste Teil 3

Mit Erschrecken fiel mir vor ein paar Tagen ein, dass ich hier noch den 3. Teil der Inktober-Zeichnungen schulde.

Nun also frisch ans Werk und nachgeholt:

21. Fuzzy

Ist er nicht flauschig der Kleine? Nur leider schrumpft auch für den Roten Panda der Lebensraum. Da hilft auch das niedliche Aussehen nichts.

22. Open

In der offenen Welt der Arktis hat der Eisbär eigentlich keine Feinde. Naja, bis auf uns Menschen. Der Klimawandel kommt diesen wundervollen Tieren auch nicht gelegen. Ihnen schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Füßen weg.

23. Leak

Ein Leck in der Staumauer würde den Aalen helfen, auf ihrem Weg zwischen der Sargassosee und ihren Geburtsstätten. Aber auch der Fischfang, insbesondere auch auf die Jungfische, die Glasaale, gefährdet sie.

24. Extinct

Für diesen Tag stand das Tier von Anfang an fest, der Dodo. Nach seiner Entdeckung hatte diese Vogelart nicht mehr viel Zeit auf der Erde. Dem Vogel wurde sein fehlender Fluchtinstinkt zum Verhängnis. Seefahrern war er eine willkommen Abwechslung auf dem Speiseplan.

25. Splat

Das Platschen einer Walfluke auf dem Wasser ist sehr beeindruckend. Der Walfang und der immer stärkere Verkehr auf den Weltmeeren sorgt leider dafür, dass es immer weniger dieser imposanten Tiere gibt.

26. Connect

Im Hochzeitsflug greift das Libellen-Männchen seine Auserwählte fest im Nacken. Verbunden sehen sie aus, wie ein Herz. Aber auch diese schillernden Schönheiten haben es heutzutage ebenfalls nicht mehr leicht.

27. Spark

Ganz früher glaubten die Menschen, dass die Hautsekrete des Feuersalamanders Feuer löschen und sie die Flammen unbeschadet überstehen würden. Heute weiß man es besser. Durch den Schwund seines Lebensraumes kann diese Erkenntnis ihm jedoch nicht wirklich helfen. Die Bestände sind weiterhin gefährdet.

28. Crispy

Crispy leaf, das Herbstlaub auf dem Boden, raschelt, wenn der Gartenschläfer hindurchläuft. Aber er wäre nicht in dieser Serie, wäre er nicht gefährdet. Sein Verbreitungsgebiet ist bereits stark geschrumpft.

29. Patch

Wie eine Patch-Work-Decke sieht die Haut des Nashorns aus. Diese Art, das Java-Nashorn, kann wohl nicht mehr gerettet werden. Dafür sind sie bereits zu wenige Tiere.

30. Slither

An Land rutschen sie ein wenig unbeholfen. Im Wasser bewegen sie sich jedoch dann ziemlich elegant. Das ist das Element der Robben. Doch gerade für die Mönchsrobbe muss der Schutz deutlich ausgebaut werden, damit sie nicht aussterben.

31. Risk

Es war mir wichtig, in dieser Serie einen Hai mit dabeizuhaben. Eines der größten und auch brutalsten Probleme ist das Finning. Gefangenen Haien werden die Flossen abgetrennt und die Tiere wieder ins Wasser geworfen. Aber auch sonst wird er stark bejagt. Isst jemand von meinen Lesern „Schillerlocke“? Auch das ist Hai! Man gefährdet damit nicht nur den Bestand dieser Tiere, sondern auch seine Gesundheit. Mit Methyl-Quecksilber ist nicht zu spaßen.

Inktober 2021 war anstrengend, hauptsächlich das Finden der Motive. Aber auch die Erkenntnis, wie viele Tierarten in ihren Beständen gefährdet sind, ist schon recht deprimierend.

Technisch muss ich sagen, dass ich mich mit dem Tablet und der Software Procreate immer besser fühle. Und die Pinsel von Ittai Manero machen ebenfalls richtig Spaß. Vielen Dank dafür nach Spanien!

Eine Runde Thüringen

Einige Zeichnungen aus dem letzten Urlaub hatten bereits den Weg hierher geschafft. Neben den „klassischen“ Zeichnungen führten wir wieder ein geschriebenes und ein gezeichnetes Tagebuch.

Hier könnt ihr jetzt die Tageszeichnungen sehen.

Da die Stabilo-Stifte ziemlich durchbluteten, verzichteten wir ab dem 4. Tag auf Farbe. An den restlichen Tagen kamen dann wieder die Tuschestifte von Faber-Castell zum Einsatz.

Inktober, Rote Liste Teil 2

Weiter geht es im Inktober. Heute geht es um die Tage 11 bis 20.

Wer Angst vor Schlangen hat sollte dieses Mal vorsichtig sein (Tag 19).

11. Sour

Die nach dem Kiwi benannte Frucht, ist, solange sie nicht sehr reif ist, etwas sauer. Durch diesen Kunstgriff meisterlicher Hand hatte ich ein passendes Motiv. Das Nationaltier der Neuseeländer hat es leider auch nicht leicht. Eingeschleppte Tiere, wie z.B. Hunde, Katzen und Ratten gefährden den Bestand.

12. Stuck

Die Grüne Meeresschildkröte bleibt häufig in Schleppnetzen der Fischer stecken. Noch mehr macht ihr jedoch der Klimawandel zu schaffen. Je wärmer es ist, umso mehr weibliche Tiere werden geboren. Und als wäre das nicht genug, nicht umsonst wird sie auch Suppenschildkröte genannt.

13. Roof

Katzen laufen doch gern über Dächer, oder? Na dann passen sie doch gut zu diesem Thema. Die Rostkatze lebt in Indien und man ahnt es, sie ist eine bedrohte Art.

14. Tick

Die Zecke, im Englischen „Tick“, ist nicht vom Aussterben bedroht. Es muss also wieder um die Ecke gedacht werden. Tick steht auch für das Häkchen auf einer ToDo-Liste. Und welches Tier sieht aus, wie so ein Häkchen? Ja klar, das Seepferdchen. Viele Seepferdchen werden für Aquarienfreunde gefangen. Außerdem schwindet ihr Lebensraum.

15. Helmet

Ein sehr schöner Vogel ist der Helmhokko. Total verrückt, sein Gefieder färbt bei Regen ab. Wie bei den anderen Motiven in diesem Jahr. Sein Lebensraum wird immer kleiner.

16. Compass

Für das Thema Kompass war von Anfang an das Motiv klar. Es musste eine Taube werden. Die Turteltaube hat als Langstrecken-Zugvogel nicht nur Probleme bei der Beschaffung von Wohnraum. Millionen von ihnen fallen der legalen und illegalen Jagd auf ihrer Reise zum Opfer.

17. Collide

Kollisionen vermeidet die Fledermaus durch Ultraschallortung. Was sie nicht vermeiden kann, ist der Umstand, dass ihnen Wohn- und Winterquartiere fehlen. Wenn dann noch Autobahnen oder Waldrodungen für Kohleförderung dafür sorgen, dass ihr Lebensraum schrumpft, wird es eng.

18. Moon

Der erste Gedanke war der Mondfisch, aber der ist zum Glück nicht gefährdet. Das nächste Tier mit Verbindung zum Mond war dann der Wolf. Das Modell für meine Zeichnung musste seinen Schutzstatus gegen die amerikanische Holzindustrie durchsetzen. In den letzten Jahren wurden die Abschussquoten wieder deutlich erhöht.

19. Loop

Eigentlich wollte ich Schlangen vermeiden. Aber ein anderes Tier ist mir zum Thema Loop nicht eingefallen. Hier ist sie also, die Ringelnatter! Sie leidet unter der Trockenlegung vieler Gebiete. Zum Glück ist sie inzwischen hier streng geschützt.

20. Sprout

Das war der Moment, in dem eine Blume ins Spiel kam. Das Wort „sprießen“ verbindet man ja eher mit Pflanzen als mit Tieren. Das abgebildete Flammende Adonisröschen muss gegen die intensivierte Landwirtschaft ankämpfen.

Zwei Drittel haben wir jetzt geschafft. Drücken wir die Daumen, dass die Ideen nicht ausgehen. Wobei, eigentlich wäre das ja positiv.

Inktober im Zeichen der „Roten Liste“

Als der Inktober vor der Tür stand, hatte ich mal wieder eine „dumme“ Idee. Erneut sollten die Zeichnungen ein gemeinsames Thema haben.

Auf das Thema brachte mich dann ein Besuch im Tierpark Berlin. Gefühlt in fast jeder Beschreibung der Tiere stand das Wort, welches mich jetzt seit ein paar Wochen begleitet: „gefährdet“.

Also machte ich mich auf die Suche nach gefährdeten Tieren und Pflanzen, die zu den Tages-Begriffen passen.

Kleine Warnung, es ist ein Huhn mit dabei.

1. Crystal

Den Auftakt machte die Smaragdeidechse. Ich fand, die passt recht gut zum Begriff Kristall. Hier verwendete ich noch Farben.

2. Suit

Welches Tier passt mehr zum Thema Anzug als ein Pinguin?

3. Vessel

Das war dann schon etwas schwieriger, ein Schiff, ein Gefäß. Nun, Hamster nutzen gern ihre Backentaschen, um gefundenes Futter zu transportieren. Also haben sie das „Gefäß“ immer dabei.

4. Knot

Zum Knoten kam mir die Datenbank des IUCN, der Organisation, die hinter der internationalen Roten Liste steht, zu Hilfe. Dort fand ich den „Knotted Sand Hopper“. Also übersetzt so etwas, wie „Knotiger Sandhüpfer“.

5. Raven

Hier war jetzt mit „Rabe“ schon ein Tier vorgegeben. In meine Liste wurde die Banggai-Krähe aufgenommen.

6. Spirit

Der Geist war jetzt wieder ein Thema, bei dem ich länger überlegen musste. Da der Kauz in alten Erzählungen den Geist eines Menschen zu sich ruft, wenn er stirbt, wurde es wieder ein Vogel, der Fleckenkauz.

7. Fan

Der Fan oder auch der Ventilator war die nächste Aufgabe. An heißen Tagen müssen Bienen dafür sorgen, dass das Wachs im Stock nicht schmilzt. Sie setzen sich vor den Eingang und nutzen ihre Flügel als Ventilatoren.

8. Watch

Eine Uhr? Da könnte ein Zicklein passen. Es wurde aber ein Wieselmaki mit den großen Augen kann er doch gut beobachten. Für eine der möglichen Übersetzungen muss man sich ja entscheiden.

9. Pressure

Zu diesem Thema suchte ich nach Tieren, die tief im Meer leben. Und auch dort plant der Mensch die Tierwelt zu gefährden. An den begehrten Manganknollen in über 4000m Tiefe lebt diese kleine Krakenart.

10. Pick

Hier fiel mir wirklich nur das Huhn ein. Wer hätte gedacht, dass es Sorten gibt, die in Deutschland auf der roten Liste stehen? Ich schon einmal nicht. Stellvertretend ist hier jetzt der Andalusier.

Damit ist ein Drittel des Inktobers schon wieder rum. Ich lerne viel dazu, nicht nur beim Zeichnen.

Ein paar Worte noch zum technischen Part. Ich zeichne in Procreate auf den iPad Pro mit dem Apple Pencil 2. Die Vorzeichnung erfolgt mit dem „Bleistift“ Derwent (in Procreate enthalten) und alles andere mit Inkyboy von Ittai Manero.

Russische Erde in Weimar

Auch ohne Schillers Anwesenheit ist die Weimarer Fürstengruft etwas ganz Besonderes. An der Rückseite des klassizistischen Baus wurde eine Russisch-Orthodoxe Grabkapelle gebaut.

Diese dient der eingeheirateten Maria Pawlowna als Ruhestätte. Vor dem Bau wurden extra mehrere Wagenladungen Erde aus Russland geholt, damit sie ihrem Glauben entsprechend bestattet werden konnte.

Das Besondere ist jedoch, dass in der Gruft ein Durchbruch geschaffen wurde. So können Maria und ihr protestantischer Mann direkt nebeneinanderliegen.

Sachen gibts …!

Für die Zeichnung habe ich mal die Tuschestifte rausgeholt. Der grüne Stift wurde gerade frisch in Weimar in einem Bastel-Laden in der Nähe des Friedhofes gekauft.

Eine 500 und 2 Dichterfürsten

Ein Jubiläum beim Serviervorschlag: der 500ste Beitrag. Leute, wie die Zeit vergeht!

Lange habe ich überlegt, um was es in diesem besonderen Beitrag gehen soll. Die Entscheidung ist gefallen. Wer, wenn nicht die beiden großen Dichter Goethe und Schiller, haben es verdient, das Thema zu sein.

Wir sind zur Zeit mit unserm Wohnmobil unterwegs in Thüringen. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in Weimar. Die erste Zeichnung aus dieser Stadt, war die von Schillers Wohnhaus.

Am darauffolgenden Tag ging es dann zu Goethes Gartenhaus.

Am dritten Tag besuchten wir die Beiden in ihrer derzeitigen Behausung. Aber leider mussten wir erfahren, dass Schiller grad nicht zu Hause ist und niemand weiß, wo er sich herumtreibt. Naja, Künstler eben …!

Das erste Treffen

Wieder gab es bei Ittai Manero einen kostenlosen Pinsel für die App ProCreate.

Der Pinsel “Summer Vibes” macht wirklich Spaß. Die Zeichnung meiner beiden Gespenster ist nur mit diesem Pinsel entstanden. Da die Pinselstärke über den Druck mit dem Stift gesteuert wird, spart man sich das Umschalten. Auch die leicht ausgefransten Ränder haben etwas Besonderes.

Vielleicht treffen sich die Beiden ja in Zukunft mal wieder.